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06 November 2015

{Buchtipp} Weihnachts-Geschenke aus der Küche

Eigentlich wollte ich mich zurückhalten, was die Anschaffung von neuen Kochbüchern und Zeitschriften angeht. Eigentlich. Denn gerade in der Vorweihnachtszeit gelingt mir das leider so gar nicht! Tolle weihnachtliche Kochbücher und -Zeitschriften wickeln mich einfach immer um den Finger.


Mein neustes Exemplar heißt Weihnachts-Geschenke aus der Küche* und ist aktuell im Thorbecke Verlag erschienen. In dem kleinen niedlichen Büchlein haben Sabine Fuchs und Susanne Heindl viele Anregungen für leckere Geschenke zusammengetragen.

Unter den Rezepten befinden sich Köstlichkeiten wie Limettenöl, Mangoketchup, Bratapfelaufstrich, Chili-Parmesan-Plätzchen, Orangentrüffel, knusprige Rote-Bete-Chips oder ein exotisches Kumquatchutney. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei, sodass man bestimmt etwas Feines findet, um dem Beschenkten eine ganz persönliche Freude zu machen. 

Besonders gut gefällt mir außerdem, dass zu jedem Rezept (neben appetitanregenden Bildern!!) passende Ideen für die Verpackung der Leckereien mitgeliefert werden. Im hinteren Teil des Buches findet man dann sogar alle liebevoll gestalteten Etiketten, die man einfach nur noch ausdrucken muss. 

Das Büchlein bringt mich schon jetzt ein kleines Bisschen in Weihnachtsstimmung und ich werde mit Sicherheit die eine oder andere Kleinigkeit daraus nachmachen. Damit beschenke ich dann entweder meine Lieben oder mich selbst ;) ! 




*Amazon-Partner-Link


27 Februar 2014

{Rezension} Fein gebacken! aus dem Kosmos Verlag


Nachdem mir das Buch Komm zum Kaffeeklatsch* aus dem  Kosmos-Verlag bereits so gut gefallen hat, habe ich mir auch das Buch fein gebacken!: Das Grundbackbuch* genauer angeschaut. Ich bin der Meinung, dass ein gutes Grundbackbuch in keinem Haushalt fehlen sollte.


Inhalt und Aufbau:

Nach einer kleinen Warenkunde und zahlreichen Umrechnungstipps am Anfang, teilen sich die Rezepte nach den Teigarten auf:

- Rührteig
- Biskuitteig
- Mürbeteig
- Hefeteig
- Quark-Öl-Teig
- Blätterteig und Plunderteig
- Brandteig
- Strudelteig
- Baiser

Neben Klassikern wie der Linzer Torte gibt es auch Spezialkuchen wie den angesagten New York Cheesecake und Gebäcke, die nicht im Ofen hergestellt werden. Herzstück des Buches sind unzählige Grundrezepte für alle Lebenslagen, die oft gefolgt sind von verschiedenen Variationsmöglichkeiten. Diese Mischung macht Fein gebacken so besonders.


Gestaltung:

Die schöne Aufmachung des Buches ist mir gleich aufgefallen und lädt definitiv zum schmökern ein. Jede Seite ist ganz einzigartig und mit viel Liebe zum Detail gestaltet.Vom Stil her wirken die Fotos klassisch, zeitlos schön.

Rezepte:

Die ausführlichen Anleitungen, die häufig durch Schritt-für-Schritt-Fotos bereichert werden, machen es besonders auch Anfängern leicht, das Backen zu erlernen. Zusätzlich gibt es zu jedem Rezept noch Wissenswertes rund um die Grundzutaten, Mehlsorten. Treibmittel, Backformen und Zubehör.

Ausprobiert habe ich bisher das Pizzabrot, welches mir sehr gut gelungen ist. Auch geschmacklich war es so toll, dass ich das Grundrezept für den Teig weiterhin verwenden werde.





Fazit:

Ich finde das Buch rundum gelungen und freue mich schon darauf, weitere Rezepte auszuprobieren und mich an neue Teige, wie den Strudelteig, heranzuwagen. Von einem Grundbackbuch erwarte ich, dass es (theoretisch) ausreicht, um  im Alltag, aber auch wenn Besuch kommt, gut ausgestattet zu sein. Ich erwarte auch, dass die Rezepte gut erklärt und besonders für Anfänger leicht nachzubacken sind. All das trifft auf dieses Buch zu!


