17 Oktober 2017

Apfel - Vanille -Teilchen {vegan oder vegetarisch}

Zum Glück sind Äpfel nicht so wetterfühlig wie Beeren und sind somit - je nach Sorte - ganzjährig verfügbar. Gerne esse ich sie roh, noch lieber verarbeite ich sie aber weiter zu feinen Leckereien. 

Und weil ich Äpfel so gerne esse, haben sich auf Penne im Topf schon so einige Rezepte angesammelt. Da wären zum Beispiel meine Apfel-Zimt-Schnecken, mein Apple-Marzipan-Crumble, meine Apfel-Quark-Knödel, mein Apfel-Walnusskuchen mit Amarettini-Streuseln, meine Hasselback Apples, oder mein herzhaftes Gorgonzola-Apfel-Risotto

Kurz gesagt: Äpfel sind unheimlich vielseitig und es gibt immer einen guten Grund, welche zu kaufen!


Es hat mich also mal wieder die Lust auf Äpfel gepackt und diesmal wollte ich mich an etwas Neues wagen: einen veganen "Quark"-Öl-Teig für schnelle Apfel-Vanille-Teilchen. Ich hatte Euch ja schon erzählt, dass ich momentan ein wenig mit der veganen Backkunst experimentiere - und das bislang sogar sehr erfolgreich.

So habe ich gerade erst neulich diesen einfachen aber gleichzeitig hervorragend saftigen und geschmackvollen veganen Schokoladenkuchen gebacken. Ausprobieren lohnt sich!



Ich bin selbst ganz überrascht, dass auch dieses Backexperiment hervorragend geklappt hat! Statt des Magerquarks in meinem Standard-Quark-Öl-Teig-Rezept habe ich diesmal einfach Vanille-Sojajoghurt verwendet. Die Mehlmenge habe ich folglich etwas erhöht, da der Joghurt flüssiger ist als Magerquark. 

Geschmacklich fällt der Unterschied gar nicht auch und auch die Konsistenz ist genauso, wie ich es mir erhofft habe: luftig-fluffig! 

Wer nicht vegan backen möchte, der kann statt des Sojajoghurts natürlich auch einfach Normalen Naturjoghurt verwenden. Oder ihr verwendet Magerquark und reduziert dann die Mehlmenge um 50 Gramm. 

Ich bin wirklich begeistert, wie einfach es sich ohne Tierprodukte backen lässt und dass man wirklich keinerlei Abstriche machen muss. Ich habe die feinen Apfel-Vanille-Teilchen jetzt schon mehrfach mit zu Freunden und Familie genommen und sie kamen immer hervorragend an. 

Klar, dass ich das Rezept mit Euch teile!



Apfel - Vanille - Teilchen 

200 g Soja-Vanillejoghurt (ich habe den von Alpro verwendet)
100 g Zucker
100 g Öl, geschmacksneutral (z.B. Sonnenblumenöl)
1 Tl Vanilleextrakt (oder das Mark einer Vanilleschote) 

1 Tl Backpulver, gehäuft
350 g Mehl
1 Prise Salz

3 Äpfel
1/2 Zitrone, davon der Saft

Zimt-Zucker-Gemisch 

Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Zuerst die Äpfel klein würfeln und in einer Schüssel mit dem Zitronensaft vermengen.

In einer anderen Schüssel Joghurt, Zucker, Öl und Vanilleextrakt verrühren. Die trockenen Zutaten nach und nach Unterrühren. Zuletzt die Apfelstücke untermengen. Es entsteht ein klebriger Teig.

Mit 2 Löffeln ca. faustgroße Ballen mit ausreichend Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen.

Die Ballen ca. 20-25 Minuten backen, bis die Ränder leicht gebräunt sind.

Noch warm in einem Gemisch aus Zucker und Zimt wälzen, dann vollständig auskühlen lassen.

Tipp: Wer nicht vegan backen möchte, ersetzt den Sojajoghurt einfach durch Naturjoghurt. Oder durch Magerquark, dann benötigt ihr aber nur ca. 300 g Mehl. 

14 Oktober 2017

Paprika - Reispfanne

Dieser Beitrag enthält Werbung für Rii Jii Basmati-Reis.



