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07 Juli 2014

Buchvorstellung: Natürlich Backen mit Amber Rose

Natürlich Backen mit Amber Rose*. Als ich von der Neuerscheinung dieses Titels im Knesebeck-Verlag* gehört habe, wusste ich gleich, dass mich das interessieren würde. Bei der herzhaften Küche weiß man ja fast schon intuitiv, was gesund ist und was eher nicht. Aber bei Kuchen? Kann ich einen Kuchen vielleicht ein wenig gesünder machen, indem ich natürliche Zutaten verwende? Und wenn ja, welche Zutaten sind das? Klar, dunkles Mehl ist besser als helles....Honig besser als Zucker...aber sonst? Und schmeckt das überhaupt?

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Neben Antworten auf diese Fragen habe ich mir von dem Buch Rezepte erhofft, die wirklich Lust auf´s Nachbacken machen. Nicht Rezepte, bei denen man denkt "oooh....ein Kuchen...der sieht aber gesund aus...hmmmpf". Ein Blick ins Buch ließ mich dann zum Glück gleich aufatmen: Das sieht ja alles sooo lecker aus! 

Schön finde ich auch, dass es nicht um leichte, sondern um natürliche Rezepte geht. Denn wenn man auf Fett und Süßes verzichtet, mal ehrlich, wer mag das dann noch mit Genuss essen? Stattdessen lernte ich durch das Buch schmackhafte Alternativen kennen, die den Backwaren nichts am Geschmack wegnehmen, sondern sie sogar noch aromatischer und interessanter machen. Zucker durch Ahornsirup zu ersetzen macht den Kuchen nicht nur natürlicher, der Geschmack ist auch einfach ganz, ganz herrlich!



Auch die verwendeten Mehle sind vielfältig: Von Roggen über Dinkel und Buchweizen, bis hin zu Nussmehlen, die die Backwerke nicht nur gesünder, sondern auch geschmacksintensiver machen.

Der Autorin Amber Rose wurde das Backen übrigens schon in die Wiege gelegt: in Neuseeland, inmitten eines großen Obst- und Gemüsegartens hat sie nicht nur gelernt, wie man Obst und Gemüse richtig anbaut und zubereitet , sondern eben auch, wie man solch himmliche Sachen backt. Ihr Leidenschaft für gutes Essen und hochwertige Zutaten, merkt man dem Buch auf jeder einzelnen, liebevoll gestalteten Seite deutlich an.


Aber es gibt nicht nur Kuchen: für jede Jahreszeit hält das Buch auch Desserts, Tartes und Baisers, Kleingebäck, Cremes, Puddings und Kompotte und Tees bereit. Zusätzlich verfügt das Buch über ein übersichtliches Register, das die Suche nach der gewünschten Leckerei erleichtert. Zusätzlich zu den Rezepten findet man auch wertvolle Infos zu Eiern, Ahornsirup, Zucker, Ölen, Honig, verschiedenen Obst- und Getreidesorten und vielem mehr.


Nachgemacht habe ich bislang den Vanillepudding englische Art. Dazu muss ich zugeben, dass ich Pudding (Shame on me...) bislang noch nie ohne Tütchen zubereitet habe und sehr erstaunt war, wie einfach das geht und wie toll das Ganze mit ausschließlich natürlichen Zutaten schmeckt. Zusammen mit meinem Erdbeer-Cobbler war der Pudding ein wahres Gedicht!!


Fazit:

Natürlich Backen bietet in dem riesengroßen Angebot von Backbüchern wirklich mal etwas Neues. Also nicht das neunundneunzigste Standard-Backbuch mit der 187. Marmorkuchen-Version, die eigentlich schon jeder kennt. Hier wird mal ein ganz anderer Ansatz verfolgt und das finde ich toll. 

Das Buch ist schön anzusehen und lädt sowohl zum Schmökern, als auch zum Nachbacken ein! Der Untertitel "Süßes für alle Sinne" passt wie die Faust auf´s Auge und wenn das Süße dann auch noch gut für unseren Körper ist - umso besser! 




