27 November 2014

Ab aufs Feld! Die Kühne-Rotkohlreise


Andere machen Städte- oder Südseereisen, ich hingegen habe Ende Oktober eine Rotkohlreise gemacht! Das ist doch mal was Anderes! Dazu habe ich mich in Köln in den ICE gesetzt und bin ins wunderschöne Bayern, genauer gesagt nach Schweinfurt, gedüst! Dort durfte ich mir zusammen mit anderen lieben Bloggern ansehen, wie der Rotkohl von Kühne* vom Feld ins Glas kommt!

In Schweinfurt angekommen haben wir uns bei leckerstem Essen kennengelernt und auf das Rotkohl-Thema eingestimmt. Am nächsten Morgen ging es dann auch gleich los! Wir wurden vom Leiter des Kühne-Werks (links im Bild) sehr nett empfangen - ein unheimlich herzlicher Mensch, der immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hatte.


Um mehr über das Unternehmen zu erfahren, gab es gleich mal ein wenig Unternehmensgeschichte für uns, der wir gespannt lauschten. Kühne verarbeitet schon seit den 1930-er Jahren Kohl- und Kraut nach altbewährten Rezepturen - ein echtes Traditionsunternehmen mit hohen Qualitätsansprüchen. Neuer als der Kohl sind übrigens die Jalapeños im Kühne-Sortiment - was für die jungen Leute ;) ! Daran muss ich jetzt immer denken, wenn ich welche zu meinen Nachos esse...

Danach ging es gleich zur Praxis und wir durften uns ansehen, wo alles beginnt. Nach einer kurzen Autofahrt standen wir auch schon mitten im Kohl. Für ein möglichst frisches Produkt liegen die Felder ganz in der Nähe der Produktionsstätten - in diesem Fall rund um Schweinfurt. Weil es vom Feld bis zum Werk nur ein paar Minuten sind, bleiben wichtige Nährstoffe im Kohl gut erhalten, die kurzen Transportwege schonen zusätzlich die Umwelt. 

Auf dem Feld hat uns Herr Strauß, ein langjähriger Vertragsbauer von Kühne, in die Geheimnisse von Anbau und Ernte des Rotkohls eingeweiht. Zwischendurch schaute er leicht amüsiert zu, wie wir jungen Damen durchs Rotkohlfeld staksten, Blätter wendeten und Fotos machten. Blogger sind eben manchmal ein wenig eigenartig.


Von außen ist der Kohl übrigens gar nicht rot sondern grau-blau-violett. Erst wenn man ihn anschneidet, kommt seine kräftige Farbe zum Vorschein. Hättet ihr geglaubt, dass ein Kohl so hübsch sein kann? Ich war richtig positiv überrascht. (Ich denke was Essen angeht auch nur noch in Fotomotiven...)


Der Kohl wird zwischen März und Mai ausgesät und von September bis Dezember per Hand oder mit Vollerntemaschinen geerntet. Dabei werden zuerst der Kopf vom Strunk getrennt und die äußeren Blätter entfernt. So kommen die Kohlköpfe auf einen Anhänger und werden zum Werk transportiert. 






Am Werk angekommen lädt der Bauer seine Ernte ab und die Köpfe rollen über ein Fließband in die Produktion. Hier werden sie zunächst auf Größe und Qualität geprüft, geputzt und in Streifen geschnitten. Dann wird der Kohl in einem Aufguss aus Zucker, Salz und Gewürzen vorgekocht. Je nach Sorte kommen dann noch Äpfel, Gänseschmalz oder ein Schuss Spätburgunder dazu. 

Im Glas wird der Kohl perfekt konserviert, behält sein Aroma und ist für den Kunden gut sichtbar. Der feine Anblick und der köstliche Geruch im Werk führten übrigens auch dazu, dass wir Blogger allesamt unheimlich großen Rotkohl-Hunger entwickelt haben...mmmmhhh!! Der gesamte Verarbeitungsprozess geht übrigens so schnell, dass die Gläser noch leicht warm das Werk verlassen. 

Wir sahen mit unseren roten Häubchen und der weißen Schutzbekleidung übrigens herzallerliebst aus. Deswegen gibt´s den Anblick auch nur mal kurz von hinten ;) !



Die 2 Tage in Schweinfurt waren ganz große klasse und ich habe mich total gefreut, bei der Rotkohlreise dabei gewesen zu sein! Es ist immer toll, zu wissen, wo die Produkte, die man so konsumiert, eigentlich herkommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden. Ich werde bestimmt noch oft an die Reise zurückdenken, wenn mal wieder ein Glas Rotkohl in meinem Einkaufswagen landet - das passiert gerade in der Weihnachtszeit nämlich häufiger.

Wenn ihr Euch das Produktionsverfahren vom Kühne-Rotkohl noch mal in Bild und Ton zu Gemüte führen möchtet, findet ihr hier einen kleinen Kurzfilm.


*Ein großes Dankeschön für die Einladung und die Organisation gehen an Kühne und Rike&Christin von der Agentur Pony&Blond! Mit dabei waren außerdem die Bloggerinnen von Cozy and Cuddly, Experimente aus meiner Küche und Fraeuleinchen

Kommentare:

  1. Hihi, wie lustig. Über meinen Rotkohl hab ich noch nie so lange nachgedacht wie nach deinem Post... Da der mir beim Selberkochen immer nicht gelingt, kaufe ich gern welchen aus dem Glas, der ist dann schon schön durchgezogen. Ich kann mir richtig vorstellen, wie Ihr mit Kameras bewaffnet durch die Felder gezogen seid... Blogger sind schon ein Völkchen für sich.
    Liebe Grüße,
    Daniela

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    1. Hihi, ging mir vor der Reise auch so! Und mir geht es auch so . ich verfeiner den Rotkohl aus dem Glas meist nur noch ein wenig :) Hhihi. Liebe Grüße!!

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  2. danke für die bilder und den bericht, sehr interessant!!! dann weiß man gleich, daß man "qualität ißt"!!! ich bin ein ausgesprochener rotkohlfan!!! liebe grüße von angie

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    1. Ja genau, das hab ich mir auch gedacht! Ich liebe Rotkohl im Winter auch sehr :) LG!

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  3. Wann kommt ein Rezept dazu?

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    1. Zu Rotkohl aus dem Glas möchtest du ein Rezept? ;-)
      Liebe Grüße, anonym

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  4. So ein toller Bericht! Ich kann deine Reise richtig nachempfinden ! Schön zu wissen, woher der Rotkohl kommt!!! Liebe Grüße, Anne

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  5. Ich liebe das Blaukraut von Kühne! Schmeckt einfach super gut!

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  6. Liebe Anonym, schade, dass du keine Kontaktmöglichkeit da gelassen hast, ich hätte Dir gern ausführlich geantwortet :) Mein Kurztipp lautet aber: einfach nicht mehr hier lesen ;) Es gibt doch so viele tolle Food-Blogs - da ist für jeden was dabei!

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  7. Aaaah wie cool ist das denn?? Rotkohl liebe ich !! Coole Reise! Jetzt hab ich auch Hunger auf Rotkohl :) !!

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  8. Liebe Ann-Katrin,

    toller Bericht! Ich finde es immer wieder interessant mal etwas von den Produkten unseres täglichen Bedarfs "hinter den Kulissen" zu erfahren.
    Das Blaukraut von Kühne mag ich auch sehr gerne und es ist halt einfach für uns berufstätige eine super Alternative wie man recht schnell am Abend noch zu einer anständigen Beilage kommt.

    Ganz liebe Grüße!
    Julia

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