Endlich Wochenende! Und diesmal habe ich es mir so richtig verdient! Die letzten Tage habe ich nämlich mit meiner 5. Klasse in einer Jugendherberge im idyllischen Sauerland verbracht. Meine Tage (und Nächte!) waren somit voll von aufgeregten Kindern, Nachtwanderungen, Gruppenspielen und ein paar Heimwehtränen, die mithilfe spezieller Heimwehpflaster zum Glück schnell wieder getrocknet waren.

Sogar das Essen in der Jugendherberge war für Kantinenkost echt lecker, nur war der Speiseplan ziemlich an den durchschnittlichen Kindergeschmack angepasst. Das bedeutete in diesem konkreten Fall: der Hauptbestandteil jeder Mahlzeit bestand aus Nudeln. Mal Spaghetti, mal Tortellini, mal Spätzle. 

Für mich war daher sofort klar, dass es dieses Wochenende ganz sicher KEINE Nudeln geben würde. 

Sondern Reis!


Da traf es sich gut, dass ich noch einen ganzen Sack Rii-Jii-Reis daheim hatte, der ausprobiert werden wollte. 

Die Marke halte ich aus vielen Gründen für empfehlenswert: zum einen ist der Reis fair gehandelt und somit auch fairtrade-zertifiziert. Gerade bei Produkten, die in weit entfernten Teilen der Erde extra für uns produziert werden, ist ein fairer Handel unbedingt zu unterstützen. Wenn man im Supermarkt ins Regal greift, macht man sich ja oft gar keine Vorstellung davon, woher die Lebensmittel eigentlich gekommen sind. Der Basmatireis von Rii Jii wird am Fuße des Himalaja geerntet. Sein Anbau ist außerdem sehr arbeitsintensiv und erfordert viel Handarbeit. Umso wichtiger, dass dieser Prozess unter fairen Bedingungen abläuft. 

Rii Jii arbeitet zudem so transparent, dass man bei jeder Reissorte genau erfahren kann, wo exakt sie angebaut wurde. Die Marke bietet nur wenige ausgewählte Reissorten an, diese aber alle in Bio-Qualität. Zwar kaufe ich nicht ausschließlich Bioprodukte, versuche aber immer häufiger auch auf einen biologischen Anbau zu achten.

Wenn Ihr Reis-Fans seid, die gerne hochwertigen Reis (auch in großen Mengen!) bestellen möchten, dann werft doch gerne mal einen Blich auf Rii Jii, wenn Ihr mögt.



Ich habe mich aus dem Sortiment für den Vollkorn-Basmatireis entschieden. 

Daraus habe ich eine schnelle und sehr leckere Paprika-Reispfanne gezaubert. Das Gericht ist völlig unkompliziert und bekommt ganz schnell mithilfe toller Gewürze einen raffinierten Geschmack.

Für mich ein absolutes Alltagsessen, das man beliebig abwandeln kann. Bei mir gab es zu der Reispfanne zum Beispiel eine schnelle Guacamole, frische Tomaten und Basilikum. Ich könnte mir das Ganze aber auch prima mit Salsa und Sour Cream vorstellen. Da sind das Fantasie keine Grenzen gesetzt! 

Lasst es Euch schmecken!



Paprika - Reispfanne

250 g Reis
500 ml Gemüsebrühe

Die Gemüsebrühe zum Kochen bringen, dann den Reis zugeben und nach Packungsanweisung so lange kochen, bis er gar ist.

3 Paprikaschoten, bunt gemischt
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Chilischote
2 Knoblauchzehen
1 Zwiebel
5 El Tomatenmark
2 El Paprikamark
150 ml Gemüsebrühe
1/2 Zitrone, davon der Saft
Salz, Pfeffer
Mexikanische Gewürzmischung (z.B. Taco-Gewürz, ich habe etwas von meinem Cajun-Spice-Mix drangegeben)

Zum Anrichten:
Frische Tomaten, in Scheiben geschnitten
Basilikum

Eine Avocado, zerdrückt und mit etwas Salz, Pfeffer und Zitronensaft vermengt


Die Paprikaschoten klein würfeln, die Frühlingszwiebeln und die Chilischote in feine Ringe schneiden. Wenn es nicht so scharf werden soll, die Chilischote ohne die Kerne weiterverarbeiten. Die Zwiebel und den Knoblauch hacken.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel kurz andünsten. Dann den Knoblauch zugeben und kurz mit anschwitzen. Das restliche Gemüse zugeben und ein paar Minuten scharf anbraten. Tomatenmark, Paprikamark, den fertigen Reis und etwas Gemüsebrühe zugeben und alles verrühren. 

Mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und mexikanischer Gewürzmischung abschmecken.

Mit Tomaten und Guacamole anrichten. 

Tipp: Das Ganze schmeckt auch kalt sehr lecker!

08 Oktober 2017

Köstlicher Schokoladenkuchen {VEGAN}


Obwohl ich davon überzeugt bin, dass man auch ganz ohne Eier, Milch und Butter hervorragend kochen und backen kann, ist die vegane Backkunst für mich noch sehr neu und unentdeckt. Dementsprechend vorsichtig taste ich mich heran.

Zwar würde ich mich generell als erfahrenen Bäcker bezeichnen, ohne Tierprodukte steht man aber plötzlich vor ganz neuen Herausforderungen: Wie erziele ich die richtige Konsistenz? Wie entsteht Bindung ohne Eier? Welche Pflanzenmilch schmeckt man im Teig nicht heraus? 

Das sind nur ein paar Fragen, die mich beim veganen Backen begleiten. Kurz gesagt: Man muss viele Dinge, die bereits selbstverständlich waren, ganz neu erlernen.




Deswegen schaue ich mir natürlich auch sehr gerne Tipps und Tricks von Menschen ab, die auf diesem Gebiet bereits mehr Erfahrung vorweisen können als ich. So wurde ich gleich hellhörig, als ich im Internet den Rezepttitel "The BEST Chocolate Cake Ever...that happens to be VEGAN" las. Der beste Schokoladenkuchen aller Zeiten, der rein zufällig auch noch vegan ist? Klar, dass ich den ausprobieren musste.

Also schnell die Zutaten umgerechnet, ein wenig nach persönlichem Belieben angepasst und schon kann es losgehen!

Mein Fazit: der Kuchen ist super saftig, sehr schokoladig und einfach nur total lecker! Einfach ein  richtig leckerer Schokoladenkuchen und niemand würde vermuten, dass es sich hierbei um einen veganen Kuchen handelt.



Veganer Schokoladenkuchen

200 g Mehl
200 g Zucker
50 g Kakaopulver (dunklen Backkakao - keine Trinkschokolade!)
1/2 Tl Salz
1 Tl Natron
1/2 Tl Backpulver
250 ml warmes Wasser
70 g Öl, geschmacksneutral (ich nehme dann immer Sonnenblumenöl)
1 Tl Vanilleextrakt (ersatzweise Vanillezucker, dann aber von der Zuckermenge etwas abziehen!)
1 Tl Apfelessig

Für die Glasur:
Zartbitterkuvertüre (meistens sind die eh vegan, hier auf der Packung nachsehen!)
oder Schokolade (ab 70 % Kakaoanteil)

Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.


Alle Zutaten nach und nach zu einem glatten Teig ohne Klümpchen verrühren und in eine gefettete 26er Springform gießen. 

Den Kuchen auf der mittleren Schiene ca. 35-45 Minuten backen. Mit einem Zahnstocher ganz einfach testen, ob er durchgebacken ist. Hierzu mit einem Zahnstocher in die Mitte (bis runter zum Boden der Form) stechen. Wenn kein flüssiger Teig mehr am Stäbchen klebt, ist der Kuchen fertig.

Die Schokolade über dem Wasserbad schmelzen und gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen.


03 Oktober 2017

Herbstliches Balsamico-Ofengemüse mit Couscous und Tomatensauce

Dieser Beitrag enthält Werbung für Le Creuset.

Ofengemüse ist bei mir ein ganzjähriger Favorit! In Frühling und Sommer gerne etwas mediterran angehaucht, z.B. mit Zucchini, Tomaten, Auberginen und Paprika und in Herbst und Winter mit allem, was das saisonale Angebot hergibt.

Ganz wichtig: schön bunt muss es sein! 





In meiner aktuellen Ofengemüse-Kreation stecken Möhren, rote Zwiebeln, Kürbis und Rosenkohl. 