Cornelia Schinharl und Christa Schmedes
Fein gebacken! – Das Grundbackbuch
240 Seiten
Fotos von Alexander Walter
Franckh-Kosmos Verlag
ISBN-10: 3440125920
ISBN-13: 978-3440125922



*Affiliate-Links, *Rezensionsexemplar

22 Mai 2013

Die neue Deli - I Like !

Jaaaaa, ich weiß, ich bin spät dran - auf vielen Blogs war die neue Deli schon zu bewundern. Dennoch möchte ich meinen Senf noch dazu geben und Euch meine kleinen und bescheidenen Eindrücke von dem Heft geben. 

Vielleicht erinnert Ihr euch noch, dass ich Euch hier von der 1. Ausgabe der Deli im letzten Sommer erzählt habe. Damals habe ich einen ganz umwerfend guten Schoko-Auflauf aus dem Heft nachgemacht. Ich muss ihn Euch einfach nochmal zeigen, weil ich bei dem Anblick jedes Mal wieder in dieser schokoladigen Auflaufform baden will:






Kein Wunder, dass ich bei solch einem Rezept-Erfolg gleich ein Fan der Deli war, oder? Das Heft hatte mich sehr begeistert. Jung, bunt, frech und appetitanregend - so hatte ich es empfunden. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass es nun endlich weitergeht mit diesem grandiosen Heftchen. Hier ein paar Einblicke in die aktuelle Deli.







Schaut mal hier oben, da ist sogar die liebe Rike von Lykkelig!






Wie man gleich sieht, das Layout ist herrlich bunt und erfrischend. Überhaupt finde ich, dass sich die Deli im Vergleich zu vielen anderen Kochzeitschriften wirklich sehen lassen kann. Das Quirlige gefällt mir sehr. Das ist so eine Zeitschrift, die ich nicht nur hernehme, wenn ich wirklich etwas kochen will, sondern mit der ich mich auch gerne auf die Sonnenliege verziehe und einfach ein wenig schmökere. Nicht nur Rezepte, auch Städtetipps und DIY findet man in der Deli  - sehr schön! 

Nachgekocht habe ich bisher leider noch nichts, hoffe aber, das ganz bald nachholen zu können. Vor allem hoffe ich aber, dass nicht mehr so viel Zeit bis zur nächsten Ausgabe vergeht!


20 Januar 2013

Bookshelf - Cynthia Barcomi: Backen - I love baking

Ob ich lieber koche oder backe kann ich gar nicht so genau sagen. Nur backen - das wäre auf jeden Fall nichts für mich. Von irgendetwas muss man ja auch jeden Tag satt werden. Nur kochen, das wäre aber auch nichts - da würde mir doch etwas fehlen. Nämlich all die himmlischen Glücklichmacher, die sozusagen als i -Tüpfelchen die sonstige Ernährung versüßen.

Eine inzwischen renommierte Backbuchautorin ist Cynthia Barcomi. Schon lange habe ich mit einem Buch von ihr geliebäugelt, nun halte ich es endlich in den Händen. Die Rede ist von Ihrem im März 2010 erschienenen Buch Backen. I love baking* aus dem Mosaik-Verlag. Weil mir das Buch so gut gefallen hat, muss es natürlich einen Platz auf meinem Bookshelf bekommen.

Kurzbeschreibung:
70 neue Rezepte für leckere Muffins, Scones, Cookies, Pies und Brote von der Berliner Baking Queen
Cynthia Barcomis Cookies, Muffins und Bagels sind in aller Munde. Die amerikanischstämmige Baking Queen hat mit ihren Coffeeshops das amerikanische Backwerk nach Berlin gebracht – und mit ihren Büchern in ganz Deutschland bekannt gemacht. Nach dem großen Erfolg ihres ersten Backbuchs legt sie nun mit 70 ganz neuen Rezepten nach: süße Leckereien und herzhafte Versuchungen, schnelle Kekse für jeden Tag, Muffins fürs Frühstück oder für zwischendurch, beeindruckende Torten für besondere Anlässe – alles wieder ganz einfach nachzubacken.