Natürlich Backen mit Amber Rose
Süßes für alle Sinne
Amber Rose, Fotos Ali Allen
Knesebeck Verlag (2014)



*Affiliate-Link / *Rezensionsexemplar

20 Mai 2014

{Buchvorstellung} Veggie: Französisch Vegetarisch

Heute möchte ich Euch Veggie: Französisch Vegetarisch*, das neue Kochbuch der Stiftung Warentest, genauer vorstellen. Zunächst habe ich mich sehr auf das Buch gefreut, da ich zum einen die französische Küche liebe und zum anderen immer auf der Suche nach besonderen, fleischlosen Kochbüchern bin. 





Inhalt 

Mit 500 Rezepten ist das Buch prall gefüllt. Bevor es mit den Rezepten aber losgeht, hat die Autorin (und Bloggerin) Clea eine liebevolle Einleitung gestaltet, in der ganz ungezwungen die verschiedenen Ernährungstypen (Flexitarier, Veganer, Rohköstler...) erklärt werden. Ohne belehrend zu wirken, geht sie außerdem auf eine ökologisch- bzw. biologisch-verträgliche Ernährung ein und zeigt anschaulich die Folgen unserer verschiedenen Ernährungsweisen auf. Sie beschreibt anhand von Statistiken (mit Quellenangabe!) außerdem die positiven Effekte auf den Klimawandel, wenn jeder seine Ernährung auch nur ein kleines bisschen umstellt. Wir sollten also nicht nur uns selbst, sondern auch unserer Erde zuliebe, auf unsere Ernährung achten! 

Die Rezepte sind aufgeteilt nach den Kategorien Frühstück und Brunch, vollwertige Gerichte, Tellergerichte, schnelle Snacks, Gäste einmal anders bewirten, und Desserts. An die Rezepte schließt sich ein Rezeptregister nach Zutaten und ein Rezeptregister nach Alphabet sortiert an, was bei der Rezeptmenge durchaus hilfreich ist. 


Gestaltung

Für diejenigen unter Euch, die sich daran stören, nehme ich es gleich vorweg: zu den meisten Gerichten gibt es kein Foto. Mich persönlich stört das nicht, ich weiß aber, dass die Fotos für manch einen nicht nur Appetitanreger, sondern auch Hilfe darstellen. Die Fotos, die im Buch enthalten sind, sind aber alle sehr ansprechend und zeigen teilweise sogar verschiedene Arbeitsschritte. 

Ansonsten findet man pro Seite etwa 2-5 Rezepte, alle mit Personenangaben und teilweise auch mit verschiedenen Varianten oder hilfreichen Tipps. 

Jedes Kapitel ist farblich anders gestaltet, was ganz hilfreich für die Übersicht ist. 

Rezepte:

Das Wichtigste in einem Kochbuch sind natürlich die Rezepte und hier war ich zunächst aus folgendem Grund irritiert: sie sind  lange nicht alle französisch, sondern von allen Küchen der Welt inspiriert. Da gibt es Tapiokapudding, Scones, Pilaw, Hummus, Tortilla, Sushi und so weiter. Zwar gibt es auch diverse Tartes  oder mal ein Omelette - aber eben nur ab und zu mal zwischen vielen "unfranzösischen" Rezepten. Wer also ein Kochbuch der typisch französischen vegetarischen Küche sucht, wird hier vielleicht enttäuscht sein. Der Name des Buches ist daher ein wenig irreführend und beruht vermutlich darauf, dass die Autorin Französin ist und hier ihre Lieblingsrezepte teilt.

Dennoch tut das den Rezepten keinen Abbruch, diese sind nämlich durchaus kreativ. Da gibt es zum Beispiel ein Räuchertofu-Steak mit Topinambur, eine Polenta-Tarte mit Zucchini und Sesam oder Pancakes aus Gemüsepüree mit Joghurtaufstrich.

Bei den Zutaten fällt auf, dass viele eher ungewöhnlich sind (zumindest für meine Art zu Kochen). Reismiso, Cashewmus, Gomasio (?), Reissirup, Seidentofu, Oliven-Tofu, Fonio, Panch Phoron (Gewürzmischung) oder Umeboshi-Paste sind nur ein paar Zutaten, die ich definitiv nicht normalerweise in der Küche habe. Auch findet man sehr viele Rezepte mit Tofu, Seitan oder Milchersatzprodukten wie Reis- oder Hafersahne. 