Ja richtig! Rosenkohl! Während ich die kleinen Röschen früher total BÄH fand, haben sie sich inzwischen zu einer meiner Leibspeisen gemausert. Das liegt auch ganz besonders an der Zubereitung. Wenn ihr Rosenkohl nicht mögt, dann solltet ihr unbedingt einmal ausprobieren, ihn im Ofen zu backen. Für Einsteiger empfehle ich sehr gerne den gerösteten Rosenkohl mit Honig und Parmesan oder - wenn ihr eher auf Pasta und Sauce steht - meine Spaghetti mit Rosenkohl und Tomatensauce

Beide Gerichte sind überaus köstlich und könnten sogar Rosenkohl-Skeptiker überzeugen.




Während sich der Couscous mit dem Wasserkocher quasi von allein zubereitet hat, habe ich das Ofengemüse und die Tomatensauce in meinen neuen Brätern von Le Creuset (einmal oval, 35 cm und einmal rund, 24 cm) zubereitet. 

Man kann in den feinen Teilen nicht nur Fleisch schmoren (das kommt einem vermutlich zuerst in den Sinn, wenn man an Bräter denkt), sondern auch Eintöpfe, Curries, Risottos oder Aufläufe zaubern und sogar Brot backen. Dass der Hersteller ebenfalls von der Qualität seiner Produkte überzeugt ist, zeigt die lebenslange Garantie, die man auf diese Bräter erhält. 

Sie bestehen aus emailliertem Gusseisen und werden in Frankreich produziert. Im Lande der Gourmets weiß man eben, was gut ist. Meine beiden Bräter sind in einem kräftigen Kirschrot gehalten - die Farbe hat mich gleich angesprochen. Es gibt aber noch viele weitere Farben.  



Das Ofengemüse eignet sich ganz prima für die Zubereitung im Bräter, da sich durch das Material und die dadurch entstehende Hitze herrliche Röstaromen bilden. 

Und diese Röstaromen haben es auch geschmacklich in sich, denn sie werden durch zwei ganz besondere Zutaten verstärkt: dunklen Balsamico-Essig und Ahornsirup (oder Honig). Beides karamellisiert nämlich im Ofen und gibt dem Gemüse einen besonders feinen und runden Geschmack!

Alternativ könnt ihr das Gemüse auch auf einem Backblech oder einer Auflaufform zubereiten. Wenn ihr aber einen feinen Bräter habt, dann lasst ihn nicht bis Weihnachten im Schrank verstauben (dazu ist er doch viel zu schade!), sondern zaubert mal dieses feine Ofengemüse darin! 




Hier nun das Rezept:

Herbstliches Balsamico-Ofengemüse mit Couscous und Tomatensauce

Den Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Für das Ofengemüse:
1/2 Hokkaido-Kürbis, entkernt und klein gewürfelt
500 g Rosenkohl, geputzt und halbiert
3 große Möhren, geschält und in Scheiben geschnitten
4 kleine rote Zwiebeln, geviertelt

Marinade:
5 El Balsamico-Essig
3 El Öl
3 El Ahornsirup
Salz, Pfeffer

Für später:
Couscous, Menge nach Hunger
Rucola

Das mundgerecht vorbereitete Gemüse in eine Schüssel geben. Alle Zutaten für die Marinade hinzufügen und gut durchmischen.

Das Gemüse in einen Bräter geben und gleichmäßig verteilen. Mit geöffnetem Deckel 35-45 Minuten schmoren, zwischendurch mal mit einem Kochlöffel rühren, , um das Gemüse zu wenden. 

Währenddessen den Couscous nach Packungsanweisung garen und die Tomatensauce zubereiten.

Für die Tomatensauce: 

1 Zwiebel1 Knoblauchzeheetwas Olivenöl1 große Dose Tomaten (800g) oder die gleiche Menge passierte TomatenSalz, PfefferBasilikum, (evtl. auch noch Thymian + Rosmarin+Oregano)Parmesan
Zwiebel und Knoblauch schälen und würfeln. etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin glasig dünsten.
Tomaten samt Saft zugeben. Aufkochen und auf kleiner Flamm 30 Min. köcheln lassen. Evtl.  pürieren - bei passierten Tomaten braucht man das nicht. Zum Schluss noch etwa 2 El Öl unterziehen und mit Salz, Pfeffer gehackten Kräutern würzen.


Wenn das Ofengemüse gar ist schöne Röstaromen entwickelt hat, ist es an der Zeit, alles zusammenzufügen.

Hierzu gebe ich etwas Salat und Couscous auf einen tiefen Teller und verteile etwas Ofengemüse und Tomatensauce darauf.