Inhalt und Gestaltung des Buches
Backen. I love baking ist das zweite Backbuch von Cynthia Barcomi und knüpft an ihr erstes Werk mit dem Titel Cynthia Barcomis Backbuch an, welches 2007 im Mosaik-Verlag erschienen ist.
Cynthia ist gebürtige Amerikanerin und besitzt mittlerweile 2 wundervolle Cafés in Berlin, in denen man ihre Backwaren verkosten kann.
(Auf die Cafés bin ich übrigens erst durch die Rezension aufmerksam geworden und muss diese unbedingt bei meiner nächsten Berlinreise besuchen.)
Nach einem einleitenden Rundgang durch die moderne Küche und einigen hilfreichen Tipps und Tricks rund um Zutaten und Küchengerätschaften, finden sich in dem Buch die Kategorien: Muffins, Scones, Breads, Quick Breads & Pizza, Spreads & Butters, Cakes& Pies, Bar Cookies &Cookies und Ice Cream. Eine sehr schöne Zusammenstellung, wie ich finde.
Jedem Rezept geht ein kleiner Kommentar der Autorin voraus, in dem man mehr über die Herkunft, den Geschmack, die Kombinationsmöglichkeiten des Gebäcks oder sonstige Anekdoten dazu findet. So bekommt das Buch eine schöne persönliche Note und man hat nicht nur was zum Backen, sondern auch zum Lesen und Schmökern. Auch zahlreiche Fotos der Autorin selbst unterstützen den persönlichen Charakter und Charme des Buches. Zu viel Selbstinszenierung findet man hier jedoch nicht, Rezepte, Bilder und Texte sind in einem schönen Gleichgewicht.
Die Aufmachung des Buches gefällt mir total gut. Das Buch hat etwa Din-A4 Format und beinhaltet auf 160 Seiten insgesamt 70 Rezepte. Meistens nimmt ein Rezept eine Doppelseite inklusive einem großen, ansprechenden Foto ein. Von den Farben her ist das Buch sehr hell und freundlich gestaltet, jede einzelne Leckerei ist hübsch hergerichtet und liebevoll mit passenden Accessoires in Szene gesetzt. Der Style trifft genau den Nerv der Zeit und als Liebhaberin von schöner Food-Photography genau meinen Geschmack. Gerade der Vintage-Shabby-Stil mit vielen kleinen Details ist einfach hinreißend.
Rezepte:
Die Kategorien Muffins, Scones, Breads, Quick Breads & Pizza, Spreads& Butters, Cakes & Pies, Bar Cookies &Cookies und Ice Cream habe ich ja bereits erwähnt.
In meinen Augen eine tolle Auswahl, wenn es das ist, wonach man sucht.
Ich persönlich bin ja seit meinem Jahr in den USA ein riesengroßer Fan von allen Leckereien, die ihren Ursprung in der Amerikanischen/Britischen Küche haben. Daher kann ich gar nicht genug Bücher zur Inspiration bekommen, die diese Kategorie bedienen, vor allem wenn sie so wunderschön aufgemacht sind wie dieses.
Insbesondere das Kapitel zur Herstellung von Eiscreme (auch ohne Eismaschine!) dürfte einige brennend interessieren, da dieses noch nicht in besonders vielen Backbüchern zu finden ist.
Gelingsicherheit ist mir sehr wichtig, wenn ich ein neues Buch kaufe. Die Rezepte sind soweit ich es bisher überblicken kann, alle unheimlich gut beschrieben. Selbst wenn die Zubereitung etwas knifflig erscheint, so ist sie doch so gut erklärt, dass auch ein Backanfänger keine Schwierigkeiten damit haben wird.
Was ich auch toll finde, ist, dass es neben süßen Rezepten auch viele Rezepte für die herzhafte Backlust gibt. Eines davon habe ich gleich mal ausprobiert:

Der Selbstversuch:
Ich habe das Buch nun seit einer Woche und bisher habe ich ein Rezept daraus nachgebacken. Es handelt sich um die Cheese and Nut Scones, die es mir allein schon optisch sofort angetan hatten. Einfache Zutaten, unkomplizierte Zubereitung – genau das richtige also für den Sonntagmorgen. Der Teig ließ sich wunderbar verarbeiten und das Ergebnis entsprach genau meinen Vorstellungen. Die Scones schmeckten herrlich käsig und nussig, die Konsistenz war schön locker und leicht. Was gibt es auch schöneres, als noch warmes, duftendes Gebäck als Start in den Tag. Das erste ausprobierte Rezept war für mich also ein voller Erfolg und weckt noch mehr Lust, mich nach und nach durch das ganze Buch zu backen. Das Rezept für die Scones verrate ich Euch morgen, hier nur ein kleiner, optischer Vorgeschmack:
Fazit:
Bei meiner Bücherauswahl gehe ich meistens so vor, dass ich erst 1x von vorne bis hinten durchblättere und dabei mitzähle, wie viele Dinge ich daraus gerne nachkochen /-backen würde. Anhand der Zahl die dabei rauskommt, entscheide ich dann für mich, ob sich die Anschaffung lohnt.
Aus diesem Buch, soviel kann ich schon sagen, möchte ich am liebsten alles nachmachen, so sehr haben mich die Rezepte angesprochen. Es gab nur ganz wenige Rezepte, die ich persönlich uninteressant fand. Ich bin beispielsweise kein großer Eisesser, weswegen ich diese Kategorie nicht vermisst hätte, wäre sie nicht da gewesen - aber ich denke da bin ich wohl eher eine Ausnahme ;) . Davon abgesehen treffen die Rezepte aber durchweg meinen Geschmack.
Ich hatte wirklich noch nicht viele Backbücher, die mir auf Anhieb so gut gefallen haben.
Hier sind 17.95 Euro wirklich gut engelegt.
Cynthia ist auch als die „queen of baking“ bekannt, was ich bisher nur unterschreiben kann. Ich möchte das ganze Buch rauf- und runterbacken und hoffe jetzt schon auf noch viele weitere Bücher von dieser tollen Autorin.



