04 Dezember 2017

Lebkuchen-Kaiserschmarrn mit Blaubeeren und Vanillesauce

Nein, ich werde hier nun nicht mehr groß und breit erzählen, wie groß meine Liebe zu Pfannkuchen aller Art ist, denn das habe ich nun wirklich schon richtig, richtig oft ausgeführt.

Meine neueste Errungenschaft muss ich Euch aber dennoch zeigen: Lebkuchen-Kaiserschmarrn mit Blaubeeren und Vanillesauce!               
                     

Bei dem Gedanken an Kaiserschmarrn schwelge ich sofort in Erinnerungen an herrliche Skiurlaube in Österreich.

Wenn man nach einem langen Ski-Tag kaputt und hungrig auf einer der urigen Almen einkehrt, gibt es einfach nichts Besseres als eine große Ladung Kaiserschmarrn (oder wahlweise auch Germknödel - aber das ist eine Geschichte für einen anderen Blogbeitrag).



Mein Grundrezept für einen wirklich köstlichen und fluffigen Kaiserschmarrn habe ich Euch hier bereits gezeigt. Von dieser Basis bin ich bislang auch noch nicht abgekommen, da sie in meinen Augen wirklich perfekt ist. 

Dennoch habe ich das Rezept für die Adventszeit ein wenig modifiziert, nämlich mit feinem Lebkuchengewürz und fruchtigen Blaubeeren. Eine cremige Vanillesauce rundet die Köstlichkeit schließlich ab. 

Wer da nicht in Weihnachtsstimmung kommt ist selber Schuld! 


Kaiserschmarrn

Ihr braucht für 2 Personen:

3 Eigelb
3 Eiweiß
125 g Mehl
125 ml Milch
25 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 El Rum
1 Tl Lebkuchengewürz, gehäuft
200 g Blaubeeren, TK oder frisch
Salz
Butter + Öl zum braten
Zucker

Den Ofen auf 220°C vorheizen.

Die Eier trennen, das Eiweiß zu Schnee schlagen. Eigelbe, Milch, Zucker, Vanillezucker, eine Prise Salz, Lebkuchengewürz und Rum verquirlen. Das Mehl nach und nach unterrühren. Das geschlagene Eiweiß vorsichtig unterheben, bis sich alles zu einer fluffigen, homogenen Masse verbunden hat. Zuletzt die Blaubeeren vorsichtig unterheben. 

Etwas Öl und Butter zusammen in einer Pfanne zerlassen und den Teig hineingeben. Die Pfanne in den heißen Ofen stellen und darin 5-6 Minuten backen.

In einer zweiten Pfanne ein wenig Butter schmelzen und 1-2 El Zucker darin leicht karamellisieren lassen. Den Kaiserschmarrn aus dem Ofen nehmen, in Stücke reißen  und die diese in der gezuckerten Butter leicht karamellisieren.

Auf Tellern anrichten und mit Puderzucker bestreuen. Dazu passen fruchtige Beilagen wie Apfelmus, Blaubeeren, Marillen oder Birnen. 

Tipp: etwas weniger Aufwand ist es, den Kaiserschmarrn nicht, wie oben beschrieben, im Ofen zu backen, sondern ihn nur in der Pfanne auf dem Herd zuzubereiten. Dazu reduziert ihr, nachdem der Teig in der Pfanne ist, die Hitze auf ein Minimum und lasst den Teig bei ganz kleiner Hitze und geschlossenem Deckel stocken, wendet ihn dann vorsichtig und backt ihn noch kurz auf der anderen Seite. Dann in Stücke reißen und mit Staubzucker bestreuen. 

Für die Vanillesauce:

1/2 Vanilleschote
600 ml Vollmilch
4 große Eigelbe
3-4 El Ahornsirup

Vanilleschote und Milch in einem Topf langsam zum Kochen bringen. Kurz vor dem Aufkochen vom Herd ziehen.

In einer großen Schüssel Eigelbe und Ahornsirup verquirlen. Die Vanilleschote aus der heißen Milch nehmen und die Milch langsam zur Eigelbmischung gießen. Die Milch muss dazu soweit abgekühlt sein, dass das Ei nicht gerinnt.

Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark in die Sauce schaben. Die Mischung zurück in den Topf geben und unter Rühren andicken - dabei aufpassen, dass das Ganze nicht zu heiß wird!





26 November 2017

Blumenkohl - Curry {vegan}

Ich liebe Curries aller Art und bevor ich vegetarisch wurde, war Chicken-Curry eines meiner Leibspeisen. Speziell das Indische Huhn nach Monty Pythons, welches aus einem älteren Biolek Kochbuch stammt, hatte es mir angetan. Von meiner Liebe zu Biolek, seinen Kochbüchern und Sendungen habe ich Euch in dem Beitrag auch ausführlich erzählt, falls ihr es noch einmal nachlesen wollt! ;)


Was an dem indischen Huhn so köstlich ist, ist interessanterweise gar nicht das Huhn, sondern die cremige und fein gewürzte Sauce, die wirklich zum Reinlegen lecker schmeckt. Daher kam mir der Gedanke, die Sauce weitestgehend so zu belassen und das Ganze einfach einmal vegetarisch  (bzw. vegan!) nachzubauen. 


Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man Fleisch meistens ganz hervorragend ersetzen kann. Oftmals durch Gemüse und - mein geheimer Favorit: durch Blumenkohl!

Der Austausch des Fleisches gegen Blumenkohl schlägt außerdem gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: das Rezept wird dadurch nicht nur vegetarisch, es wird auch gleichzeitig viel gemüsiger als das Originalrezept!

Das Original ist nämlich abgesehen von zwei Zwiebeln völlig gemüsefrei. Das ändert sich natürlich schlagartig, wenn man das Hähnchenbrustfilet durch einen Kopf Blumenkohl ersetzt. Voila - Gemüse satt.

Hier nun das einfache Rezept:



Blumenkohl - Curry

1 Kopf Blumenkohl (ca. 600 g)
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1/2 TL gemahlener Ingwer 
1/2 TL Paprikapulver mittelscharf   (etwas mehr!)
1 TL gutes Curry-Pulver  (etwas mehr!)
Pfeffer
1 EL Mehl
250 ml Gemüsebrühe
1 EL Mango-Chutney (nach Geschmack)
1 TL Zucker
150 ml Kokosmilch
1 guter Spritzer Zitronensaft

Den Blumenkohl in mundgerechte Röschen teilen und waschen. Die Zwiebeln und den Knoblauch pellen und fein hacken. Auf einem Teller die Gewürze - Ingwer, Paprikapulver, Curry und Pfeffer - gut mit dem Mehl vermischen. In einer Pfanne die Zwiebeln und den Knoblauch in 2 EL Öl glasig anschwitzen.  

Nun den Blumenkohl und die Gewürzmischung zugeben.Kurz mit anschwitzen. Nun Gemüsebrühe und Mangochutney in die Pfanne geben, dabei mit dem Kochlöffel den Bodensatz aufrühren. 

Den Deckel auf die Pfanne legen und etwa 10 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Zuletzt die Kokosmilch unterrühren und weitere 10 Minuten bei offenem Deckel etwas einkochen lassen mit Salz, Zucker und Zitronensaft abschmecken




16 November 2017

Spekulatius-Cheesecake mit Marzipanstreuseln

Wir alle wissen: jedes Gericht steht und fällt mit der richtigen Würzung. Das ist nicht nur bei herzhaften Speisen so, sondern auch bei süßem Gebäck. 

Im Sommer bei warmen Temperaturen habe ich mein Gebäck gerne leicht. Etwas Vanille und besonders frischer Zitronensaft reichen meistens schon aus. Die vielen süßen Sommerfrüchte bringen dann schon genug intensiven Eigengeschmack mit.






Im Winter hingegen spricht mich eine völlig andere Gewürzpalette an: jetzt verfeinere ich mein Gebäck gerne mit Zimt, Nelken, Muskat, Ingwer, Kardamom (...) oder am besten gleich mit einer bunten Mischung daraus. 

Mein Cheesecake vereint auch gleich mehrere Geschmacksnoten: Würzigen Spekulatius und Marzipan, der ein feines Mandel-Aroma mitbringt.



Und zwischen all den guten Weihnachtsaromen und Gewürzen liegt das Beste: cremiger Cheesecake.


Ich muss Euch wohl nicht sagen, dass ich mich in den Kuchen reinlegen könnte und am liebsten jeden Tag mit einem großen Stück davon zu Frühstück starten würde.

Wenn ihr also noch überlegt, was ihr bis Weihnachten alles backen könntet, dann solltet ihr diesen Cheesecake unbedingt weit oben auf eure Liste setzen!


Spekulatius-Cheesecake mit Marzipanstreuseln

Hinweis vorab: der Käsekuchen braucht lange, um vollständig auszu kühlen. Ich backe ihn deswegen stets am Vorabend und bewahre ihn dann bis zum Verzehr an einem kühlen Ort auf.


Für den Boden:
200 g Plätzchen (Gewürz-Spekulatius)
100 g zerlassene Butter

Für die Füllung:
600 g Frischkäse
250 g Magerquark
125 g Zucker
3 Eier
1/2-1 Tl Spekulatiusgewürz (je nachdem, wie intensiv ihr den Geschmack mögt!)

Für die Streusel:
150 g Mehl
200 g Marzipanrohmasse
30 g Zucker
100 g Butter

Den Backofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Spekulatius fein zerbröseln/mahlen und mit der zerlassenen Butter vermengen.

