23 September 2013

Bist Du ein Saison-Banause? Blätterteig-Tartelettes mit Kirschtomaten und Ricotta-Creme

Jetzt habe ich Euch gerade erst groß verkündet, dass der Sommer vorbei ist und wir jetzt Herbst haben - da komme ich schon wieder mit einem Sommer-Rezept um die Ecke. Aber die Tomaten haben mich halt einfach so angelacht...der Blätterteig war noch im Haus, der Thymian wächst auf der Terrasse...ich konnte nicht anders :) 

Natürlich ist es mein Ziel, möglichst saisonal zu essen. Ich brauche keine Mango im Dezember und keinen Spargel im Februar. Manchmal bin ich aber auch nicht so konsequent. Zum Beispiel greife ich auch im Winter schon mal auf TK-Himbeeren oder -Erdbeeren zurück, wenn mich die Lust überkommt. Da ist mir mein Appetit in dem Moment einfach wichtiger als die Tatsache, dass ich vielleicht lieber einen Apfel essen sollte. Der Saisonalität wegen...

Auch Tomaten (besonders Passierte) und Zucchini/Aubergine verarbeite ich eigentlich auch das ganze Jahr über, wenn mir der Sinn danach steht (Schande über mein Haupt). Klar, das alles schmeckt nicht so intensiv wie im Sommer und auch die Vitamine sind dank langer Transportwege auf ein Minimum geschrumpft...aber meine Kleine Stimme im Kopf sagt weiter beharrlich "Lust, auf Tomaten - jetzt!!"

Zu meiner Rechtfertigung - ich muss mich eh ständig ermahnen, genug Obst und Gemüse zu essen (der Gesundheit wegen und so...). Wenn ich dann also im Dezember Lust auf ne Zucchini verspüre, denk ich dann "ok..wenigstens Gemüse..bevor ich heute gar keins esse...". Denn so sehr ich das Winter-Obst und -Gemüse auch mag - ich bin von der Auswahl im Sommer doch sehr verwöhnt. Da  lasse ich mich vom verführerisch unsaisonalen Supermarkt-Angebot manchmal einfach verleiteten. 

Aber mal Hand auf´s Herz. Gute Vorsätze wie Saisonalität sind bei der Ernährung auf jeden Fall sehr löblich und man sollte sich schon bewusst sein, dass dies die gesündere und allgemein verträglichere Ernährungsweise ist. Aber man muss ja auch nicht päpstlicher sein, als der Papst. Ich bin da jedenfalls nicht so überaus streng mit mir.  

Wie ist das bei Euch? Seid Ihr auch manchmal Saison-Banausen? Oder kauft ihr immer streng nach Kalender und Jahreszeit ein? Muss man ein schlechtes Gewissen haben, wenn man sich auch im Winter ein Erdbeerchen gönnt? Ich bin gespannt, wie ihr das haltet :) ! 

Nun aber wirklich mal zum Rezept. Das geht super einfach und macht echt was her - optisch und geschmacklich. Ich hatte (aus irgendeinem Grund- hat womöglich Papa eingekauft?!) Tk-Blätterteig-Platten da, die dringend weg mussten. Ich würde jedoch eher den Frischen von der Rolle empfehlen - irgendwie sagt mir der besser zu. Ihr nehmt also entweder 6 solcher TK-Platten oder eine Rolle aus dem Kühlregal. 
1 Rolle Blättereteig
250 g Ricotta
30 g geriebenen Parmesan
50 ml Sahne oder Milch
250 g Kirschtomaten
Salz, Pfeffer
Thymian
Olivenöl

Den Blätterteig ausrollen und zu 6 eckigen Tartelettes schneiden. Ricotta, Parmesan und Sahne verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf die Tartelettes geben - dabei rings rum einen Rand lassen.

Die Kirschtomaten halbieren (es gibt nichts Schlimmeres als heiße Kirschtomaten die im Mund platzen..) und ebenfalls auf den Tartelettes verteilen. Thymian darüber streuen, etwas Olivenöl darüber träufeln. Evtl. nochmal mit etwas Salz und Pfeffer bestreuen. 

Im Ofen bei 200°C etwa 20 Minuten goldbraun backen. Warm oder kalt genießen. 

22 September 2013

Herbstanfang 2013!