* Affiliate-Link

03 Dezember 2012

Bookshelf: Leila Lindholm - Noch ein Stück


Copyright: At Verlag

Da mein Bookshelf mit nur 2 Büchern drauf natürlich noch etwas trostlos aussieht, bekommt es heute nochmal kulinarischen Zuwachs.

Anlass für diesen Beitrag ist das Buch Noch ein Stück: Kuchen, Brownies, Waffeln, Eis, Brot, Pizza und Pasta* von Leila Lindholm, das im        AT Verlag erschienen ist. Weitere Bücher von Leila sind Kochen mit Leila, Backen mit Leila und Hello Cupcake!.

Bei Noch ein Stück sprachen mich im Vorfeld alleine schon Titel und Cover sehr an. Noch ein Stück, noch ne Portion – oder lieber gleich 2-  das spricht mir manchmal aus der Seele wenn es um gutes Essen geht. Wenn es schmeckt, warum nicht gleich mal Nachschlag verlangen?
Damit ihr Euch nun etwas unter dem Buch vorstellen könnt, hier nun meine Eindrücke.

Kurzbeschreibung:


„Dieses Buch ist der zweite Teil der populären Backbibel »Backen mit Leila«. Er fügt sich nahtlos an den Vorgänger an und zeigt in rund 200 Rezepten für jede Jahreszeit und jeden Anlass, wie sich spezielle Brote, Pizza, Kuchen, Torten, Brownies und andere süsse Köstlichkeiten und - als Konzession an eine ihrer Lieblingsspeisen - auch Pasta ganz einfach selbst herstellen lassen. Die liebevoll gestalteten Kapitel tragen fantasievolle Namen wie »Say Cheesecake«, »Brownies and Blondies« oder »I scream icecream«. Auch hier präsentiert Leila wiederum viele Grundrezepte, die durch andere Zutaten in immer wieder neue Varianten verwandelt werden. Dazu verrät sie viele Tipps und Kniffe rund um das Backen sowohl für erfahrene »Backhasen« wie auch für Back-Neulinge.


Dieses neuste Buch von Leila Lindholm besticht wiederum durch die hohe Qualität der Fotografie und die liebevolle Gestaltung. Das Buch hat das Potenzial, das Lieblingsback- und -kochbuch vieler zu werden.“

  Copyright: AT Verlag
Inhalt und Gestaltung des Buches:

Kuchen, Brownies, Waffeln, Eis, Brot, Pizza und Pasta, so lautet der Untertitel des Buches. Nach etwa diesen Themen ist auch der Inhalt strukturiert und sortiert.

Die einzelnen Themen gefallen mir sehr gut, denn das sind auch tatsächlich so ziemlich genau die Dinge, von denen ich persönlich immer „noch ein Stück“ will.

Ich hatte ja schon gesagt, dass das Cover ein Grund für mich war, mir das Buch genauer anzuschauen. Darauf zu sehen ist Leila selbst, eine gebürtige Schwedin mit marokkanischen Wurzeln, die in Schweden eine beliebte und erfolgreiche Fernsehköchin ist. Sie selbst und Ihre Kochbücher heimsten in der Vergangenheit schon zahlreiche Preise ein.

Aber nicht nur auf dem Cover bekommen wir ein „Stück“ von Leila zu sehen. Im gesamten Buch findet man zahlreiche Fotos von Ihr und Ihren Lieben. Man bekommt fast den Eindruck man blättere in einem Familienalbum.

