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16 November 2017

Spekulatius-Cheesecake mit Marzipanstreuseln

Wir alle wissen: jedes Gericht steht und fällt mit der richtigen Würzung. Das ist nicht nur bei herzhaften Speisen so, sondern auch bei süßem Gebäck. 

Im Sommer bei warmen Temperaturen habe ich mein Gebäck gerne leicht. Etwas Vanille und besonders frischer Zitronensaft reichen meistens schon aus. Die vielen süßen Sommerfrüchte bringen dann schon genug intensiven Eigengeschmack mit.






Im Winter hingegen spricht mich eine völlig andere Gewürzpalette an: jetzt verfeinere ich mein Gebäck gerne mit Zimt, Nelken, Muskat, Ingwer, Kardamom (...) oder am besten gleich mit einer bunten Mischung daraus. 

Mein Cheesecake vereint auch gleich mehrere Geschmacksnoten: Würzigen Spekulatius und Marzipan, der ein feines Mandel-Aroma mitbringt.



Und zwischen all den guten Weihnachtsaromen und Gewürzen liegt das Beste: cremiger Cheesecake.


Ich muss Euch wohl nicht sagen, dass ich mich in den Kuchen reinlegen könnte und am liebsten jeden Tag mit einem großen Stück davon zu Frühstück starten würde.

Wenn ihr also noch überlegt, was ihr bis Weihnachten alles backen könntet, dann solltet ihr diesen Cheesecake unbedingt weit oben auf eure Liste setzen!


Spekulatius-Cheesecake mit Marzipanstreuseln

Hinweis vorab: der Käsekuchen braucht lange, um vollständig auszu kühlen. Ich backe ihn deswegen stets am Vorabend und bewahre ihn dann bis zum Verzehr an einem kühlen Ort auf.


Für den Boden:
200 g Plätzchen (Gewürz-Spekulatius)
100 g zerlassene Butter

Für die Füllung:
600 g Frischkäse
250 g Magerquark
125 g Zucker
3 Eier
1/2-1 Tl Spekulatiusgewürz (je nachdem, wie intensiv ihr den Geschmack mögt!)

Für die Streusel:
150 g Mehl
200 g Marzipanrohmasse
30 g Zucker
100 g Butter

Den Backofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Spekulatius fein zerbröseln/mahlen und mit der zerlassenen Butter vermengen.

Tipp: Ich gebe dazu den Spekulatius in eine Schüssel und stampfe ihn eine ganze Weile mit einem Kartoffelstampfer. Ihr könnt den Speakulatius aber auch in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz darüber rollen. Natürlich könnt Ihr auch einfach eine Küchenmaschine nehmen, wenn Ihr eine zur Hand habt.

Die Masse gleichmäßig auf dem Boden einer mit Backpapier ausgelegten 26-er Springform verteilen und fest andrücken.

Den Boden 10 Minuten lang im Ofen vorbacken und kurz auskühlen lassen.

Für die Füllung derweil Eier, Zucker, Frischkäse, Quark und Spekulatiusgewürz miteinander gut verquirlen.

Für die Streusel Mehl, Butter, Marzipan und Zucker miteinander verkneten, bis eine homogene aber noch etwas krümelige Konsistenz erreicht ist. Nun zunächst die Füllung auf dem Boden verteilen, danach die Streusel.

Der Cheesecake muss nun im Ofen noch ca. 40 Minuten lang (je nach Ofen) backen.

Sollten die Streusel zu dunkel werden, einfach locker mit etwas Alufolie bedecken. 

Den Kuchen mit einem Messer vorsichtig vom Rand der Form lösen, dann einige Stunden (am besten über Nacht) vollständig abkühlen lassen. Dann bis zum Verzehr an einem kühlen Ort aufbewahren.

Tipp: Beim Backen kann der Käsekuchen etwas Flüssigkeit verlieren. Damit man sich den Ofen nicht versaut, empfehle ich, die Kuchenform entweder von außen in Alufolie einzukleiden oder beim Backen ein tiefes Backblech unter den Kuchen zu stellen, das die Flüssigkeit auffängt. 





