17 Oktober 2017

Apfel - Vanille -Teilchen {vegan oder vegetarisch}

Zum Glück sind Äpfel nicht so wetterfühlig wie Beeren und sind somit - je nach Sorte - ganzjährig verfügbar. Gerne esse ich sie roh, noch lieber verarbeite ich sie aber weiter zu feinen Leckereien. 

Und weil ich Äpfel so gerne esse, haben sich auf Penne im Topf schon so einige Rezepte angesammelt. Da wären zum Beispiel meine Apfel-Zimt-Schnecken, mein Apple-Marzipan-Crumble, meine Apfel-Quark-Knödel, mein Apfel-Walnusskuchen mit Amarettini-Streuseln, meine Hasselback Apples, oder mein herzhaftes Gorgonzola-Apfel-Risotto

Kurz gesagt: Äpfel sind unheimlich vielseitig und es gibt immer einen guten Grund, welche zu kaufen!


Es hat mich also mal wieder die Lust auf Äpfel gepackt und diesmal wollte ich mich an etwas Neues wagen: einen veganen "Quark"-Öl-Teig für schnelle Apfel-Vanille-Teilchen. Ich hatte Euch ja schon erzählt, dass ich momentan ein wenig mit der veganen Backkunst experimentiere - und das bislang sogar sehr erfolgreich.

So habe ich gerade erst neulich diesen einfachen aber gleichzeitig hervorragend saftigen und geschmackvollen veganen Schokoladenkuchen gebacken. Ausprobieren lohnt sich!



Ich bin selbst ganz überrascht, dass auch dieses Backexperiment hervorragend geklappt hat! Statt des Magerquarks in meinem Standard-Quark-Öl-Teig-Rezept habe ich diesmal einfach Vanille-Sojajoghurt verwendet. Die Mehlmenge habe ich folglich etwas erhöht, da der Joghurt flüssiger ist als Magerquark. 

Geschmacklich fällt der Unterschied gar nicht auch und auch die Konsistenz ist genauso, wie ich es mir erhofft habe: luftig-fluffig! 

Wer nicht vegan backen möchte, der kann statt des Sojajoghurts natürlich auch einfach Normalen Naturjoghurt verwenden. Oder ihr verwendet Magerquark und reduziert dann die Mehlmenge um 50 Gramm. 

Ich bin wirklich begeistert, wie einfach es sich ohne Tierprodukte backen lässt und dass man wirklich keinerlei Abstriche machen muss. Ich habe die feinen Apfel-Vanille-Teilchen jetzt schon mehrfach mit zu Freunden und Familie genommen und sie kamen immer hervorragend an. 

Klar, dass ich das Rezept mit Euch teile!



Apfel - Vanille - Teilchen 

200 g Soja-Vanillejoghurt (ich habe den von Alpro verwendet)
100 g Zucker
100 g Öl, geschmacksneutral (z.B. Sonnenblumenöl)
1 Tl Vanilleextrakt (oder das Mark einer Vanilleschote) 

1 Tl Backpulver, gehäuft
350 g Mehl
1 Prise Salz

3 Äpfel
1/2 Zitrone, davon der Saft

Zimt-Zucker-Gemisch 

Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Zuerst die Äpfel klein würfeln und in einer Schüssel mit dem Zitronensaft vermengen.

In einer anderen Schüssel Joghurt, Zucker, Öl und Vanilleextrakt verrühren. Die trockenen Zutaten nach und nach Unterrühren. Zuletzt die Apfelstücke untermengen. Es entsteht ein klebriger Teig.

Mit 2 Löffeln ca. faustgroße Ballen mit ausreichend Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen.

Die Ballen ca. 20-25 Minuten backen, bis die Ränder leicht gebräunt sind.

Noch warm in einem Gemisch aus Zucker und Zimt wälzen, dann vollständig auskühlen lassen.

Tipp: Wer nicht vegan backen möchte, ersetzt den Sojajoghurt einfach durch Naturjoghurt. Oder durch Magerquark, dann benötigt ihr aber nur ca. 300 g Mehl. 

14 Oktober 2017

Paprika - Reispfanne

Dieser Beitrag enthält Werbung für Rii Jii Basmati-Reis.