Ländlich und nostalgisch muten die Bilder an, einfach sympathisch und schön. Da sieht man zum Beispiel ein (Leilas?) Fahrrad vor einem kleinen Käseladen, Leila wie sie bei einem netten Beisammensein mit Freunden einen urigen alten Holzofen mit selbst gebackenen Pizzen bestückt, ein liebevoll hergerichtetes Picknick auf der Ladefläche eines Pick-Ups oder aber Leila beim Pasta kneten in einer heimeligen Landhausküche.

Bilder, strotzend vor ländlichem Flair, findet man groß und sehr zahlreich in diesem Buch.  Insgesamt gibt es auf 200 rezepte 160 Bilder. Es findet sich somit zwar nicht die große Masse an Rezepten, die die Dicke des Buches vielleicht vermuten lässt, aber dafür wird auch jedes Gericht sehr ästhetisch ansprechend präsentiert und sorgfältig.

Es gleicht wirklich keine Seite der anderen und die umwerfend schöne Gestaltung führte dazu, dass ich das Buch zunächst gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Copyright: ATVerlag
Die Rezepte:

Kuchen, Brownies, Waffeln, Eis, Brot, Pizza und Pasta – wer sich daran gerne satt isst, der ist mit diesen Rezepten gut beraten.

Beim genaueren Hinsehen beeindruckte mich dann auch gleich die internationale Vielfalt der Rezepte. Italienische Pizza, belgische Waffeln, amerikanische Brownies und französisches Brot sind nur ein paar Eckpunkte der kulinarischen Reise, die der Leser mit diesem Buch antreten kann.

Was ich auch ganz toll finde ist, dass zu einigen Rezeptideen neben dem Grundrezept gleich viele verschiedene Varianten angeboten werden. So gibt es zum Beispiel im Pizza-Kapitel insgesamt 12 herzhafte und 5 süße Varianten oder Ricotta-Pfannkuchen auf sieben Arten. Das Buch geht hier also wesentlich tiefer ins „Eingemachte“, als es sich die meisten Koch- und Backbücher wagen. Oftmals muss man sich beim Buchkauf entweder für Grundrezepte oder für ausgefallenere Kreationen entscheiden -  das ist hier nicht der Fall, denn hier wird gleich das komplette Paket geliefert.

Die Rezepte entsprechen dem ländlichen Layout: rustikal und bodenständig, ohne viel Chichi. Man kann sich also mal eben schnell auf ein hübsches Landgut träumen und sich vorstellen, dass eben diese Leckereien hier schon seit Generationen so auf den Tisch kommen. Verstaubt sind die Rezepte deshalb aber noch lange nicht – vielmehr zeitlos und gelegentlich auf pfiffige Weise neu interpretiert.

Für die Rezepte braucht man nicht Unmengen an Zutaten, sondern kann sich für ein gutes Ergebnis auf wenige ausgewählte Zutaten von guter Qualität beschränken. Die Zubereitungsweisen sind gut beschrieben und bei „komplizierteren“ Rezepten wie zur hausgemachten Pasta auch schrittweise bebildert.  Auch als Anfänger steigt man hier also leicht durch.

Das Buch enthält zusammengefasst also genau die Rezepte, die ich auch vom Titel her auch erwartet hätte – da bleiben eigentlich keine Wünsche offen. Die internationale Bandbreite und die vielen Variationen eines Rezeptes haben meine Erwartungen übertroffen -  das habe ich so noch in keinem Buch zu diesen Themen finden können.



ISBN: 978-3-03800-584-1
Einband: Gebunden mit Schutzumschlag
Umfang: 224 Seiten
Gewicht: 915 g
Format: 19 cm x 24 cm
Lieferbar in 3-5 Arbeitstagen
24,90 EUR





Copyright: AT Verlag 
Fazit:

Auch wenn man den Vorgänger Backen mit Leila nicht besitzt, ist Noch ein Stück in meinen Augen dann eine lohnenswerte Anschaffung, wenn man bodenständige aber kreative Rezepte zu den Themen Kuchen, Brownies, Waffeln, Eis, Brot, Pizza und Pasta sucht. Wenn man den Vorgänger schon im Regal stehen hat, ist Noch ein Stück eine tolle Erweiterung.

Auch die „Schmökerer“, die sich gerne mit dem Buch einkuscheln und einfach erst mal visuell schlemmen möchten, kommen hier voll auf ihre Kosten.

In meinen Augen für Anfänger und routinierte Vielbäcker gleichermaßen schön!