So. Heute ist also der meteorologische Herbstanfang und wir müssen uns nun alle endgültig damit abfinden, dass der Sommer vorbei ist. So ein offizielles Abschieds-Datum nimmt aber auch irgendwie den Druck raus, findet Ihr nicht? Man muss sich nun nicht mehr über den Regen grämen oder hoffen, dass man den Sonnenschirm dieses Jahr nochmal rausholen kann. Es ist jetzt ganz einfach vorbei :) Und wenn sich die Sonne dann doch noch mal zeigt und wir stolze 13,5 Grad knacken, dann darf man sich ganz doll freuen und sagen "Mensch, was für ein schöner Herbst!".  Regen und Kälte kommen nun so sicher wie das Amen in der Kirche und wir regen uns alle nicht darüber auf. 

Um mich (und Euch) daran zu erinnern, dass die kalte Jahreszeit auch schön sein kann, habe ich noch mal all die Rezepte auf Penne im Topf zusammengetragen, mit denen man sich den Herbst und Winter so richtig schön gemütlich machen kann.













21 September 2013

Schoko - Kaffee - Kirsch - Käsekuchen

Eigentlich ist ja eher Sonntag der Kuchen-Tag, aber weil ja morgen Herbstanfang ist, habe ich da schon was anderes für Euch geplant ;) ! 

Die Anzahl von Kuchen auf Penne im Topf ist eigentlich noch recht überschaubar. Umso erstaunlicher, wie viele Backwerke es hier schon mit Kirschen gab. Darunter auch mein weltbester Kirsch-Streuselkuchen (ausprobieren!) und gerade erst kürzlich gebloggt - mein Schoko-Kirsch-Kuchen. Jetzt ist es aber ja so, dass man von guten Sachen selten genug bekommt und deswegen gibt es auch heute nochmal einen feinen Kirschkuchen. 

Mein Motto habe ich Euch ja schon mal verraten "Wenn ein Glas Kirschen im Haus ist, ist immer auch ein Kirschkuchen im Haus". Und es ist wirklich so. Man muss nämlich nur ein paar Zutaten - die man meistens eh im Haus hat  - um das Glas herumbauen, und schon steht in Windeseile ein feiner Kuchen auf dem Tisch. Dann sitzt man da mit einem dicken Stück und denkt sich "guck an, den Kirschkuchen hatten wir die ganze Zeit im Haus und er wartete nur noch darauf, gebacken zu werden. So auch hier. 
Dieser besteht aus einem schokoladigen Teig mit feiner Kaffee-Note, gemischt mit einer saftigen Käsekuchen-Masse und natürlich - wer hätte es gedacht - Kirschen. Durch die 2 verschiedenen Farben finde ich ihn optisch schon ziemlich hübsch.























Für den Schoko-Kaffee-Teig:

100 g Zartbitterschokolade
100 g Butter
3 Eier
80 g Zucker
10 g lösliches Cappucino-Pulver (oder 1 Tl Espressopulver)
100 g Mehl
1 Tl Backpulver

Für die Käsekuchen-Masse:
200 g Quark
70 g Zucker
1 Päckchen Vanillzucker
1 Ei
10 g Mehl

Außerdem:
1 Glas Sauerkirschen

Für den Teig die Schokolade und die Butter im Wasserbad schmelzen und etwas abkühlen lassen. Das zusammen mit den Eiern und dem Zucker cremig rühren. Cappucinopulver, Mehl und Backpulver unterrühren. 

Für die Füllung den Quark mit Zucker, Vanillezucker, Ei und Mehl verrühren. 

Die Kirschen sehr gut abtropfen lassen - evtl. mit etwas Küchenpapier trocken tupfen.

Eine 26-er Springform einfetten und 2/3 des Schokoladenteiges hineinj füllen. Die Käsekuchen-Füllung darauf geben.  Den Rest des Schokoteiges darauf geben und alles mit einer Gabel marmorieren. Die Kirschen auf den teig setzen.


Den Kuchen bei 175° je nach Ofen ca. 40 Minuten backen. 

*Wenn Ihr an meinen Kirschen etwas Weißes bemerkt liegt das daran, dass ich sie meistens nach dem Abtropfen noch mit etwas Mehl bestäube - dann sinken sie garantiert nicht ein!
* Morgen = Herbstanfang!!! :)

19 September 2013

Homemade Vanilla Fudge

Nachdem ich Euch gestern ganz einfache Bratkartoffeln mit Käse und Ei serviert habe, komme ich heute schon fast mit etwas Ausgefallenem daher. Zumindest für meine Verhältnisse ;) . 