Tipp: Ich gebe dazu den Spekulatius in eine Schüssel und stampfe ihn eine ganze Weile mit einem Kartoffelstampfer. Ihr könnt den Speakulatius aber auch in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz darüber rollen. Natürlich könnt Ihr auch einfach eine Küchenmaschine nehmen, wenn Ihr eine zur Hand habt.

Die Masse gleichmäßig auf dem Boden einer mit Backpapier ausgelegten 26-er Springform verteilen und fest andrücken.

Den Boden 10 Minuten lang im Ofen vorbacken und kurz auskühlen lassen.

Für die Füllung derweil Eier, Zucker, Frischkäse, Quark und Spekulatiusgewürz miteinander gut verquirlen.

Für die Streusel Mehl, Butter, Marzipan und Zucker miteinander verkneten, bis eine homogene aber noch etwas krümelige Konsistenz erreicht ist. Nun zunächst die Füllung auf dem Boden verteilen, danach die Streusel.

Der Cheesecake muss nun im Ofen noch ca. 40 Minuten lang (je nach Ofen) backen.

Sollten die Streusel zu dunkel werden, einfach locker mit etwas Alufolie bedecken. 

Den Kuchen mit einem Messer vorsichtig vom Rand der Form lösen, dann einige Stunden (am besten über Nacht) vollständig abkühlen lassen. Dann bis zum Verzehr an einem kühlen Ort aufbewahren.

Tipp: Beim Backen kann der Käsekuchen etwas Flüssigkeit verlieren. Damit man sich den Ofen nicht versaut, empfehle ich, die Kuchenform entweder von außen in Alufolie einzukleiden oder beim Backen ein tiefes Backblech unter den Kuchen zu stellen, das die Flüssigkeit auffängt. 





14 November 2017

Vegane Mac n Cheese mit geröstetem Kürbis

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Kürbisgerichte in den Oktober gehören. Ganz besonders in der Zeit um Halloween findet man so viele tolle Rezepte dazu und bereits kurz danach ebbt die Kürbis-Welle ganz heimlich still und leise auch schon wieder ab.

Das ist natürlich sehr bedauerlich, wenn man - so wie ich - ein großer Kürbis-Fan ist!


Nur ein einziger Monat im ganzen Jahr reicht mir nämlich keineswegs aus, um all die feinen Kürbisgerichte auszuprobieren, die mir so im Kopf herumschwirren. 

Deswegen mache ich auch gleich weiter mit dem leuchtend orangen Herbst/Winter-Gemüse und zeige euch meine neuste Idee, die wirklich ganz köstlich schmeckt!


Hierzu habe ich nämlich ganz einfach Nudeln gekocht und dazu eine vegane "Käsesauce". Die Sauce ist auf der Basis von Kartoffeln, Möhren und Cashewkernen und sie schmeckt ganz hervorragend.

Dazu gab es feine geröstete Kürbiswürfel aus dem Backofen. 



Vegane Mac n Cheese mit geröstetem Kürbis

300 g Pasta

Die Nudeln gar kochen.

Für die vegane Käsesauce:

1Tl Öl
200 g Kartoffeln (geschält gewogen)
50 g Möhren (geschält gewogen)
1 Zwiebel
250 ml Gemüsebrühe

70 g Cashewkerne 
1 Zehe Knoblauch
1 Tl Senf (Dijon oder einfach mild bis mittel-scharf)
1 Spritzer Zitronensaft
Salz, Pfeffer
Paprikapulver

Optional aber dringend zu empfehlen:
1/2 Tl Liquid Smoke (sehr empfehlenswert!!)
1-2 El Margarine (oder etwas mehr - ich habe sie ganz weggelassen und fand es prima :))
Die Zwiebel würfeln und in 1 Tl Öl ein paar Minuten anbraten. Kartoffeln, Möhren, und Gemüsebrühe zugeben und das Ganze gar kochen.

Zusammen mit der Restflüssigkeit und den übrigen Zutaten in einen Mixer geben und alles gut durchmixen, bis eine cremige Masse entstanden ist. Abschmecken und evtl. noch ein wenig Wasser zugeben, falls Euch die Konsistenz noch zu dick ist.

Für den Kürbis:

400 g Hokkaidokürbis (oder Menge nach Wahl)
Ein Schuß Olivenöl, Salz, Pfeffer, Muskat, Thymian

Den Ofen auf 200° Celsius vorheizen. Den Kürbis von den Kernen befreien und das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. In einer Schüssel mit etwas Öl, Salz, Pfeffer, Muskat und Thymian vermengen. Ihr könnt auch andere Gewürze verwenden, wenn ihr mögt. Die Würfel nun auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen und im Ofen ca. 20 Minuten lang goldbraun backen, bis der Kürbis gar ist.

In einer Pfanne die Nudeln kurz erwärmen, mit der Sauce vermengen und abschmecken.

Die Post hat zusammen mit den Kürbiswürfeln servieren.

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