* Affiliate-Link


25 November 2012

Bookshelf: Greenbox von Tim Mälzer

Einen wundervollen Sonntag wünsche ich Euch - vielleicht sogar mit besserem Wetter als bei mir, denn hier prasseln gerade dicke Regentropfen an die Fensterscheibe. Wie gut, dass ich es mir heute nochmal gemütlich machen kann.  Bevor es morgen wieder hektisch wird, werden heute nochmal schnell ein wenig die Füße hochgelegt -  das ist zumindest mein Plan.


Vostellen möchte ich Euch nun einen weiteren Neuzugang in meinem Bücherregal, mit dem ich schon längere Zeit geliebäugelt hatte. Es handelt sich um das Kochbuch Greenbox* von Tim Mälzer, das im Oktober im Mosaik Verlag / Randomhouse erschienen ist.
Das Buch macht seinem Namen alle Ehre: mit Tim Mälzers erstem rein vegetarischen Kochbuch kommt man als Leser in den Genuss der abwechslungsreichen Gemüseküche. Ich selbst koche (und esse…) zwar nicht rein vegetarisch, aber dennoch sehr fleischarm und streckenweise auch fleischlos. Grund genug, um das Kochbuch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.


 Copyright: Mosaik Verlag

Kurzbeschreibung:


„Tim Mälzer rockt die Gemüseküche!

Kochen mit frischem Gemüse! Mit seinem neuen Kochbuch »Greenbox« zeigt Tim Mälzer nicht nur den überraschenden Reichtum einer fleischlosen Küche - »Greenbox« ist auch eine alltagstaugliche Geschmacksschule, die zum Kochen und Weiterkochen inspiriert. Dabei sind knackfrische Gemüse, duftende Kräuter und aromatische Gewürze die Stars. Einfache Grundrezepte ermöglichen den schnellen Zugang. Mit Anklängen an die Küchen verschiedenster Länder liefert Tim Mälzer einen Korb voller kreativer Ideen für eine raffinierte Küche, die glücklich macht.“
 Copyright: Mosaik Verlag
Inhalt und Gestaltung des Buches:


Tim Mälzer dürfte ja inzwischen jedem ein Begriff sein – und das in meinen Augen auch zu Recht. Mit viel Humor und Kreativität kocht er locker flockig die schmackhaftesten Gerichte, die noch dazu stets bodenständig und unkompliziert sind. Mälzer macht aus seinem Handwerk keine Wissenschaft, sondern zeigt lässig auf, dass Kochen Spaß machen kann. Gerade in unserer heutigen Zeit, in der es oft viel einfacher und bequemer scheint, Essen mal eben „auf die Hand“ im Vorbeigehen zu sich zu nehmen, schafft er es mit seiner lässigen Art, auch den größten Kochmuffel wieder mit frischen Zutaten vor den Herd zu locken.
Das sind zumindest meine Eindrücke, wenn ich ihm im TV so über die Schulter schaue. „Greenbox“ ist genau in diesem Stil geschrieben – nur eben mal ohne Fleisch. Gemüse, Obst, Kräuter und ein paar Kleinigkeiten, das reicht für ein großartiges Geschmackerlebnis völlig aus, dem fehlenden Fleisch weint man so keine Sekunde lang nach.
Neben zahlreichen Rezepten gibt es in den Buch auch diverse Infoseiten zu Küchenhelfern, Kräutern, Molkereiprodukten, Gewürzen und und und. Der Inhalt scheint keinem konkreten Muster zu folgen, dank verschiedener Register (geordnet von A-Z, nach Gemüsesorten, Saisonal, Kochen für Gäste, Einfache Küche…) ist aber dennoch alles ganz leicht wiederzufinden.


„Mein Gott, wie schön!“  war mein ganz unvoreingenommener Gedanke, was die Gestaltung des Buches betrifft. Die Fotos machen einem einfach nur den Mund wässrig. Dennoch sind die Gerichte aber so hergerichtet, dass man den Eindruck hat „ja, das bekomme ich auch noch hin, auch wenn ich kein Food-Stylist bin..“ . Das Drumherum beeindruckte mich ebenso. Jede Seite scheint mit viel Liebe und Sorgfalt ganz individuell gestaltet worden zu sein – immer abgestimmt auf das jeweilige Rezept.


Mein Herz ruft „Yippieeee“, darin könnte ich stundenlang schmökern.


 Copyright: Mosaik Verlag
Die Rezepte:


Schmökern, schön und gut. Aber nun Butter bei die Fische – äääh – bei das Gemüse. Worauf es noch mehr ankommt sind ja die Rezepte.


Hier ist nun wirklich für jeden (und jeden Anlass) etwas dabei. Da gibt es sowohl einfache Grundrezepte - wie zum Beispiel Bratkartoffeln - als auch die wildesten Kreationen, die sich der gemüsehungrige Leser nur erträumen kann.