01 Oktober 2017

Spaghetti - Pizza



Ich habe ja schon etwas gezögert, die Spaghetti-Pizza hier auf dem Blog zu veröffentlichen. Warum? Naja, ehrlicherweise braucht man dafür bestimmt kein Rezept oder genaue Mengenangaben.


Man bastelt einfach einen Pizzateig nach Gusto (oder kauft ihn schon fertig), packt Nudeln mit Tomatensauce drauf, vielleicht noch ein paar Tomaten und überbackt das Ganze mit etwas Käse. Sehr unspektakulär, oder? 

Warum sie es trotzdem auf den Blog geschafft hat, fragt ihr euch? 



Weil ich meinen Blog nicht nur als Rezeptdatenbank verstehe, sondern auch als Food-Inspiration. Denn mal ehrlich: Wer kocht schon ständig Blogger-Rezepte 1 zu 1 nach? Also ich jedenfalls nicht. Oft sind es nämlich nicht die genauen Zutaten oder Mengen, die mich interessieren. Was mich viel mehr inspiriert, sind Ideen. Neue Kombinationen von Lebensmitteln und Bilder, die mir das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen!

Die genauen Rezepte merke ich mir nicht, speichere selten etwas ab, koche selten etwas exakt nach. Aber die Inspiration, das Ideen-Feuerwerk in meinem Kopf, das losgeht, sobald ich geile Food-Bilder sehe, das ist es was ich wirklich an Foodblogs liebe.




Nun habt ihr also meine Idee. Eine Pizza mit Spaghetti drauf. Und bestimmt bin ich auch nicht die Erste mit der Idee. Nudeln auf Pizza kann man schließlich schon seit Jahren in jedem Supermarkt käuflich erwerben. 

Aber vielleicht bewegt euch ja dieser Post dazu, es endlich mal selbst ausprobieren. Denn die Kombi aus Pizza und Pasta ist einfach super lecker!

Wie ich meinen Pizzateig mache, könnt ihr hier nachlesen:
Pizzateig
Pizzateig nach Gefühl - eine Anleitung

Die fertig gekochten Nudeln schwenkt ihr einfach in ordentlich Tomatensauce und verteilt sie gleichmäßig auf der Pizza - nicht zu dick, sonst wird der Boden matschig. Ihr müsst natürlich nicht extra Nudeln kochen; nehmt doch einfach das übrig gebliebene Nudelgericht vom Vortag! 





27 September 2017

Buttermilk - Pancakes {neu aufgelegt}

Wenn man eine ganze Weile lang einen Blog führt, findet automatisch eine Entwicklung statt. Die Ansichten verändern sich, der Geschmack ändert sich und mit ihm auch die Art der Rezepte und die Texte. 

Equipment und Know-How verändern (hoffentlich verbessern!) sich natürlich auch und wenn ich manchmal durch die ersten Seiten des Blogs scrolle, gruselt es mich beim Anblick der Bilder schon ein wenig.

Macht Euch deshalb gefasst auf einen Post, voller neuer Pancake-Fotos! 



Versteht mich nicht falsch, die Entwicklung von schlechten Bildern zu besseren Bildern ist völlig normal und es gibt keinen Grund, sich für die Anfänge zu schämen - aber manchmal packt mich schon das Bedürfnis, das eine oder andere Rezept mit neuen, besseren Fotos zu versehen.

So auch bei diesem Rezept. Das hat es nämlich wirklich verdient!



Warum ausgerechnet dieses Rezept heute noch einmal verblogt wird, hat aber viele Gründe. Zum einen ist es eines der Rezepte, die mich schon am längsten begleiten. Bereits 2010 habe ich das Rezept als "Fluffy Buttermilk Pancakes" auf der Kochplattform Chefkoch veröffentlicht. Es gab eine Zeit, kurz nach meinem Abitur, da war ich dort sehr aktiv, habe viele Rezepte veröffentlicht. Von Blogs hatte ich damals noch nie gehört und die Vorstellung, einen eigenen Food-Blog zu haben, lag jenseits meines Horizonts. 

Inzwischen wurde ich  - wohl wegen Inaktivität - aus dem Chefkoch-System entfernt und bin somit als Urheber nicht mehr der Pancakes erkennbar, mein Rezept ist in der Datenbank jedoch immer noch das beliebteste Pancake-Rezept. Und das aus gutem Grund.




