16 August 2014

Fasten - Was hältst Du davon?

Heute würde ich mich mit Euch gerne mal zum Thema 'Fasten' austauschen. Schon lange hatte ich mir vorgenommen, mich mal etwas intensiver mit dem (umstrittenen) Thema zu beschäftigen oder auch selbst mal eine Fastenkur auszuprobieren. Die einen finden es völlig überflüssig/überbewertet oder gar schädlich für den Körper, die anderen schwören auf das Erlebnis.

Bei meiner Recherche ist mir dann erst bewusst geworden, dass es verschieden Fasten-Varianten gibt. Okay. Fasten ist also nicht einfach "nichts essen", sondern man muss schon etwas genauer hinsehen und unterscheiden. Um mich einzulesen habe ich mir dann 3 Bücher aus dem Trias-Verlag* ausgesucht, der by the way sehr gut aufgestellt ist, wenn es um Themen wie Fasten oder gesunde Ernährung generell geht. Ich stelle Euch die Bücher nun mal kurz vor, damit ihr einen kleinen Überblick bekommt über das, was ich bislang zu dem Thema gelesen habe.

7 Tage grün: Grüne Smoothies und Rohkost* von der Bloggerin Franziska Schmid (www.veggie-love.de) und der Detox-Expertin Stephanie Katharina Mehring bietet eine spannende Alternative zum klassischen Fasten. Vorgestellt wird eine Detox-Woche ganz unter dem Motto "grün". Vegane Vitaminbomben in Form von grünen Smoothies, Suppen und Salaten sollen den Körper entschlacken und ihn bei einem gesunden Ernährungs-Neustart unterstützen. Neben leckeren Rezepten gibt es nützliche Warenkunde und Tipps für die optimale Zubereitungsweise der grünen Leckereien. Was mir an dem Buch besonders gefiel sind außerdem die persönlichen Erfahrungsberichte der Autorinnen mit und um grüne Smoothies. Das Buch verzichtet außerdem weitestgehend auf exotische Zutaten, sodass die Detox-Woche gut umsetzbar ist. In meinen Augen eignet sich das Buch nicht nur für Fasten-Einsteiger sondern für alle, die nach Rezepten der grünen Küche suchen. Auch wenn ich keine ganze Woche nur grün essen möchte, so werde ich bestimmt das eine oder andere Rezept in meinen Ernährungsplan aufnehmen.

Basenfasten - Das Gesundheitserlebnis* von Sabine Wecker beleuchtet das Thema Fasten von einer anderen Seite. Kurz zusammengefasst sind bei einer Basenfasten-Kur nur basische Lebensmittel erlaubt, Säuren werden gemieden. Dem zugrunde liegt die Annahme, dass die meisten menschen "zu sauer" essen. Die Übersäuerung des Körpers kann Beschwerden wie Übergewicht, schlechte Haut, Blähungen oder Kopfschmerzen zur Folge haben. Während des Basenfastens soll der Körper daher ausschließlich mit basischen Lebensmitteln versorgt, und eventuelle Beschwerden somit gelindert werden. Neben den ausführlich erklärten Regeln für das Fasten und Einkaufslisten beinhaltet das Buch auch über 80 Basen-Rezepte.

Dr. med. Andreas Buchinger beschreibt in dem Buch Buchinger Heilfasten: Mein 7-Tage-Programm für zu Hause*, das sich bequem zuhause durchführen lässt. Fasten wird hier als Erlebnis für den Körper und die Seele verstanden, der bewusste Verzicht als vielseitige Bereicherung. Das Fasten-Erlebnis soll Ruhe, Leichtigkeit und Ausgeglichenheit bescheren. Das Programm besteht aus einer Vorbereitungsphase der Fastenzeit, der eigentlichen Fastenzeit, dem Fastenbrechen und einer Aufbauphase. Die Ausführung der Phasen ist sehr genau beschrieben, damit die heilsame Wirkung des Fastens auch einsetzt. Ich habe das Buch als sehr gute Einsteigerlektüre in das Thema empfunden. 