Rezepttitel wie Avocado mit Grapefruitkaramell und Frischkäse, Rahmsauerkraut-Lasagne mit Gruyère, Felsalat mit gebratenen Auberginen und Maronenpüree, Pfifferling – Ricotta – Tarte, Pfirsich-Zucchini-Salat mit Mozzarella-Dressing oder Focaccia mit Grillgemüse-Salsa ließen mein Herz mindestens eine Oktave höher schlagen. Da war jemand echt mal kreativ.


Die Rezepte sind einfach aber genau beschrieben, zum Teil sind sogar einzelne Schritte und nicht nur das Endprodukt bebildert. Die Zubereitungszeit ist stets mit angegeben und bei einigen Rezepten finden sich zusätzliche Tipps und/oder Variationsmöglichkeiten.


Die Rezepte sind wie schon erwähnt sehr ausgefallen, der Schwierigkeitsgrad ist aber auch für Anfänger gut zu bewältigen. Man benötigt auch nicht unendlich viele ausgefallene Zutaten, was ich sehr begrüßenswert finde. Das Buch ist eben so, wie man es von Tim Mälzer erwartet: locker, umkompliziert, aber dennoch mit Pfiff.


Fazit:


Ein wirklich sehr erfrischendes Kochbuch für alle Vegetarier und Fans der fleischlosen Kost. Gleich nächste Woche werde ich beginnen, die ersten Schmankerl daraus nachzugucken.


Ich kann das Buch nur empfehlen.



Copyright: Mosaik Verlag

Von: Tim Mälzer


Verlag: Mosaik Verlag
Genre: Kochbuch vegetarisch
Erscheinungsdatum : 16. Oktober 2012
Ausstattung: Gebundene Ausgabe mit Halbleinen, 272 Seiten,
mit farbigen Abbildungen
ISBN13: 978-3-44239243-8
Preis: € 19,99 [D]

17 November 2012

Rezension: Kulinarische Zaubereien

Heute möchte ich Euch ausnahmsweise mal kein Rezept, sondern ein Buch vorstellen.

Passend zur Jahreszeit eines von der vorwiegend weihnachtlichen Sorte und zwar Kulinarische Zaubereien: für Advent, Weihnachten und Silvester* von Mona Binner und Luisa Marschall.  Es ist Ende Oktober von Bassermann Inspiration publiziert worden und soll uns die kalte Jahreszeit versüßen.
Ich möchte Euch das Buch gerne zeigen, weil es mich mit tollen Ideen und Rezepten rund um die kalte Jahreszeit schlichtweg begeistert hat.

Besonders im Vordergrund stehen hier süße und herzhafte Leckereien, mit denen man seine Lieben nach Strich und Faden kulinarisch beschenken und beglücken kann. Wer also noch nach der ein oder anderen Köstlichkeit zum Verschenken sucht, sollte sich dieses Buch unbedingt einmal genauer anschauen. Hier nun meine Eindrücke.


 Klappentext des Buches:

Bezaubernd sind die Fotos in diesem Buch, der pure Genuss die Rezepte. Mona Binner und Luisa Marschall sind ein großartiges Duo: Während die eine sich die köstlichsten Leckerbissen ausdenkt, verwandelt die andere sie mit Licht, Farben und kleinen Pretiosen in zarte, betörend schöne Kunstwerke.

Inhalt und Gestaltung des Buches:
Hier ist der Titel des Buches Programm, es beinhaltet nämlich - ganz einfach - kulinarische Zaubereien. Was ich damit meine? Nun ja, für jeden Geschmack ist etwas dabei: von Plätzchen, Stollen, Lebkuchen über Nikolausgeschenke und Ideen für den Adventskaffee, bis hin zu Weihnachtsmenüs und Ideen für das Silvesterbuffet, hier ist einfach alles zu finden.

Die Inhalte wurden liebevoll zusammengestellt von den beiden Autorinnen Luisa Marschall und Mona Binner. Luisa ist Konditorin und liebt es, anderen mit Ihren kulinarischen Köstlichkeiten eine Freude zu bereiten. Zusammen mit der Werbefotografin Mona, die zur Entspannung gerne kocht und backt, bilden sie ein perfektes Autorenteam für dieses gelungene Buch. Den Traum, ein Backbuch zu machen, verbindet die beiden Frauen. Dank der Unterstützung durch Bassermann Inspiration konnten Sie sich diesen Traum nun erfüllen.
Und warum jetzt noch ein weiteres Buch mit Weihnachtsgedöns? – Davon gibt es nun wirklich schon viele. Schon beim Blättern fällt jedoch auf, dass wir es hier mit einem besonderen Exemplar zu tun haben.