11 November 2017

Karamell - Schoko - Streusel - Happen {vegetarisch oder vegan}

In den Supermärkten lachen mich von allen Seiten schon seit Wochen die Weihnachtssüßigkeiten und Gebäcke an und ich gebe zu: nicht nur einmal ist davon auch etwas in meinem Einkaufswagen gelandet.

So viele bunte Verpackungen: Schneeflöckchen, Lebkuchen, Dominosteine, Weihnachtsmänner, Engelchen.... zu verlockend ist das schier unendliche Angebot. 



Dennoch wissen wir alle irgendwie: so lecker wie das Zeug im Laden auch aussieht, schmeckt es daheim angekommen meistens gar nicht.

Klar... wenn die Sachen erstmal da sind, greift man auch gerne zu. Aber ein richtiger Gaumenschmaus bleibt meistens aus.



Weil ich natürlich in der Vorweihnachtszeit eigentlich nur das beste und leckerste Gebäck genießen möchte, bleibt mir nichts anderes übrig, als es selbst zu zaubern.

Bei mir ist also ein kleines Backfieber ausgebrochen.

Meine Liste ist inzwischen so lang, dass ich das vor Weihnachten unmöglich noch alles schaffen kann.

Trotzdem, irgendwo muss man ja anfangen.

Und das mache ich heute mit diesen wahnsinnig feinen Karamell - Schoko - Streusel - Happen.

Es handelt sich bei dem Kleingebäck um eine Mischung aus Plätzchen und Kuchen.

Unten findet ihr eine Schicht Teig und obendrauf knusprige Streusel.

Dazwischen liegt der beste Teil: cremiges Karamell und Schokolade.

Ihr könnt die Happen übrigens vegetarisch, aber auch ganz leicht vegan zubereiten. Die Alternativen habe ich euch gleich mit aufgeschrieben.

 Lasst es euch schmecken!



Karamell - Schoko - Streusel - Happen

250 g Mehl
250 g Haferflocken
150 g Brauner Zucker
175 g Butter (oder Alsan)
1 Tl Backpulver
1Tl Vanilleextrakt

1 Packung Karamell-bonbons (z.b. Sahne Muh Muhs oder die vegane Alternative . "Kuhbonbons vegan")
50 ml Schlagsahne oder Pflanzensahne (Schlagcreme von Schlagfix)

100 g Schoko-Stückchen oder Chocolate Chips

Den Ofen auf 175° Celsius Ober-/Unterhitze vorheizen.

Für den Teig Mehl, Haferflocken, Zucker, Backpulver und Vanilleextrakt in eine Schüssel geben.

Die Butter erwärmen bis sie flüssig ist und unter die trockenen Zutaten mischen. Zuletzt mit den Händen einmal gut durchkneten, damit sich alles zu einem Teig verbindet. Der Teig darf ruhig noch krümelig sein.

Die Hälfte des Teiges in eine mit Backpapier ausgelegte Backform geben, verteilen und mit den Händen zu einem Boden platt drücken. Das Ganze für 10 Minuten im Ofen vorbacken.

In der Zwischenzeit die Karamellbonbons zusammen mit der Sahne in einem Topf vorsichtig erwärmen und unter Rühren schmelzen, bis die Bonbons sich aufgelöst haben und eine Karamellsauce entstanden ist.

Den Boden aus dem Ofen holen und die Karamellsauce sowie die Schokostückchen darauf verteilen.

Nun die zweite Hälfte des Teiges mit den Händen als Streusel darüber bröseln.

Das ganze muss jetzt noch etwa 15 bis 20 Minuten lang im Ofen backen, bis die Streusel leicht goldbraun sind.

Die Form aus dem Ofen nehmen und die Happen kurz in der Form ruhen lassen. Dann am besten mit dem Backpapier aus der Form lösen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.