Mein Fazit: Ich finde das Thema Fasten nach wie vor sehr spannend. Ob ich an sowas wie Entschlacken oder Detox glaube? Ich weiß nicht. Und klar, am besten isst man sowieso immer mega-gesund, sodass eine Fastenkur gar nicht erst nötig ist. Aber wer tut das schon?

Problematisch finde ich, mit dem Fasten abnehmen zu wollen - das kann in meinen Augen nicht funktionieren - nicht auf lange Sicht zumindest. Aber vielleicht taugt das Fasten, um generell einen neuen Einstieg in eine gesündere Ernährung zu finden? Mal bewusst verzichten um dann wieder bewusster genießen zu können? So in etwa stelle ich mir das jedenfalls vor.

Und das Hochgefühl, von dem viele sprechen, das fände ich natürlich auch toll. Ich sage mir einfach, dass es bestimmt nicht großartig schaden kann, es einfach ein mal auszuprobieren. Oder begebe ich meinen Körper in einen ernst zunehmenden Notzustand, wenn ich mal kurzzeitig auf feste Nahrung verzichte? Speichert unser Körper nicht extra Fett für solche "Notsituationen"? Sind wir evolutionär gesehen nicht sogar besser auf Mangel, als auf Überfluss vorbereitet? Dann müsste unser Körper doch mit einer kurzen Fastenkur prima klar kommen, oder? Oder ist Fasten ein Mythos und Detox der größte Quatsch überhaupt?

Ihr merkt schon, ich weiß auch noch nicht, wo ich mich bei dem Thema positionieren soll. Es bleibt zunächst dabei, dass ich es einfach spannend finde. Und vielleicht probiere ich es mal aus. Immerhin weiß ich dann, wovon alle reden und ich kann mir ein eigenes Bild machen. Wenn es mir sogar gut täte, umso besser.

Habt Ihr schon Erfahrungen mit dem Thema gemacht? Eure Gedanken dazu würden mich sehr interessieren :) ! 

Mit einem Klick auf die Bilder gelangt ihr zum jeweiligen Buch.




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Kommentare:

  1. Ich bin ehrlich und sage, dass ich vom Fasten oder Detox nichts halte. Der Körper entgiftet bzw. entschlackt sich über Niere und Leber von selbst.
    Wenn man zB über mehrere Tage keine feste Nahrung und nur Suppen zu sich nimmt, bringt man den Stoffwechsel durch einander und schadet dem Körper eigentlich mehr als im was gutes zu tun.
    Auch werden ja viele Nebenwirkungen vom Fasten angeführt, zum Beispiel Kopfschmerzen, Schwindel, Schwächegefühlt etc...

    Nichtsdesto trotz glaube ich, dass man ruhig mal eine Woche sich wirklich bewusst ernähren sollte. Einfach mal ein paar Tage auf Alkohol, Kaffee und Süßigkeiten und Fast Food verzichten. Stattdessen viele Volkornprodukte, Obst und Gemüse essen!
    Das nützt dem Körper mehr als Fasten und ist auch lange nicht so anstrengend...