Wer sich darauf einlassen kann und Lust darauf hat, neue Zutaten kennenzulernen, für den ist das Buch sicherlich sehr empfehlenswert. Die Rezepte sind definitiv außergewöhnlich und nicht in jedem Kochbuch zu finden!

Der Selbstversuch

Auf der Suche, nach einem Rezept, das ich gerne nachkochen würde, bin ich auf die Linsen-Erdnuss-Sauce gestoßen. Und weil ich alle benötigten Zutaten daheim hatte, habe ich auch gleich losgelegt.

1 Glas rote Linsen
3 Tomaten
1 Tl Kreuzkümmel
1 Lorbeerblatt
2 El Erdnussbutter
3 getrocknete Tomaten

Die Linsen mit 2 Gläsern Wasser, Kreuzkümmel, Lorbeer und den gewürfelten Tomaten in einem Topf aufkochen lassen. 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Das Lorbeerblatt herausnehmen, Erdnussbutter und getrocknete Tomaten zufügen. Dann alles pürieren. 

Die Sauce gab es bei mir zu Gemüse Couscous.


Fazit:

Zunächst hat mich die Sauce nicht ganz überzeugt. Nach kräftigem Nachwürzen mit Salz und Pfeffer, etwas Paprika- und Chilipulver war sie aber dann doch ganz lecker. Salz und Pfeffer-Angaben fehlen im Buch übrigens komplett - entweder ist das Absicht, oder man soll sich Salz und Pfeffer selbst dazu denken, ich weiß es nicht. Die Sauce hat zum Couscous letztendlich ganz gut gepasst, ich hatte mir jedoch mehr davon erhofft. Ein einziges Rezept sagt natürlich nicht viel über die Qualität des Buches aus. Um die Rezepte genauer beurteilen zu können, werde ich wohl noch ein paar nachkochen müssen. 

Insgesamt ist das Buch wirklich schön gemacht und die Rezepte durchaus kreativ und ungewöhnlich! Wer nicht nur nach französischen Rezepten sucht und auch kein Problem mit viel Tofu und anderen ungewöhnlicheren Zutaten hat, wird an dem Buch bestimmt Freude haben!

Stiftung Warentest/Cléa: „Veggie - Französisch vegetarisch“, Hardcover, 336 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Euro 19.90, ISBN 978 3 86851 097 3, erschienen bei Stiftung Warentest, Berlin.

Weitere Informationen:
www.test.de




*Rezensionsexemplar /Affiliate-Link

10 Mai 2014

{Buchvorstellung} Deutschland Vegetarisch von Stevan Paul

Deutschland vegetarisch * von Stefan Paul (Autor) Und Katharina Seiser (Herausgeberin) ist ein wunderbares Buch über die klassische vegetarische Küche in Deutschland. Die Idee gefällt mir: nach dem Bestseller  Österreich vegetarisch* von Katharina Seiser, Meinrad Neunkirchner und Thomas Apolt, ist nun endlich bewiesen, dass auch Deutschland eine grandiose fleischlose Küche zu bieten hat!

Auf vielen Blogs wurde das Buch bereits besprochen und ich kann mich den Lobeshymnen nur anschließen! Hier lest ihr, warum!


© Kramp+Gölling, Bernd Gölling und Andrea Kramp.


Inhalt:

Wer hätte es gedacht: Überall in Deutschland verbergen sich von alters her die herrlichsten vegetarische Gerichte. Stevan Paul hat sich auf die Suche begeben und dabei 150 alte und neue Klassiker  aus allen Ecken Deutschlands zusammengetragen. Sortiert sind die zumeist alltagstauglichen Rezepte nach Jahreszeiten. Neben typischen Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Wintergerichten gibt es auch Jederzeit-Gerichte, die das ganze Jahr hindurch passend sind. Eine schöne Idee, die zeigt, wie viel Sorgfalt und Überlegung in dem Buch stecken.