Schon als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen hielt, wollte ich es gar nicht mehr weglegen -  die Bilder und die gesamte Aufmachung sind einfach hinreißend. Jede Seite ist individuell und mit viel Liebe gestaltet – es wurde ganz eindeutig viel Wert auf Details gelegt.
Neben der Tatsache, dass einfach jedes Gericht einfach zum Anbeißen köstlich aussieht, sind auch die Accessoires wie Teller, Besteck, Deckchen usw. mit Bedacht ausgewählt. Auf manchen Seiten leicht angehaucht vom Vintage – Shabby – Landhaus – Stil trifft das Layout genau den Zahn der Zeit und auch voll und ganz meinen Geschmack.

Hinten im Buch kann man als Leser sogar auf 5 Seiten dem Team bei der Arbeit über die Schulter schauen, wie sie das Essen arrangieren und fotografieren – für mich als Foodbloggerin schon sehr interessant, mal so einen klitzekleinen Einblick in die professionelle Food-Photography zu bekommen. Man sieht den Beteiligten jedenfalls an, dass Sie viel Freude bei der Gestaltung dieses Buches hatten.  

Die Rezepte:
Nun gut, das Layout ist also schonmal bezaubernd, aber wirklich wichtig sind mir persönlich natürlich die Rezepte. Zwar erfreue ich mich auch gerne an schönen Bildern, bei der Wahl eines Koch- oder Backbuches ist das für mich aber zweitrangig.

Bei Rezepten sind mir mehrere Kriterien wichtig. Zum einen sollten die Rezepte zu einem gewissen Grad einzigartig sein. Natürlich erfindet niemand das Rad neu, aber ich möchte auch keine 0-8-15 Rezepte vorgesetzt bekommen, die ich schon X mal gesehen habe.  Das haben die Autorinnen eindeutig geschafft! Stollen? Ja, den gibt es. Aber eben nicht in der Ausführung, die schon jeder kennt, sondern als „Schokoladenstollen mit Marzipan“. Schnöde Zimtsterne werden in einen „Zimtstern-Schaum“ verwandelt und alt bekannte Lebkuchen werden im Cake-Pop-Style zu Lebkuchenlollis am Stiel. Was sagt man dazu – ich war beeindruckt.
Auch das Weihnachtsmenü kennt man so noch nicht. Da gibt es zum Beispiel einen Orientalischen Feldsalat mit Entenbrust oder eine Feine Erbsensuppe mit Minze. Sogar ein ausgefallenes, vegetarisches Weihnachtsmenü ist vorhanden.

Ein weiteres entscheidendes Kriterium ist die Umsetzbarkeit der Rezepte. Raffiniert sollen Sie sein, aber nicht stundenlange Arbeit und ein riesiges Küchenchaos zur Folge haben. Auch das ist gut gelungen. Die Arbeitsschritte sind hervorragend erklärt, die Zutatenlisten kurz und auf das Wesentliche reduziert, ohne aber dabei auf das Besondere zu verzichten.

Was mir auch noch am Herzen liegt, ist die Beschaffbarkeit der Zutaten. Wenn ich schon bei jeder 2. Zutat denke „huch, was ist das denn?“ oder vielmehr „huch, wo bekommt man denn sowas und in welches Land muss ich dafür reisen?“ -  dann habe ich schon keine Lust mehr. Solche Rezepte lese ich mir dann durch, setze sie aber mit großer Wahrscheinlichkeit nie in die Tat um. Das kann bei diesem Buch nicht passieren. Kulinarische Zauberei ist hier das Endergebnis, nicht die Zubereitung.

Mein persönliches Fazit:
Dieses Buch konnte mich in allen Punkten voll und ganz überzeugen. Sowohl zum Schmökern, als auch zum tatsächlichen Nachbasteln total zu empfehlen.

Titel: Kulinarische Zaubereien: für Advent, Weihnachten und Silvester*Von: Mona Binner und Luisa Marschall
Verlag: Bassermann Inspiration 
Genre: Essen & Trinken 
Erscheinungsdatum : 29. Oktober 2012
Ausstattung: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 144 Seiten, 27,5x21,5
durchgehend doppelseitige Fotos; Heißfolienprägung; Surbalin mit Perfeffekt
ISBN13: ISBN: 978-3-572-08076-2
Preis: €16,99



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