Endlich Wochenende! Und diesmal habe ich es mir so richtig verdient! Die letzten Tage habe ich nämlich mit meiner 5. Klasse in einer Jugendherberge im idyllischen Sauerland verbracht. Meine Tage (und Nächte!) waren somit voll von aufgeregten Kindern, Nachtwanderungen, Gruppenspielen und ein paar Heimwehtränen, die mithilfe spezieller Heimwehpflaster zum Glück schnell wieder getrocknet waren.

Sogar das Essen in der Jugendherberge war für Kantinenkost echt lecker, nur war der Speiseplan ziemlich an den durchschnittlichen Kindergeschmack angepasst. Das bedeutete in diesem konkreten Fall: der Hauptbestandteil jeder Mahlzeit bestand aus Nudeln. Mal Spaghetti, mal Tortellini, mal Spätzle. 

Für mich war daher sofort klar, dass es dieses Wochenende ganz sicher KEINE Nudeln geben würde. 

Sondern Reis!


Da traf es sich gut, dass ich noch einen ganzen Sack Rii-Jii-Reis daheim hatte, der ausprobiert werden wollte. 

Die Marke halte ich aus vielen Gründen für empfehlenswert: zum einen ist der Reis fair gehandelt und somit auch fairtrade-zertifiziert. Gerade bei Produkten, die in weit entfernten Teilen der Erde extra für uns produziert werden, ist ein fairer Handel unbedingt zu unterstützen. Wenn man im Supermarkt ins Regal greift, macht man sich ja oft gar keine Vorstellung davon, woher die Lebensmittel eigentlich gekommen sind. Der Basmatireis von Rii Jii wird am Fuße des Himalaja geerntet. Sein Anbau ist außerdem sehr arbeitsintensiv und erfordert viel Handarbeit. Umso wichtiger, dass dieser Prozess unter fairen Bedingungen abläuft. 

Rii Jii arbeitet zudem so transparent, dass man bei jeder Reissorte genau erfahren kann, wo exakt sie angebaut wurde. Die Marke bietet nur wenige ausgewählte Reissorten an, diese aber alle in Bio-Qualität. Zwar kaufe ich nicht ausschließlich Bioprodukte, versuche aber immer häufiger auch auf einen biologischen Anbau zu achten.

Wenn Ihr Reis-Fans seid, die gerne hochwertigen Reis (auch in großen Mengen!) bestellen möchten, dann werft doch gerne mal einen Blich auf Rii Jii, wenn Ihr mögt.



Ich habe mich aus dem Sortiment für den Vollkorn-Basmatireis entschieden. 

Daraus habe ich eine schnelle und sehr leckere Paprika-Reispfanne gezaubert. Das Gericht ist völlig unkompliziert und bekommt ganz schnell mithilfe toller Gewürze einen raffinierten Geschmack.

Für mich ein absolutes Alltagsessen, das man beliebig abwandeln kann. Bei mir gab es zu der Reispfanne zum Beispiel eine schnelle Guacamole, frische Tomaten und Basilikum. Ich könnte mir das Ganze aber auch prima mit Salsa und Sour Cream vorstellen. Da sind das Fantasie keine Grenzen gesetzt! 

Lasst es Euch schmecken!



Paprika - Reispfanne

250 g Reis
500 ml Gemüsebrühe

Die Gemüsebrühe zum Kochen bringen, dann den Reis zugeben und nach Packungsanweisung so lange kochen, bis er gar ist.

3 Paprikaschoten, bunt gemischt
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Chilischote
2 Knoblauchzehen
1 Zwiebel
5 El Tomatenmark
2 El Paprikamark
150 ml Gemüsebrühe
1/2 Zitrone, davon der Saft
Salz, Pfeffer
Mexikanische Gewürzmischung (z.B. Taco-Gewürz, ich habe etwas von meinem Cajun-Spice-Mix drangegeben)

Zum Anrichten:
Frische Tomaten, in Scheiben geschnitten
Basilikum

Eine Avocado, zerdrückt und mit etwas Salz, Pfeffer und Zitronensaft vermengt


Die Paprikaschoten klein würfeln, die Frühlingszwiebeln und die Chilischote in feine Ringe schneiden. Wenn es nicht so scharf werden soll, die Chilischote ohne die Kerne weiterverarbeiten. Die Zwiebel und den Knoblauch hacken.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel kurz andünsten. Dann den Knoblauch zugeben und kurz mit anschwitzen. Das restliche Gemüse zugeben und ein paar Minuten scharf anbraten. Tomatenmark, Paprikamark, den fertigen Reis und etwas Gemüsebrühe zugeben und alles verrühren. 

Mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und mexikanischer Gewürzmischung abschmecken.

Mit Tomaten und Guacamole anrichten. 

Tipp: Das Ganze schmeckt auch kalt sehr lecker!

08 Oktober 2017

Köstlicher Schokoladenkuchen {VEGAN}


Obwohl ich davon überzeugt bin, dass man auch ganz ohne Eier, Milch und Butter hervorragend kochen und backen kann, ist die vegane Backkunst für mich noch sehr neu und unentdeckt. Dementsprechend vorsichtig taste ich mich heran.

Zwar würde ich mich generell als erfahrenen Bäcker bezeichnen, ohne Tierprodukte steht man aber plötzlich vor ganz neuen Herausforderungen: Wie erziele ich die richtige Konsistenz? Wie entsteht Bindung ohne Eier? Welche Pflanzenmilch schmeckt man im Teig nicht heraus? 

Das sind nur ein paar Fragen, die mich beim veganen Backen begleiten. Kurz gesagt: Man muss viele Dinge, die bereits selbstverständlich waren, ganz neu erlernen.




Deswegen schaue ich mir natürlich auch sehr gerne Tipps und Tricks von Menschen ab, die auf diesem Gebiet bereits mehr Erfahrung vorweisen können als ich. So wurde ich gleich hellhörig, als ich im Internet den Rezepttitel "The BEST Chocolate Cake Ever...that happens to be VEGAN" las. Der beste Schokoladenkuchen aller Zeiten, der rein zufällig auch noch vegan ist? Klar, dass ich den ausprobieren musste.

Also schnell die Zutaten umgerechnet, ein wenig nach persönlichem Belieben angepasst und schon kann es losgehen!

Mein Fazit: der Kuchen ist super saftig, sehr schokoladig und einfach nur total lecker! Einfach ein  richtig leckerer Schokoladenkuchen und niemand würde vermuten, dass es sich hierbei um einen veganen Kuchen handelt.



Veganer Schokoladenkuchen

200 g Mehl
200 g Zucker
50 g Kakaopulver (dunklen Backkakao - keine Trinkschokolade!)
1/2 Tl Salz
1 Tl Natron
1/2 Tl Backpulver
250 ml warmes Wasser
70 g Öl, geschmacksneutral (ich nehme dann immer Sonnenblumenöl)
1 Tl Vanilleextrakt (ersatzweise Vanillezucker, dann aber von der Zuckermenge etwas abziehen!)
1 Tl Apfelessig

Für die Glasur:
Zartbitterkuvertüre (meistens sind die eh vegan, hier auf der Packung nachsehen!)
oder Schokolade (ab 70 % Kakaoanteil)

Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.


Alle Zutaten nach und nach zu einem glatten Teig ohne Klümpchen verrühren und in eine gefettete 26er Springform gießen. 

Den Kuchen auf der mittleren Schiene ca. 35-45 Minuten backen. Mit einem Zahnstocher ganz einfach testen, ob er durchgebacken ist. Hierzu mit einem Zahnstocher in die Mitte (bis runter zum Boden der Form) stechen. Wenn kein flüssiger Teig mehr am Stäbchen klebt, ist der Kuchen fertig.

Die Schokolade über dem Wasserbad schmelzen und gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen.


03 Oktober 2017

Herbstliches Balsamico-Ofengemüse mit Couscous und Tomatensauce

Dieser Beitrag enthält Werbung für Le Creuset.

Ofengemüse ist bei mir ein ganzjähriger Favorit! In Frühling und Sommer gerne etwas mediterran angehaucht, z.B. mit Zucchini, Tomaten, Auberginen und Paprika und in Herbst und Winter mit allem, was das saisonale Angebot hergibt.

Ganz wichtig: schön bunt muss es sein! 





In meiner aktuellen Ofengemüse-Kreation stecken Möhren, rote Zwiebeln, Kürbis und Rosenkohl. 