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  2. Ein spannendes Thema und da gehen sicher die Meinungen auseinander.
    Am schonensten ist wohl Basenfasten und das finde ich etwas sehr wichtiges, besonders wenn man sonst nicht drauf achtet was man isst. Richtiges Fasten, also z.B. nur noch Wasser trinken, kann sehr extrem für den Körper sein, wenn es auch Vorteile bringt, so muss danach sehr gesund gelebt werden das es einen Effekt hat und den Körper nicht belastet und das schaffen die meisten nicht! Deswegen denke ich Basenfasten ist am Besten und am realistischen für die meisten, mit Arbeiten, Familie etc. Ich habe mal 3 Tage Saft fasten gemacht und mir alle Säfte frisch gepresst. Es ist enorm wie der Körper reagiert und am dritten Tag bin ich beinahe explodiert vor Energie, echt Wahnsinn...=) Dennoch würde ich in Zukunft eher ein intensives Basenfasten bevorzugen, aber eben, dass alles hat nur Sinn wenn danach das Essverhalten allgemein angepasst wird, und zwar konsequent und nicht nur für eine Weile=) Ansonsten ist es für den Körper wie für einen Alkoholiker der einmal im Jahr für eine Woche oder einen Monat darauf verzichtet Alokohol zu trinken. Der Körper geht durch eine Entgiftungsphase, stellt sich wieder um, fängt an zu reapieren und gerade dann ist der Monat vorbei und alles wird wieder wie vorher..
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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  3. Ich finde Fasten toll. Ich habe schon 2 mal gefastet, die ersten 2 Tage sind nicht leicht und ich würde es immer in den Ferien oder zumindest am Wochenende beginnen, aber dann habe ich mich immer sehr wohl gefühlt. Super fit war ich nicht, weil mein Körper einfach mit sich beschäftigt war, aber ich habe schnell gemerkt, dass mir das fasten mir sehr gut tut. Ich habe mich so 'sauber' gefühlt und wohlig. Ganz bedacht und achtsam bei mir, das hat mir wahnsinnig gut getan. Eigentlich möchte ich wieder anfangen einmal im Jahr zu fasten!

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  4. Liebe Ann-Katrin,
    also ich mach einmal im Jahr Heilfaste. Ganz
    klassisch, komplett ohne Essen, nur mit Tees,
    Brühe (selbst gekocht aus Gemüse und aber nur
    die Brühe trinken, ohne Gemüse und ohne Salz :-).
    Mit fällt das ganz leicht, hab es auch nicht gedacht,
    aber ist echt kein Problem. Wenn Du den ersten Tag
    überstanden hast, ist es ganz einfach :-) Aber ich
    mach das immer mit mehreren zusammen und betreut,
    also bei uns macht das ein Apotheker. Obs viel bringt,
    weiß ich auch nicht, aber ich hoffe es halt ein wenig :-)
    Glg Christiane

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  5. Ich habe mal drei Tage lang nur Smoothies getrunken, das war so nicht geplant, sondern lag an einer Obst- und Gemüseschwemme, weil unser Gemüsemann einen Wasserschaden im Laden hatte.

    Da das alles etwas spontan war, hab ich mir flugs ein paar Rezepte überlegt, die neben Obst und Gemüse auch Ballaststoffe und Protein enthalten und es dann einfach mal drei Tage ausprobiert und es war sehr toll :)

    Es war schön, so viel buntes Zeug zu sich zu nehmen und auch unterwegs einfach immer einen tollen Smoothie dabei zu haben. Gehungert habe ich nicht, ich weiß aber jetzt auch nicht, inwieweit das was mit klassischem Fasten zu tun hatte, ich hab mir das ja selbst zusammengebastelt :D

    Den Beitrag findest Du jedenfalls hier: http://kuechenmamsell.blogspot.de/2013/12/smoothies.html

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  6. Ich mache heute einen Obstfasten-Tag denn ich möchte im April nächsten Jahres zum Fastenwandern an den Gardersee. ich freu mich schon total und bin sehr gespannt!
    LG Finchen

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  7. Lieber John, ich habe deinen Kommentar gelöscht, da dein Profil auf eine kommerzielle Webseite verlinkt! Auf meinem Blog werbe nur ich. Danke!

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  8. Ich finde Fasten auch sehr interessant und habe Deine Beitrag begeistert gelesen. Vor allem, weil die meisten fast mit "nix essen" gleich setzen. Sowas wäre nichts für mich. Aber Ansätze wie "Grüne Smoothies" und "Basenfasten" finde ich schon interessant, weil sie mehr in Richtung Gesund Ernährung gehen und nicht in Richtung "hungern". Dem Körper Nahrung zu entziehen bringt vielleicht ein Hochgefühl aber irgendwann fordert er was er braucht. Wohingegen gesunde, bessere Ernährung immer gut ist.

    Liebe Grüße
    Kathleen

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  9. Toller Artikel.
    Ich mache seit Sonntag 10in2. Das ist einen Tag fasten und einen Tag essen was man mag. Also schon gesund essen und nicht Döner, Chips und Pizza an einem tag

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