In kleine Quadrate schneiden und genießen.

Man kann die Happen genau wie Kekse in einer Keksdose lagern.

20 Oktober 2017

Kokos - Kuchen {vegan}

Heute zeige ich euch einen samtig feinen Kastenkuchen, der sich in 10 Minuten fast von selbst rührt und unglaublich köstlich ist!

Butter oder Öl ist zwar keines drin, dafür aber cremige Kokosmilch! Kalorienarm ist er deswegen zwar nicht, dafür aber unbedingt eine Sünde wert - versprochen!



Vom veganen Backen bin ich übrigens immer noch total angetan, nachdem mir der köstliche Schokoladenkuchen und die Apfel-Vanille-Teilchen so hervorragend gelungen sind.

Es ist, als hätte sich eine ganz neue Backwelt für mich eröffnet - neu und unbekannt - die es nun zu entdecken gilt.

Eines kann ich diesbezüglich festhalten: Kokosmilch im Kuchen ist GIGANTISCH gut!

So eine herrlich cremige Konsistenz mit feiner Kokosnote. Ich kann es gar nicht erwarten, noch mehr feine Rezepte damit zu kreieren!




Sobald der Kuchen aus dem Ofen raus war, wollte ich ihn unbedingt anschneiden. Schließlich duftet er so fein und er Anschnitt muss schließlich auch noch fotografiert werden, bevor es dunkel wird.

Aber wisst ihr, was man bekommt, wenn man noch warmen Kuchen schneidet? PATSCHE-MATSCHE-Kuchen. 

Falls der Kuchen also leicht klitschig erscheint - das täuscht und ist allein meiner Ungeduld geschuldet! :)


Also gut, hier nun endlich das feine Rezept!

Probiert es unbedingt einmal aus!


Kokos-Kuchen

300 g Mehl
50 g Kokosraspel
1 Prise Salz
1 Päckchen Backpulver
150 g Zucker

1 Tl Vanilleextrakt
1/2 Zitrone, davon der Saft
400 ml Kokosmilch (1 Dose)

Für die Glasur:
Puderzucker
Zitronensaft
Kokos-Chips als Dekoration

Den Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Mehl, Kokosraspel, Salz, Backpulver und Zucker vermischen.

Die Kokosmilch kurz in der Mikrowelle erwärmen, damit der festere Teil flüssig wird und eine homogene Masse entsteht.

Die Kokosmilch zu den trockenen Zutaten geben, ebenso wie das Vanilleextrakt und den Zitronensaft. Alles gut miteinander verquirlen.

Den Teig in eine gefettete 30 cm große Kastenform geben und bei 175°C Ober-/ Unterhitze ca. 45-55 Minuten backen.

Mit einem Zahnstocher testen, ob der Kuchen durchgebacken ist. Ca. 15 Min. in der Form ruhen lassen, dann ganz vorsichtig lösen und stürzen.

Aus Puderzucker und Zitronensaft eine Glasur geben und den fertigen Kuchen damit bestreichen. Mit Kokos-Chips bestreuen.



17 Oktober 2017

Apfel - Vanille -Teilchen {vegan oder vegetarisch}

Zum Glück sind Äpfel nicht so wetterfühlig wie Beeren und sind somit - je nach Sorte - ganzjährig verfügbar. Gerne esse ich sie roh, noch lieber verarbeite ich sie aber weiter zu feinen Leckereien. 

Und weil ich Äpfel so gerne esse, haben sich auf Penne im Topf schon so einige Rezepte angesammelt. Da wären zum Beispiel meine Apfel-Zimt-Schnecken, mein Apple-Marzipan-Crumble, meine Apfel-Quark-Knödel, mein Apfel-Walnusskuchen mit Amarettini-Streuseln, meine Hasselback Apples, oder mein herzhaftes Gorgonzola-Apfel-Risotto

Kurz gesagt: Äpfel sind unheimlich vielseitig und es gibt immer einen guten Grund, welche zu kaufen!