In den Gerichten spielen Kräuter, frisches Gemüse und süßes Obst die Hauptrolle. Da findet man regionale Klassiker wie die Frankfurter grüne Sauce, Reibekuchen oder Schupfnudeln und Kindheitserinnerungen wie rote Grütze, Pfannkuchen oder Milchreis.

Die Rezeptvielfalt ist riesig und umschließt alles vom Aufstrich über die Suppe, zum Hauptgericht bis hin zum sündig leckeren Dessert.

Alle Rezepte werden ausführlich und Schritt für Schritt erklärt und man findet zusätzlich viele Tipps, Variationsmöglichkeiten und ein umfangreiches Register mit allen Hauptzutaten. 






© Kramp+Gölling, Bernd Gölling und Andrea Kramp.


Gestaltung:

Das Design des Buches spiegelt den Inhalt perfekt wieder: klassisch! Alles wirkt übersichtlich und klar strukturiert, die Bilder muten durch die Wahl des Geschirrs und den übrigen Requisiten ein wenig nostalgisch an. Genau so, wie es sich für traditionelle deutsche Küche eben gehört. Fast jedes Rezept ist bebildert und die großformatigen Fotos machen allesamt Appetit und laden zum Nachkochen ein!


© Kramp+Gölling, Bernd Gölling und Andrea Kramp.


Der Selbstversuch:

Bei diesem Buch fiel es mir unheimlich schwer, mich auf ein Gericht festzulegen, das ich als erstes nachkochen wollte! Die Rezepte sind alle so ehrlich und bodenständig, so unkompliziert und appetitanregend: genau so, wie ich es liebe! Entschieden habe ich mich letztendlich für die einfach köstlichen Grumbeerwaffele, von denen ich Euch hier bereits vorgeschwärmt habe!


Fazit:

Man merkt diesem Buch einfach an, dass es mit unheimlich viel Liebe und Leidenschaft zur klassischen, fleischlosen deutschen Küche entstanden ist! Das Buch ist keine lieblose Rezeptsammlung, sondern man merkt auf jeder Seite das Herzblut von Autor und Herausgeberin!

Für mich ist das Kochbuch schon jetzt eines meiner Liebsten und ohne Frage ein neuer Klassiker, sowohl der vegetarischen, als auch der deutschen Küche!

Das Buch verdeutlicht einmal mehr, dass die vegetarische Küche keinesfalls Verzicht, sondern wahren Genuss bedeutet, ohne dabei die Moralkeule zu schwingen. Deutschland vegetarisch zeigt die großartige Geschmacks- und Aromenvielfalt der fleischlosen deutschen Küche und Rezepte, die sowohl für Kochanfänger, als auch fortgeschrittenere Hobbyköche reichlich neue Kochherausforderungen bietet!

Für mich ist das Buch eine absolute Kaufempfehlung und ich wünschte, ein solches Buch würde es für jedes Land geben!

Stevan Paul, Katharina Seiser (Hg.)
"Deutschland vegetarisch" *
Gebundene Ausgabe, 272 Seiten, 150 Rezepte
Brandstätter Verlag, 2013
ISBN13: 978-3850337397 

*Affiliate-Link / Rezensionsexemplar


27 Dezember 2013

Brotsuppe mit Tomaten aus La Cucina - Die originale Küche Italiens

Warum braucht die Welt eigentlich noch ein italienisches Kochbuch? Oh, da gibt es so viele Gründe! Zunächst mal ist die italienische Küche einfach nur großartig! Klar, es gibt auch andere gute Landesküchen, aber unheimlich viel von dem, was ich so koche ist irgendwie italienisch angehaucht (man beachte meinen Blognamen ;)).

Das Kochbuch, das ich Euch heute vorstellen möchte, heißt La Cucina - Die originale Küche Italiens* und ist vor kurzem im Callwey Verlag erschienen.


