03 Februar 2015

Indische Kofta aus Kartoffeln und Panir

Ich hatte Euch ja schon vorgewarnt - ich koche ab jetzt öfters mal Indisch! Auf den Geschmack gekommen bin ich in Berlin, wo mir das indische Essen mehr als gut schmeckte! Ich muss zugeben, dass die asiatische Küche allgemein bei mir immer zu kurz kam. Ein Teelöffel Curry, etwas Kokosmilch und schon bildete ich mir ein, ich hätte asiatisch gekocht. Von Authentizität natürlich keine Spur.



Das möchte ich gerne Schritt für Schritt ändern und herausfinden, was die Chinesische, Vietnamesische, Thailändische oder Indische Küche wirklich ausmacht - und ja, ich weiß, ich werfe hier wieder ganz schön viel in einen Topf. Jedenfalls Indisch, mit indisch wollte ich vorerst anfangen - und dann mal sehen, wie weit ich komme. Man muss die Welt ja nicht an einem Tag bereisen.



Ich habe in Wirklichkeit gar nicht den Anspruch, die Dinge exakt so zuzubereiten wie ihre asiatischen Originale - das Wichtigste bleibt, dass es mir persönlich schmeckt. Auch, wenn das ein wenig Flexibilität bei der Authentizität bedeutet (Notiz an mich: ich sollte wirklich nicht mehr nach 23:00 Texte tippen, mein Satzbau erinnert an grob Gehacktes...). 


In diesem Sinne serviere ich Euch heute Malai Koftas, das sind indische Kartoffel-Käse Bällchen, die traditionell in einer leckeren Curry-Sauce serviert werden. Naja, was heißt traditionell - das weiß ich gar nicht sicher, zumindest der mir bekannte indische Lieferservice bietet sie so an ;) ! Bei dem Käse handelt es sich um Panir - den kann man entweder fertig kaufen, oder aber ganz einfach selber machen - bestünde Interesse am Rezept? Dann verrate ich es Euch natürlich gerne.

Bei mir gibt es heute allerdings (noch!) keine Sauce dazu, sondern nur die nackigen Koftas. In den kommenden Tagen zeige ich Euch dann, wie ich ein Curry damit zubereitet habe. Generell könnte ich mir die Koftas aber auch zu anderen Dingen, wie zum Beispiel auf einem Salat, gut vorstellen. 


Malai Koftas - Indische Kartoffel-Bällchen 

Die Menge ergab bei mir 18 Bällchen:

250 g gekochte Kartoffeln, püriert
150 g Panir (indischer Weichkäse)
4 Scheiben Toastbrot, gewürfelt und eingeweicht in 4-5 El Wasser
1 Zwiebel, fein gehackt
Koriander (Menge nach Geschmack)
1 Tl Ingwer
1 große Zehe Knoblauch
1 grüne Chilischote, entkern und fein gehackt
1/4 Tl Tumeric
1/2 Tl Garam Masala
Salz


Den Panir, je nach Konsistenz, zerkrümeln oder reiben. Das Brot mit den Fingern zermatschen - es sollte sich teigig anfühlen aber nicht zu nass. Nun alle Zutaten nit den Händen vermengen und zu einem Teig verkneten. Sollte der Teig noch zu nass sein, einfach etwas Paniermehl zugeben, bis man Bällchen formen kann.

Mit nassen Händen Bällchen formen - ca, 1,5 El Teig pro Kofta.

Die Bällchen in etwas Öl in einer heißen Pfanne rundherum goldbraun backen.

Tipp: 
Ich habe probiert, die Bällchen zu frittieren, fand die gebratene Version jedoch viel besser - und fettärmer ;) ! 

Quelle: Grob orientiert habe ich mich an dieser sympathischen Youtuberin - mit Videoanleitung kann einfach nichts schief gehen!

Kommentare:

  1. Moin,
    schön, dass du dich für die indische Küche interessierst.
    Malai heisst Sahne oder auch Creme, Malai Kofta sind eigentlich Bällchen in einer cremigen Sauce. Ich würde deine Bällchen Aloo (Kartoffel) Paneer Kofta nennen, wenn sie ohne die Sauce daher kommen ;-)

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  2. Hhhhhmmm ich liebe die "indische" Küche und schmeisse ganz unorthodox auch immer mal sehr wenig authentische dafür aber für mich leckere Dinge mit hinein. Auf das Curry mit den Kofta bin ich jetzt schon gespannt!

    Liebste Grüße
    Janna

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  3. Oh wie lecker... sieht super aus. Über das Panir Rezept würd ich mich freuen, weil bei uns daheim bekommt man den niergens.
    Üüüübrigens was ich dir noch berichten wollte: Deine Käsewindbeutel sind mittlerweile unsere Partykracher. Meine Mama hat die einmal gemacht und nun gibts die immer auf Geburtstagen und ähnlichem :D

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  4. Boa das klingt aber lecker! Meinst du ich kann Panir durch irgendwas ersetzen, das nicht tierisch ist?

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    1. Gute Frage! Spontan denke ich an Seidentofu, da der eine ähnlich cremige Konsistenz hat. Oder einfach mal weglassen und sehen, was passiert - müsste auch klappen,denke ich. Kannst, wenn du magst auch noch anderes Gemüse - Erbsen, Raspelzucchini usw. rein machen. Einfach die Brot-Menge/Paniermehl für die Bindung anpassen. Eine vegane Version wäre echt interessant - kann ich mir gut vorstellen! LG <3 :)

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  5. Oh man - jetzt quillt meine Liste ja schon über vor tollen Rezepten :D
    Ich werde mir auch deinen Tipp zu Herzen nehmen und mal den Seidentofu statt des Paneer versuchen!

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  6. Da läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Kartoffeln und Käse ist immer eine wunderbare Sache.

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