Es hat mich also mal wieder die Lust auf Äpfel gepackt und diesmal wollte ich mich an etwas Neues wagen: einen veganen "Quark"-Öl-Teig für schnelle Apfel-Vanille-Teilchen. Ich hatte Euch ja schon erzählt, dass ich momentan ein wenig mit der veganen Backkunst experimentiere - und das bislang sogar sehr erfolgreich.

So habe ich gerade erst neulich diesen einfachen aber gleichzeitig hervorragend saftigen und geschmackvollen veganen Schokoladenkuchen gebacken. Ausprobieren lohnt sich!



Ich bin selbst ganz überrascht, dass auch dieses Backexperiment hervorragend geklappt hat! Statt des Magerquarks in meinem Standard-Quark-Öl-Teig-Rezept habe ich diesmal einfach Vanille-Sojajoghurt verwendet. Die Mehlmenge habe ich folglich etwas erhöht, da der Joghurt flüssiger ist als Magerquark. 

Geschmacklich fällt der Unterschied gar nicht auch und auch die Konsistenz ist genauso, wie ich es mir erhofft habe: luftig-fluffig! 

Wer nicht vegan backen möchte, der kann statt des Sojajoghurts natürlich auch einfach Normalen Naturjoghurt verwenden. Oder ihr verwendet Magerquark und reduziert dann die Mehlmenge um 50 Gramm. 

Ich bin wirklich begeistert, wie einfach es sich ohne Tierprodukte backen lässt und dass man wirklich keinerlei Abstriche machen muss. Ich habe die feinen Apfel-Vanille-Teilchen jetzt schon mehrfach mit zu Freunden und Familie genommen und sie kamen immer hervorragend an. 

Klar, dass ich das Rezept mit Euch teile!



Apfel - Vanille - Teilchen 

200 g Soja-Vanillejoghurt (ich habe den von Alpro verwendet)
100 g Zucker
100 g Öl, geschmacksneutral (z.B. Sonnenblumenöl)
1 Tl Vanilleextrakt (oder das Mark einer Vanilleschote) 

1 Tl Backpulver, gehäuft
350 g Mehl
1 Prise Salz

3 Äpfel
1/2 Zitrone, davon der Saft

Zimt-Zucker-Gemisch 

Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Zuerst die Äpfel klein würfeln und in einer Schüssel mit dem Zitronensaft vermengen.

In einer anderen Schüssel Joghurt, Zucker, Öl und Vanilleextrakt verrühren. Die trockenen Zutaten nach und nach Unterrühren. Zuletzt die Apfelstücke untermengen. Es entsteht ein klebriger Teig.

Mit 2 Löffeln ca. faustgroße Ballen mit ausreichend Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen.

Die Ballen ca. 20-25 Minuten backen, bis die Ränder leicht gebräunt sind.

Noch warm in einem Gemisch aus Zucker und Zimt wälzen, dann vollständig auskühlen lassen.

Tipp: Wer nicht vegan backen möchte, ersetzt den Sojajoghurt einfach durch Naturjoghurt. Oder durch Magerquark, dann benötigt ihr aber nur ca. 300 g Mehl. 

08 Oktober 2017

Köstlicher Schokoladenkuchen {VEGAN}


Obwohl ich davon überzeugt bin, dass man auch ganz ohne Eier, Milch und Butter hervorragend kochen und backen kann, ist die vegane Backkunst für mich noch sehr neu und unentdeckt. Dementsprechend vorsichtig taste ich mich heran.

Zwar würde ich mich generell als erfahrenen Bäcker bezeichnen, ohne Tierprodukte steht man aber plötzlich vor ganz neuen Herausforderungen: Wie erziele ich die richtige Konsistenz? Wie entsteht Bindung ohne Eier? Welche Pflanzenmilch schmeckt man im Teig nicht heraus? 

Das sind nur ein paar Fragen, die mich beim veganen Backen begleiten. Kurz gesagt: Man muss viele Dinge, die bereits selbstverständlich waren, ganz neu erlernen.