Klappentext:



"Dieses Buch ist eine Entdeckungsreise durch die 20 regionalen Küchen Italiens, denn es versammelt über 2.000 authentische Rezepte. Jeder Landesteil hat seine typischen Gerichte und man erfährt, dass bekannte Pasta Gerichte im Norden völlig anders zubereitet werden als im Süden. Das Buch ist eine Fundgrube für jeden Koch und jeden Italienliebhaber. Komplettiert wird das knapp tausend Seiten starke Werk durch kurze Zusatzinformationen, woher genau die Gerichte stammen, wann sie in Italien üblicherweise serviert werden und wozu sie am besten passen."




Inhalt und Gestaltung:

Wie oben bereits vorweg genommen: Das Buch ist ein richtig dicker und schwerer Wälzer - ihr könnt also schon mal ein wenig Platz schaffen in Eurem Bücheregal. Ihr findet darin aber nicht, wie in vielen anderen italienischen Kochbüchern, nur Pizza und Pasta: Das Buch ist gefüllt mit allem, was die traditionelle italienische Küche hergibt. Gesammelt und zusammengefasst wurden die vielen wunderbaren Rezepte von der renommierten „Academia Italiana della Cucina“.

Nach einer kurzen Einleitung, der das Entstehen des Buches beschreibt, folgt ein knappes Glossar mit einigen wesentliche Zutaten, die Bestandteil der Rezepte sind. Eine Landkarte verdeutlicht, welche Rezepte aus welcher Region 

Sortiert nach der Art der Speisen (Antipasti, Pizza und Saucen, Suppen, Pasta, Polenta und Reise, Fisch, Fleisch und Geflügel, Gemüse, Käse, Dessert findet Ihr wirklich authentische Rezepte - von vielen hatte ich noch nie gehört (und man meint ja immer, man kennt die italienische Küche..). Habt Ihr zum Beispiel schon mal Rübstielsuppe oder sizilianisches Fettgebäck aus dicken Bohnen gegessen?

Außerdem gibt es viele total einfache und bodenständige Rezepte, wie man sie so auch nicht in vielen italienischen Kochbüchern antrifft. Da gibt es zum Beispiel eine Linsensuppe mit Nudeln, Brotsalat oder Reis mit Eiern und Käse. 


Jedes Rezept weist die deutsche und die die italienische Bezeichnung des Gerichtes sowie die Herkunftsregion auf. 

Ihr findet im gesamten Buch übrigens keine Rezept-Fotos. Ja, ich weiß, ich sehe schon die traurigen Blicke - manche Menschen haben einfach gerne Bilder, um sich Appetit zu holen - das geht mir auch so. Aber manchmal schätze ich es auch einfach, viele Rezepte auf einen Blick zu haben. Und die gibt es in diesem Buch definitiv. Viele Rezepte. Viiiiiiiiele Rezepte. Um genau zu sein 2.000 Rezepte auf 945 Seiten - das wäre mit zusätzlichen Fotos wohl gar nicht möglich.

Da es nun aber keine Fotos gibt, benötigt es bei manchen Rezepten ein gewisses Maß an Vorstellungskraft bzw. Kocherfahrung, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Angaben wie "Aus den Zutaten einen Nudelteig bereiten..." lassen schließlich viel Spielraum für Interpretation. Da das Buch aber so viele einfache Rezepte beinhaltet, sollte auch ein Kochanfänger fündig werden.


Neben den Rezepte findet man immer wieder auch kleine Anekdoten mit interessanten Informationen zu Lokalen Traditionen und Besonderheiten. Auf diese Weiße lernt man auch die Kultur Italiens und der einzelnen Regionen besser kennen. 

Das Buch endet mit einer großen Übersicht über alle Rezepte, wahlweise sortiert nach ihren italienischen Bezeichnungen, den deutschen Bezeichnungen, ihrer Herkunft oder den Hauptzutaten.  Drei Einlegebändchen helfen außerdem dabei,Rezepte schnell wiederzufinden.




Der Selbstveruch:


Ich habe mich als erstes für eine einfache, aber dennoch sehr leckere Suppe entschieden. Jetzt im Winter habe ich dazu gehackte Tomaten aus der Dose verwendet, da ich diese sehr gut finde.