Das Rezept ist einfach richtig, richtig gut und wenn man ein wenig American-Breakfast-Feeling haben möchte, dann würde ich immer genau dieses Rezept als Einstieg empfehlen. 
Außerdem ist es eines der Rezepte, die ich auch nach Jahren immer noch regelmäßig koche. Viele Rezepte geraten mit der Zeit in Vergessenheit, nur die wirklich guten bleiben.

An dieser Stelle übrigens eine kleine Entschuldigung dafür, dass ich Euch mit SO vielen Pancake-Fotos zuspamme. Ich fotografiere mein Essen ja nun schon ein wenig länger und eigentlich haut mich wenig vom Hocker. 

Aber Pancakes versetzen mich immer wieder in Entzückung, weil ich sie so wahnsinnig hübsch und fotogen finde. 





Hier aber nun ohne weitere Umschweife das Rezept. Eines meiner ganz großen Lieblinge.

Ein paar Anmerkungen habe ich vorgenommen zur ersten Version

Fluffige Buttermilk Pancakes


3 El Butter
400 ml Buttermilch (ersatzweise halb Milch, halb Joghurt)
2 Eier
250 g Mehl
1/2 - 1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
50 g Zucker (Ich nehme ja gerne etwas mehr, aber ich mag es auch sehr süß. Kommt auch auf das Topping an!) 
1 Pck. Vanillezucker (oder Extrakt, auch sehr fein!)
Die Butter in einem Topf schmelzen, dann beiseite stellen und ein wenig abkühlen lassen. In einer Schüssel Buttermilch und Eier gut miteinander verquirlen. 



In einer anderen Schüssel Mehl, Salz, Backpulver, Zucker und Vanillezucker mischen. Die feuchten Zutaten (auch die zerlassene Butter) zu dem Mehlgemisch geben und alles gut verrühren.

Den Teig in der Schüssel ruhen lassen, bis die Pfanne heiß ist (ca. 10 Minuten).


Je Pfannkuchen 1,5-2 El Teig in die mit Fett bestrichene Pfanne geben. Die Hitze sollte niedrig bis mittel sein - auf keinen Fall zu heiß. Wenn sich an der Oberfläche Bläschen bilden, den Pfannkuchen wenden und auch von der anderen Seite goldbraun backen.

Serviervorschlag: Obwohl ich Pancakes hoch gespapelt am hübschesten finde, esse ich sie gerne so mit Zimt und Zucker!


23 September 2017

Flammkuchen mit Pilzen, Kirschtomaten, Pinienkernen und Rosmarin

Es gibt ja wahnsinnig viele Gerichte, die total wandelbar sind. Salate Aufläufe Nudelgerichte Kuchen - die Liste ließe sich beliebig fortsetzen - von allen kann man quasi unzählige Varianten zubereiten.

Ein weiteres Gericht mit abertausenden Variationsmöglichkeiten ist der Flammkuchen. Ähnlich wie die gute alte Pizza kann man das herzhafte Gebäck mit allem belegen, was einem gerade in den Sinn kommt.



Als großer Fan des Flammkuchens habe ich natürlich schon so einige Rezepte veröffentlicht. Da wären zum Beispiel der Elsässer Flammkuchen, zur Saison passend ein Kürbis-Flammkuchen mit Ziegenkäse,  ein käsiger Flammkuchen mit Preiselbeeren und Camembert oder mein unangefochtener Liebling: Lauch-Flammkuchen. Eine Variante mit Pilzen gibt es sogar auch schon, nämlich mit Champignons und Thymian-Knoblauch-Öl.

Ach ja, das meist geklickte Rezept auf diesem Blog ist seit Jahren übrigens unangefochten der blitzschnelle Flammkuchen-Toast. Vielleicht sollte ich mal überlegen, aus dem Flammkuchen-Thema eine Serie zu machen. Meine Ideen hierzu sind endlos!




Nun habe ich hier also mal wieder eine köstliche neue Version für Euch, diesmal mit gemischten Pilzen (Champignons und Pfifferlinge), aromatischen Kirschtomaten, Pinienkernen und Rosmarin.

Der Belag ist schon allein wunderbar geschmackvoll! Den gewissen Kick gab am Ende noch ein wenig Crema di Balsamico. Das Zeug ist so herrlich, das könnte ich fast an alles drangeben. Geht es noch wem so??