Deswegen schaue ich mir natürlich auch sehr gerne Tipps und Tricks von Menschen ab, die auf diesem Gebiet bereits mehr Erfahrung vorweisen können als ich. So wurde ich gleich hellhörig, als ich im Internet den Rezepttitel "The BEST Chocolate Cake Ever...that happens to be VEGAN" las. Der beste Schokoladenkuchen aller Zeiten, der rein zufällig auch noch vegan ist? Klar, dass ich den ausprobieren musste.

Also schnell die Zutaten umgerechnet, ein wenig nach persönlichem Belieben angepasst und schon kann es losgehen!

Mein Fazit: der Kuchen ist super saftig, sehr schokoladig und einfach nur total lecker! Einfach ein  richtig leckerer Schokoladenkuchen und niemand würde vermuten, dass es sich hierbei um einen veganen Kuchen handelt.



Veganer Schokoladenkuchen

200 g Mehl
200 g Zucker
50 g Kakaopulver (dunklen Backkakao - keine Trinkschokolade!)
1/2 Tl Salz
1 Tl Natron
1/2 Tl Backpulver
250 ml warmes Wasser
70 g Öl, geschmacksneutral (ich nehme dann immer Sonnenblumenöl)
1 Tl Vanilleextrakt (ersatzweise Vanillezucker, dann aber von der Zuckermenge etwas abziehen!)
1 Tl Apfelessig

Für die Glasur:
Zartbitterkuvertüre (meistens sind die eh vegan, hier auf der Packung nachsehen!)
oder Schokolade (ab 70 % Kakaoanteil)

Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.


Alle Zutaten nach und nach zu einem glatten Teig ohne Klümpchen verrühren und in eine gefettete 26er Springform gießen. 

Den Kuchen auf der mittleren Schiene ca. 35-45 Minuten backen. Mit einem Zahnstocher ganz einfach testen, ob er durchgebacken ist. Hierzu mit einem Zahnstocher in die Mitte (bis runter zum Boden der Form) stechen. Wenn kein flüssiger Teig mehr am Stäbchen klebt, ist der Kuchen fertig.

Die Schokolade über dem Wasserbad schmelzen und gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen.


01 Oktober 2017

Spaghetti - Pizza



Ich habe ja schon etwas gezögert, die Spaghetti-Pizza hier auf dem Blog zu veröffentlichen. Warum? Naja, ehrlicherweise braucht man dafür bestimmt kein Rezept oder genaue Mengenangaben.


Man bastelt einfach einen Pizzateig nach Gusto (oder kauft ihn schon fertig), packt Nudeln mit Tomatensauce drauf, vielleicht noch ein paar Tomaten und überbackt das Ganze mit etwas Käse. Sehr unspektakulär, oder? 

Warum sie es trotzdem auf den Blog geschafft hat, fragt ihr euch? 



Weil ich meinen Blog nicht nur als Rezeptdatenbank verstehe, sondern auch als Food-Inspiration. Denn mal ehrlich: Wer kocht schon ständig Blogger-Rezepte 1 zu 1 nach? Also ich jedenfalls nicht. Oft sind es nämlich nicht die genauen Zutaten oder Mengen, die mich interessieren. Was mich viel mehr inspiriert, sind Ideen. Neue Kombinationen von Lebensmitteln und Bilder, die mir das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen!

Die genauen Rezepte merke ich mir nicht, speichere selten etwas ab, koche selten etwas exakt nach. Aber die Inspiration, das Ideen-Feuerwerk in meinem Kopf, das losgeht, sobald ich geile Food-Bilder sehe, das ist es was ich wirklich an Foodblogs liebe.




Nun habt ihr also meine Idee. Eine Pizza mit Spaghetti drauf. Und bestimmt bin ich auch nicht die Erste mit der Idee. Nudeln auf Pizza kann man schließlich schon seit Jahren in jedem Supermarkt käuflich erwerben. 