Pappa al Pomodoro / Brotsuppe mit Tomaten

100 ml Olivenöl
3 Knoblauchzehen
eine Handvoll gehacktes Basilikum
500 g gehackte Tomaten (mit Saft) aus der Dose
Salz, Pfeffer
4 Scheiben Weißbrot

Das Öl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch und Basilikum darin anschwitzen. Das Brot in kleine Würfel schneiden und zusammen mit den Tomaten zum Öl geben. So viel heißes Wasser zugießen, dass das Brot leicht bedeckt ist. Mit Salz und Pfeffer würzen. Bei mittlerer Hitze  und geschlossenem Deckel ca. 20 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch mal rühren.

Das Brot sollte sich vollständig aufgelöst haben - Ich habe die Suppe vor dem Servieren aber noch püriert.


Fazit:

Für mich der beste Neuzugang in meinem Kochbuchregal 2013. Wer die italienische Küche liebt, der sollte sich das Buch unbedingt genauer ansehen.

Mehr zum Buch gibr es auf: www.callwey.de  und hier geht´s zum Callwey-Shop.

*Affiliate-Link

Ich bedanke mich beim Callwey Verlag für das Rezensionsexemplar.

14 November 2013

Unsere Lieblingsrezepte für die Welt. Und Spaghetti Bolognese

Am Montag hatte ich Euch ja schon erzählt, dass wir uns derzeit wieder in der „Jeden Tag ein Buch“-Woche befinden. Hier erfahrt Ihr mehr über die Aktion. Am Montag hatte ich Euch bereits das Buch Herbst, Winter, Gemüse!zusammen mit einem Rezept für Rosenkohl in Currysahne vorgestellt.

Heute möchte ich Euch das Buch Unsere Lieblingsrezepte für die Welt* vorstellen.  Es ist nicht nur ein faszinierendes Kochbuch - mit dem Kauf kann man sogar etwas Gutes tun: der Callwey Verlag unterstützt die Organisation Women for Women International (WfWI) mit 3 Euro pro Buch.
Zum Hintergrund dieses Buches:

Was hinter dem Buch steckt, ist in diesem Fall mindestens genauso spannend, wie das Buch selbst. Es erzählt die Geschichten von Frauen in Krisengebieten und wie diese, nicht zuletzt auch durch die Hilfe der WfWI, ihr Leben meistern. 

Die WfWI wurde 1993 gegründet und arbeitet mit Frauen in Afghanistan, Bosnien, Herzegowina, der Demokratischen Republik Kongo, im Irak, Kosovo, in Nigeria, Ruanda und im Südsudan, wo Kriege und Konflikte ein unbeschwertes Leben unmöglich machen.

Das Kochbuch entstand aus dem Gedanken heraus, dass selbst zubereitete Mahlzeiten – egal mit welchen Zutaten und an welchem Ort – Zeichen eines Reichtums sind. Sie sind mehr als nur Essen. Gemeinsame Mahlzeiten machen uns nicht nur satt. Sie bringen uns Freude, verbinden uns mit den Jahreszeiten und stärken unsere Beziehungen zu Freunden und Familie. Die Wahl der Nahrungsmittel spiegelt unsere Kultur und unsere Kreativität wider. Essen verbindet uns weltweit. Diese Botschaft zieht sich durch das gesamte Kochbuch.

Das Buch beinhaltet Gerichte von Weltklasse-Küchenchefs, Menschenrechtlern, berühmten Persönlichkeiten und von Frauen aus Krisenregionen.


Klappentext:

„Unsere Lieblingsrezepte für die Welt“ hilft und macht Freude! Bekannte Persönlichkeiten aus aller Welt haben ihre Lieblingsrezepte für dieses besondere Kochbuch beigesteuert. Herausgekommen ist eine bunte und vielfältige Rezeptsammlung voller Lebensfreude mit einfach nachzukochenden Gerichten rund um den Tag. Ob Pancakes von Mia Farrow, ein Salat von Paul McCartney oder ein burmesisches Fischcurry von Aung San Suu Kyi – insgesamt werden ca. 120 Rezepte vorgestellt, die mit persönlichen Zitaten, Tipps und Tricks angereichert sind. Mit 3,- € pro Buch unterstützen wir die Organisation 'Women für Women International".