Habt Ihr schon mal von Fudge gehört oder welchen gegessen? Wenn nicht, aufgepasst, sonst verpasst Ihr was :) ! Fudge, das ist ein weicheres Konfekt, etwa so mächtig wie eine Praline. Es gibt Ihn in den verschiedensten Geschmacksrichtungen. Ich habe 2005 in den USA zum 1. mal Fudge probiert und war sofort verliebt. Wir waren damals auf einem Bauernmarkt und an einem Stand waren diese kleinen Würfel so weit das Auge reichte aufgetürmt - in allen erdenklichen Sorten (Peanut Butter, Chocolate, Whiskey, Coconut-Lemon, Almond-Banana, Cherry-Swirl.... um nur ein paar zu nennen). 

Die Basis von Fudge ist eine Art Karamell, auf dem Herd gekocht (rühren, rühren, rühren!). Dieses wird dann in eine Form gegossen und man lässt es hart werden. Dann schneidet man es in kleine Würfel. Klein ist hier das Zauberwort - denn es handelt sich um wahres Hüftgold.

Das soll Euch aber bitte nicht abschrecken - denn diese feinen Teile sind SOOO lecker! Ich habe es die Tage zum 1. Mal selbst hergestellt und zwar nach einem Rezept, das keine außergewöhnlichen Zutaten enthält - es sollte schließlich auch hier in good old Germany problemlos gelingen. Entschieden habe ich mich schließlich für Vanilla Fudge - Gute Entscheidung.
Ich war ja doch sehr skeptisch, als das da so vor sich hin kochte. Lange Zeit sah es nicht so aus, als würde aus der Milch mal etwas Schnittfestes werden...aber ab einem gewissen Punkt ging es dann ruckzuck - immer schön das Geschehen im Auge behalten ;) . 

Auch als das Ganze dann in der Form auf der Fensterbank zum Aushärten stand war ich noch nicht überzeugt. Erst beim 1. Bissen - da war ich hin und weg <3 Kennt Ihr Sahne-Muh-Muhs? Diese Karamellbonbons in der gelb-weißen Verpackung? So etwa kann man sich das ein wenig vorstellen...nur vanilliger...und ...hach, ihr müsst es einfach selbst mal ausprobieren :-) !

Homemade Vanilla Fudge:

Ihr braucht:
300 ml Milch (3,5 % Fett)
100 g Butter
350 g Zucker
1 Vanilleschote

Milch, Butter und Zucker in einem größeren Topf unter Rühren erwärmen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Aufkochen und ca. 20-30 Minuten kochen lassen - auch dabei RÜHREN! Irgendwann merkt Ihr dann, wie das Ganze einreduziert, dicker wird und nicht mehr ganz milchweiß ist - eher so ein zartes Beige wie auf dem Foto. Nicht die Geduld verlieren - es braucht seine Zeit.

Wenn dieser Punkt aber erreicht ist, nehmt ihr den Topf vom Herd (Achtung heiß heiß heiß!!) und rührt das Mark der Vanilleschote unter. Nun lasst Ihr den Fudge 5 Minuten abkühlen.

Nun rührt ihr alles mit einem großen Löffel durch bis die Masse etwa die Konsistenz von Brei hat. Legt eine kleine Form (Meine hatte 15x20cm) oder eckige Schüssel mit etwas Backpapier aus, fettet dieses ganz leicht ein und gießt den Fudge darauf. Gleichmäßig verstreichen.

Das lasst ihr nun irgendwo trocknen. Jetzt könnt Ihr den Fudge in Würfel schneiden - Achtung, meiner war leicht zerbrechlich. In einem verschlossenen Behälter sollte das nun eine Weile halten. 

*Dir Form sollte wirklich klein sein, damit der Fudge kein dünnes Brett wird, sondern man noch halbwegs dicke (1-2cm) Würfel bekommt ;) 

Und weil Fudge zu der Gattung der Süßigkeiten gehört, reiche ich das Rezept noch schnell bei der lieben Anna von Himmlische Süßigkeiten ein! Bei Ihr läuft nämlich gerade ein tolles Event!

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