Aber vielleicht bewegt euch ja dieser Post dazu, es endlich mal selbst ausprobieren. Denn die Kombi aus Pizza und Pasta ist einfach super lecker!

Wie ich meinen Pizzateig mache, könnt ihr hier nachlesen:
Pizzateig
Pizzateig nach Gefühl - eine Anleitung

Die fertig gekochten Nudeln schwenkt ihr einfach in ordentlich Tomatensauce und verteilt sie gleichmäßig auf der Pizza - nicht zu dick, sonst wird der Boden matschig. Ihr müsst natürlich nicht extra Nudeln kochen; nehmt doch einfach das übrig gebliebene Nudelgericht vom Vortag! 





27 September 2017

Buttermilk - Pancakes {neu aufgelegt}

Wenn man eine ganze Weile lang einen Blog führt, findet automatisch eine Entwicklung statt. Die Ansichten verändern sich, der Geschmack ändert sich und mit ihm auch die Art der Rezepte und die Texte. 

Equipment und Know-How verändern (hoffentlich verbessern!) sich natürlich auch und wenn ich manchmal durch die ersten Seiten des Blogs scrolle, gruselt es mich beim Anblick der Bilder schon ein wenig.

Macht Euch deshalb gefasst auf einen Post, voller neuer Pancake-Fotos! 



Versteht mich nicht falsch, die Entwicklung von schlechten Bildern zu besseren Bildern ist völlig normal und es gibt keinen Grund, sich für die Anfänge zu schämen - aber manchmal packt mich schon das Bedürfnis, das eine oder andere Rezept mit neuen, besseren Fotos zu versehen.

So auch bei diesem Rezept. Das hat es nämlich wirklich verdient!



Warum ausgerechnet dieses Rezept heute noch einmal verblogt wird, hat aber viele Gründe. Zum einen ist es eines der Rezepte, die mich schon am längsten begleiten. Bereits 2010 habe ich das Rezept als "Fluffy Buttermilk Pancakes" auf der Kochplattform Chefkoch veröffentlicht. Es gab eine Zeit, kurz nach meinem Abitur, da war ich dort sehr aktiv, habe viele Rezepte veröffentlicht. Von Blogs hatte ich damals noch nie gehört und die Vorstellung, einen eigenen Food-Blog zu haben, lag jenseits meines Horizonts. 

Inzwischen wurde ich  - wohl wegen Inaktivität - aus dem Chefkoch-System entfernt und bin somit als Urheber nicht mehr der Pancakes erkennbar, mein Rezept ist in der Datenbank jedoch immer noch das beliebteste Pancake-Rezept. Und das aus gutem Grund.




Das Rezept ist einfach richtig, richtig gut und wenn man ein wenig American-Breakfast-Feeling haben möchte, dann würde ich immer genau dieses Rezept als Einstieg empfehlen. 
Außerdem ist es eines der Rezepte, die ich auch nach Jahren immer noch regelmäßig koche. Viele Rezepte geraten mit der Zeit in Vergessenheit, nur die wirklich guten bleiben.

An dieser Stelle übrigens eine kleine Entschuldigung dafür, dass ich Euch mit SO vielen Pancake-Fotos zuspamme. Ich fotografiere mein Essen ja nun schon ein wenig länger und eigentlich haut mich wenig vom Hocker. 

Aber Pancakes versetzen mich immer wieder in Entzückung, weil ich sie so wahnsinnig hübsch und fotogen finde. 





Hier aber nun ohne weitere Umschweife das Rezept. Eines meiner ganz großen Lieblinge.

Ein paar Anmerkungen habe ich vorgenommen zur ersten Version

Fluffige Buttermilk Pancakes


3 El Butter
400 ml Buttermilch (ersatzweise halb Milch, halb Joghurt)
2 Eier
250 g Mehl
1/2 - 1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
50 g Zucker (Ich nehme ja gerne etwas mehr, aber ich mag es auch sehr süß. Kommt auch auf das Topping an!) 
1 Pck. Vanillezucker (oder Extrakt, auch sehr fein!)
Die Butter in einem Topf schmelzen, dann beiseite stellen und ein wenig abkühlen lassen. In einer Schüssel Buttermilch und Eier gut miteinander verquirlen. 