Inhalt und Gestaltung:

Nach einem Vorwort von Meryl Streep und einer kurzen Einleitung über die Arbeit der WfWI teilt sich das Buch in die folgenden Kapitel auf:

- Genießen – Gesunde Rezepte für jeden Tag

-  Fördern – Gesunde Familienrezepte

- Teilen – Rezepte zum Teilen

- Feiern – Rezepte, um Frieden an den Tisch zu bringen

Die einzelnen Kapitel betonen die Wichtigkeit, sich um das eigene Wohlergehen zu kümmern und die Nahrungsaufnahme gemeinsam zu feiern. Die letzten Seiten des Buches werden den zahlreichen Mitwirkenden gewidmet. Man erfährt außerdem, wie man selbst als Sponsor aktiv werden kann.

So bunt wie die vielen Menschen, die an dem Buch mitgewirkt haben, so bunt ist es auch gestaltet. Damit meine ich nicht nur die appetitlichen Food-Fotos, die man zu jedem Gericht findet, sondern auch die vielen Fotos von lebensfrohen Menschen, die von der Arbeit der WfWI berührt wurden.

Die Rezepte:

Alle Rezepte im Buch stammen von Menschen, die auf die eine oder andere Weise humanitär aktiv sind. Das Herzstück sind 14 Rezepte von Frauen aus den Ländern, in denen WfWI tätig ist. Neben ihren Rezepten erfährt man außerdem ihre bewegenden Geschichten.

Bei allen Rezepten steht die Frische der Zutaten im Vordergrund. Auf meiner „Unbedingt-Nachkochen-Liste“ stehen Leckereien wie Mandelkuchen mit Orangen und Olivenöl, Pasta mit Brokkoli, Chiliflocken und Knoblauch oder gebratenes Gemüse mit Erdnuss-Sauce.

Am besten gefällt mir die wilde Mischung von exotischen Gerichten, einfachen Kleinigkeiten und wirklich ungewöhnlichen Kreationen, die ich so bisher noch nicht kannte.

Der Selbstversuch:

Natürlich habe ich auch aus diesem Buch ein Gericht nachgekocht, das ich Euch nun vorstellen möchte. Entschieden habe ich mich für die Spaghetti Bolognese nach Sir Richard Branson und seiner Familie.

Ich habe an dem Rezept eine kleine Änderung vorgenommen, da ich 900 g Hackfleisch auf 400 g Tomaten als zu viel empfand.


Spaghetti Bolognese

Für 4-6 Personen:

1 Tl Öl
1 Zwiebel, gehackt
3 Knoblauchzehen
900 g Rinderhack (Ich nahm 500 g)
2 Karotten, gerieben oder fein gewürfelt
400 g gewürfelte Tomaten aus der Dose
3 El Tomatenmark
225 ml Rotwein
200 ml Fleischbrühe
500 g Spaghetti
Parmesan zum Servieren

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin anschwitzen. Knoblauch zugeben und 1 Minute andünsten. Nun das Hackfleisch zugeben und unter Rühren krümelig anbraten (ich achte immer darauf, dass es ein paar Röstaromen bekommt!).

Die Karotten, Tomaten und Tomatenmark zugeben, Wein und Fleischbrühe angießen. Zum Kochen bringen und 20 Minuten kochen lassen.

Die Nudeln inzwischen al dente kochen. Die Bolognese zusammen mit den Nudeln und dem Parmesan bestreut servieren.

Fazit:

Die Nudeln waren sensationell lecker – ich ahnte gleich, dass man bei der Bolognese keinesfalls etwas falsch machen kann. Die Fleischmenge habe ich allerdings reduziert. Dafür habe ich die Kochzeit auf eine Stunde bei halb geöffnetem Deckel erhöht, da das den Geschmack meiner Ansicht nach noch mal verfeinert. 