Was ist Euer Flammkuchen-Favorit?



Flammkuchen mit Pilzen, Kirschtomaten, Pinienkernen und Rosmarin

Teig:

250 g Mehl
100 ml warmes Wasser
2 Tl Öl
Salz

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Abdecken und ruhen lassen, bis es weiter geht.

Belag:
200 g Creme Fraiche
3 El Schlagsahne oder ein Schuss
60 g Emmentaler, gerieben
Salz, Pfeffer
1 große Handvoll Pfifferlinge, geputzt
1 große Handvoll Champignons, geputzt und in Scheiben geschnitten
150 g Kirschtomaten, halbiert
1 kleine rote Zwiebel, in feine Ringe geschnitten
Pinienkerne, Rosmarin

Optional: Crema di Balsamico

Für den Belag Creme Fraiche in eine Schüssel geben und mit etwas Schlagsahne zu einer geschmeidigen Masse verrühren. Etwas Rosmarin kleinhacken und unterrühren. Den Käse zuletzt unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Pilze in einer heißen Pfanne in wenig Öl für ca. fünf Minuten lang anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Jetzt kommt es darauf an, ob Ihr einen großen oder 2 einzelne Flammkuchen backen möchtet. Ihr teilt den Teig also entweder in 2 Portionen, die ihr dünn ausrollt, oder rollt die gesamte Teigmenge auf Blechgröße aus. 

Jetzt verteilt Ihr zuerst die Creme gleichmäßig auf dem Teig, wobei ihr einen kleinen Rand lasst. Dann belegt ihr das Ganze noch mit den Pilzen, den Kirschtomaten und den Zwiebelringen, darüber streut ihr zuletzt die Pinienkerne.

Backt den/die Flammkuchen bei 220°C Ober-/Unterhitze für ca. 20 Minuten, bis erein wenig Farbe genommen hat. 

Zuletzt streue ich noch etwas Rosmarin und frischen Pfeffer über den fertigen Flammkuchen. Sehr gut schmeckt es auch, wenn man noch etwas Balsamico Creme über dem Flammkuchen verteilt. 

19 September 2017

Der Klassiker: Käsekuchen

Ich blogge nun ja schon seit März 2012 und habe seither insgesamt stolze 830 Beiträge veröffentlicht, darunter fast ausschließlich Rezepte. Da sollte man wohl meinen, dass ich inzwischen jedes Lieblingsrezept bereits veröffentlicht habe. 

Natürlich probiere ich auch immer wieder neue Rezepte aus, die ich dann hier zeige, aber die Lieblingsrezepte meiner Kindheit, die Evergreens in meiner Küche - die habe ich doch wohl alle schon auf Penne im Topf gezeigt...oder?




Umso erstaunter habe ich vor kurzem festgestellt, dass mein aller-, aller- allerliebster Käsekuchen, nämlich der nach dem Rezept meiner Mutter, noch gar nicht hier zu finden ist! Ein kleiner Skandal und etwas, das nun unbedingt nachgeholt werden muss.

Hier also ganz schnell das Rezept für den allerbesten, gelingsichersten und köstlichsten Käsekuchen-Klassiker:



Käsekuchen

Für den Boden:
100 g Butter
100 g Zucker
200 g Mehl
1 Ei
1 Tl Backpulver
1 Prise Salz

Für die Füllung:
1 kg Quark
225 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 El frisch gepresster Zitronensaft 
6 Eier
2 Päckchen Puddingpulver, Vanillegeschmack

Die Zutaten für den Boten nach und nach zu einem geschmeidigen Teig verkneten, zu einer Kugel rollen und diese in etwas Folie gewickelt ca. 1/2 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine gefettete 26-er Springform damit auskleiden, sodass ein hoher Rand entsteht. Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen. 

Alle Zutaten für die Füllung nach und nach miteinander verrühren, bis eine geschmeidige Creme - ohne Klümpchen - entsteht. Die Creme in die Form gießen und den Kuchen auf der mittleren Schiene bei 180°C ca. eine Stunde backen. 

Tipp: Nach dem Backen die Ofentür halb öffnen, den Kuchen aber noch nicht gleich herausnehmen. Das langsame Gewöhnen an die Zimmertemperatur verhindert, dass er stark zusammensackt! 

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