In einer anderen Schüssel Mehl, Salz, Backpulver, Zucker und Vanillezucker mischen. Die feuchten Zutaten (auch die zerlassene Butter) zu dem Mehlgemisch geben und alles gut verrühren.

Den Teig in der Schüssel ruhen lassen, bis die Pfanne heiß ist (ca. 10 Minuten).


Je Pfannkuchen 1,5-2 El Teig in die mit Fett bestrichene Pfanne geben. Die Hitze sollte niedrig bis mittel sein - auf keinen Fall zu heiß. Wenn sich an der Oberfläche Bläschen bilden, den Pfannkuchen wenden und auch von der anderen Seite goldbraun backen.

Serviervorschlag: Obwohl ich Pancakes hoch gespapelt am hübschesten finde, esse ich sie gerne so mit Zimt und Zucker!


23 September 2017

Flammkuchen mit Pilzen, Kirschtomaten, Pinienkernen und Rosmarin

Es gibt ja wahnsinnig viele Gerichte, die total wandelbar sind. Salate Aufläufe Nudelgerichte Kuchen - die Liste ließe sich beliebig fortsetzen - von allen kann man quasi unzählige Varianten zubereiten.

Ein weiteres Gericht mit abertausenden Variationsmöglichkeiten ist der Flammkuchen. Ähnlich wie die gute alte Pizza kann man das herzhafte Gebäck mit allem belegen, was einem gerade in den Sinn kommt.



Als großer Fan des Flammkuchens habe ich natürlich schon so einige Rezepte veröffentlicht. Da wären zum Beispiel der Elsässer Flammkuchen, zur Saison passend ein Kürbis-Flammkuchen mit Ziegenkäse,  ein käsiger Flammkuchen mit Preiselbeeren und Camembert oder mein unangefochtener Liebling: Lauch-Flammkuchen. Eine Variante mit Pilzen gibt es sogar auch schon, nämlich mit Champignons und Thymian-Knoblauch-Öl.

Ach ja, das meist geklickte Rezept auf diesem Blog ist seit Jahren übrigens unangefochten der blitzschnelle Flammkuchen-Toast. Vielleicht sollte ich mal überlegen, aus dem Flammkuchen-Thema eine Serie zu machen. Meine Ideen hierzu sind endlos!




Nun habe ich hier also mal wieder eine köstliche neue Version für Euch, diesmal mit gemischten Pilzen (Champignons und Pfifferlinge), aromatischen Kirschtomaten, Pinienkernen und Rosmarin.

Der Belag ist schon allein wunderbar geschmackvoll! Den gewissen Kick gab am Ende noch ein wenig Crema di Balsamico. Das Zeug ist so herrlich, das könnte ich fast an alles drangeben. Geht es noch wem so??

Was ist Euer Flammkuchen-Favorit?



Flammkuchen mit Pilzen, Kirschtomaten, Pinienkernen und Rosmarin

Teig:

250 g Mehl
100 ml warmes Wasser
2 Tl Öl
Salz

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Abdecken und ruhen lassen, bis es weiter geht.

Belag:
200 g Creme Fraiche
3 El Schlagsahne oder ein Schuss
60 g Emmentaler, gerieben
Salz, Pfeffer
1 große Handvoll Pfifferlinge, geputzt
1 große Handvoll Champignons, geputzt und in Scheiben geschnitten
150 g Kirschtomaten, halbiert
1 kleine rote Zwiebel, in feine Ringe geschnitten
Pinienkerne, Rosmarin

Optional: Crema di Balsamico

Für den Belag Creme Fraiche in eine Schüssel geben und mit etwas Schlagsahne zu einer geschmeidigen Masse verrühren. Etwas Rosmarin kleinhacken und unterrühren. Den Käse zuletzt unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Pilze in einer heißen Pfanne in wenig Öl für ca. fünf Minuten lang anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Jetzt kommt es darauf an, ob Ihr einen großen oder 2 einzelne Flammkuchen backen möchtet. Ihr teilt den Teig also entweder in 2 Portionen, die ihr dünn ausrollt, oder rollt die gesamte Teigmenge auf Blechgröße aus. 