Ja richtig! Rosenkohl! Während ich die kleinen Röschen früher total BÄH fand, haben sie sich inzwischen zu einer meiner Leibspeisen gemausert. Das liegt auch ganz besonders an der Zubereitung. Wenn ihr Rosenkohl nicht mögt, dann solltet ihr unbedingt einmal ausprobieren, ihn im Ofen zu backen. Für Einsteiger empfehle ich sehr gerne den gerösteten Rosenkohl mit Honig und Parmesan oder - wenn ihr eher auf Pasta und Sauce steht - meine Spaghetti mit Rosenkohl und Tomatensauce

Beide Gerichte sind überaus köstlich und könnten sogar Rosenkohl-Skeptiker überzeugen.




Während sich der Couscous mit dem Wasserkocher quasi von allein zubereitet hat, habe ich das Ofengemüse und die Tomatensauce in meinen neuen Brätern von Le Creuset (einmal oval, 35 cm und einmal rund, 24 cm) zubereitet. 

Man kann in den feinen Teilen nicht nur Fleisch schmoren (das kommt einem vermutlich zuerst in den Sinn, wenn man an Bräter denkt), sondern auch Eintöpfe, Curries, Risottos oder Aufläufe zaubern und sogar Brot backen. Dass der Hersteller ebenfalls von der Qualität seiner Produkte überzeugt ist, zeigt die lebenslange Garantie, die man auf diese Bräter erhält. 

Sie bestehen aus emailliertem Gusseisen und werden in Frankreich produziert. Im Lande der Gourmets weiß man eben, was gut ist. Meine beiden Bräter sind in einem kräftigen Kirschrot gehalten - die Farbe hat mich gleich angesprochen. Es gibt aber noch viele weitere Farben.  



Das Ofengemüse eignet sich ganz prima für die Zubereitung im Bräter, da sich durch das Material und die dadurch entstehende Hitze herrliche Röstaromen bilden. 

Und diese Röstaromen haben es auch geschmacklich in sich, denn sie werden durch zwei ganz besondere Zutaten verstärkt: dunklen Balsamico-Essig und Ahornsirup (oder Honig). Beides karamellisiert nämlich im Ofen und gibt dem Gemüse einen besonders feinen und runden Geschmack!

Alternativ könnt ihr das Gemüse auch auf einem Backblech oder einer Auflaufform zubereiten. Wenn ihr aber einen feinen Bräter habt, dann lasst ihn nicht bis Weihnachten im Schrank verstauben (dazu ist er doch viel zu schade!), sondern zaubert mal dieses feine Ofengemüse darin! 




Hier nun das Rezept:

Herbstliches Balsamico-Ofengemüse mit Couscous und Tomatensauce

Den Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Für das Ofengemüse:
1/2 Hokkaido-Kürbis, entkernt und klein gewürfelt
500 g Rosenkohl, geputzt und halbiert
3 große Möhren, geschält und in Scheiben geschnitten
4 kleine rote Zwiebeln, geviertelt

Marinade:
5 El Balsamico-Essig
3 El Öl
3 El Ahornsirup
Salz, Pfeffer

Für später:
Couscous, Menge nach Hunger
Rucola

Das mundgerecht vorbereitete Gemüse in eine Schüssel geben. Alle Zutaten für die Marinade hinzufügen und gut durchmischen.

Das Gemüse in einen Bräter geben und gleichmäßig verteilen. Mit geöffnetem Deckel 35-45 Minuten schmoren, zwischendurch mal mit einem Kochlöffel rühren, , um das Gemüse zu wenden. 

Währenddessen den Couscous nach Packungsanweisung garen und die Tomatensauce zubereiten.

Für die Tomatensauce: 

1 Zwiebel1 Knoblauchzeheetwas Olivenöl1 große Dose Tomaten (800g) oder die gleiche Menge passierte TomatenSalz, PfefferBasilikum, (evtl. auch noch Thymian + Rosmarin+Oregano)Parmesan
Zwiebel und Knoblauch schälen und würfeln. etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin glasig dünsten.
Tomaten samt Saft zugeben. Aufkochen und auf kleiner Flamm 30 Min. köcheln lassen. Evtl.  pürieren - bei passierten Tomaten braucht man das nicht. Zum Schluss noch etwa 2 El Öl unterziehen und mit Salz, Pfeffer gehackten Kräutern würzen.


Wenn das Ofengemüse gar ist schöne Röstaromen entwickelt hat, ist es an der Zeit, alles zusammenzufügen.

Hierzu gebe ich etwas Salat und Couscous auf einen tiefen Teller und verteile etwas Ofengemüse und Tomatensauce darauf.


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