Jetzt verteilt Ihr zuerst die Creme gleichmäßig auf dem Teig, wobei ihr einen kleinen Rand lasst. Dann belegt ihr das Ganze noch mit den Pilzen, den Kirschtomaten und den Zwiebelringen, darüber streut ihr zuletzt die Pinienkerne.

Backt den/die Flammkuchen bei 220°C Ober-/Unterhitze für ca. 20 Minuten, bis erein wenig Farbe genommen hat. 

Zuletzt streue ich noch etwas Rosmarin und frischen Pfeffer über den fertigen Flammkuchen. Sehr gut schmeckt es auch, wenn man noch etwas Balsamico Creme über dem Flammkuchen verteilt. 

24 Januar 2016

Schoko - Kirschkuchen mit Cheesecake - Schicht und Streuseln

Nachdem ich von dem ganzen Süßkram in der Weihnachtszeit erst mal gründlich die Nase voll hatte, hat sich in den letzten Tagen dann doch mal wieder ein kleines Hüngerchen auf etwas Süßes eingestellt.

Ich habe mich dann im Internet auf die Suche nach einem feinen Kuchen-Rezept begeben und NATÜRLICH - wie sollte es auch anders sein - hatte ich für kein einziges Rezept alle Zutaten im Haus. Für einen Cheesecake hatte ich zu wenig Frischkäse, für einen Sreuselkuchen nichts Gescheites für unter die Streusel...und ein einfacher Rührkuchen war mir dann doch zu langweilig.


Gut, zum nächsten Supermarkt wäre es nicht weit gewesen, aber bei Kuchenhunger und Mistwetter noch mal das Haus verlassen? Nö. Ich habe mich daher für eine eigene Kreation entschieden. Dafür habe ich einfach alle Kuchenrezepte dieser Welt (naja, nicht ganz, nur fast) zusammen geschmissen.

Den Boden bildet der langweilige aber gute Rührkuchen. Manche nennen es auch "Ameisenkuchen", weil kleine Schokostreusel (bzw. die Reste der Weihnachts-Schoki) drin sind. Darauf kommt eine  kleine aber cremige Cheesecake-Schicht und natürlich die Kirschen. Oben drauf befinden sich feine Butterstreusel, wie ich sie liebe. Mmmhh!! Ultra lecker! Experimentieren (und zu faul sein zum Einkaufen!) kann sich lohnen! ;)



Schoko - Kirschkuchen mit Cheesecake - Schicht und Streuseln 

Für den Rührteig-Boden

125 g Butter
125 g Zucker
2 Eier
125 ml Milch
1 Tl Backpulver
100 g Schokolade, geraspelt
250 g Mehl

1 Glas Schattenmorellen, gut abgetropft

Alle Zutaten nacheinander miteinander verquirlen und den Teig in einer eingefetteten 26-er Springform verstreichen. Die Schattenmorellen darauf verteilen.

Für die Cheesecake-Schicht

250 g Frischkäse
60 g Zucker
1 Ei

Alles miteinander verquirlen und über die Kirschen gießen.

Für die Streusel

125 g Zucker
150 g Butter
150 g Mehl

Alle Zutaten mit den Händen oder Knethaken zu Streuseln verkneten und auf dem Kuchen verteilen.

Den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 180°C ca. 1 Stunde und 10 Minuten backen.

Evtl. mit etwas Alufolie abdecken. Die Backzeit kann je nach Ofen etwas variieren.


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