Ich kann Euch einen Blick in Unsere Lieblings-Rezepte für die Welt sehr ans Herz legen, da man mit einem Kauf nicht nur etwas Gutes tut, sondern für sein Geld auch noch jede Menge tolle Rezepte bekommt und die Geschichten von faszinierenden Menschen kennen lernt.


www.callwey.de - dort findet Ihr auch eine Leseprobe!
Hier geht´s zum Callwey-Shop.


*Affiliate-Link

Ich bedanke mich beim Callwey Verlag für das Rezensionsexemplar.

11 November 2013

Herbst, Winter, Gemüse! und Rosenkohl in Currysahne

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich zu den Menschen gehöre, die auch im Herbst und Winter mal gerne zum guten alten Sommergemüse greifen. Ich muss nur eine Zucchini oder Tomate sehen und schon bekomme ich Hunger und tausend Ideen, was man damit alles anstellen könnte.

Jedes mal muss ich mich dann selbst mit erhobenem Zeigefinger daran erinnern, dass doch auch das Herbst- und Wintergemüse ein wenig Beachtung verdient. Saisonal einzukaufen hat schließlich viele Vorteile, wie wir alle wissen. Und mal ehrlich - so eine Kürbissuppe zum Beispiel ist ja auch was Feines.


Bei anderen Gemüsesorten brauche ich aber ehrlich gesagt Hilfe. Nicht nur, was die Rezeptideen angeht, sondern auch die Verarbeitung. Was mache ich denn mit Zuckerhut oder Topinambur? Wie schäle ich den? Wie lange kocht das eigentlich? Und Schwarzwurzeln - was macht man jetzt genau damit? So sieht es zumindest in meinem Kopf oft aus, wenn ich vor diversen Wurzeln und Blättern stehe. Völlige Ratlosigkeit macht sich breit. 

Menschen wie mir hat sich Food-JournalistinCornelia Schinharl jetzt angenommen. In Herbst, Winter, Gemüse!, das kürzlich im GU Verlag erschienen ist, findet sich quasi alles, was in der kalten Jahreszeit so aus dem Boden sprießt. 
Und weil bestimmt einige von Euch im Winter genauso ratlos vor dem Gemüseregal stehen wie ich, stelle ich Euch dieses feine Büchlein heute gleich mal vor. 

Kurzbeschreibung:
"Hauptsache Gemüse! Auch in der kalten Jahreszeit wird das Angebot an heimischem Gemüse auf dem Wochenmarkt und in der Gemüseabteilung immer bunter und vielfältiger. Doch: Was tun mit Kürbis, Topinambur und Co.? Dieses Kochbuch ist für alle, die angesichts der vielen Wurzeln und Knollen ratlos vor dem Gemüseregal stehen: Sie erfahren alles rund ums Herbst- und Wintergemüse - das nötige Wissen für den Einkauf, genaue Bild-Anleitungen zum Gemüseputzen und natürlich viele Rezeptideen von schnell und einfach bis raffiniert und beeindruckend. Besonders unbekannte Gemüsesorten werden charmant vorgestellt, und sehr bekannte Gemüsesorten zeigen sich von ganz neuen Seiten. So braucht niemand den ewig gleichen Grünkohl-Eintopf essen, um auch im Winter seine Vitaminration zu decken."

Inhalt und Gestaltung:

Das Layout des Buches ist insgesamt sehr dezent gehalten und lebt von den schönen Food-Fotos. Diese sorgen natürlich auch für den herbstlichen Farbtupfer.


Die Aufteilung des Buches mit seinen originell gewählten Kapiteln gefällt mir ganz besonders gut:

- Davor & Dazu (hier findet ihr kleine Vorspeisen und Beilagen)

- Aus der Suppenschüssel

- Marktfrisch, Ofenfrisch

- Aus Topf und Pfanne

Bevor es aber mit den Rezepten losgeht, gibt das Buch eine schöne Übersicht, mit was für Gemüsesorten wir es auf den folgenden Seiten überhaupt zu tun haben werden. Oha - es ist einiges dabei, was ich noch nie im Leben gegessen, geschweige denn verkocht habe - darunter zum Beispiel Portulak und Winterrettich. Einzelne Gemüsesorten werden übrigens auch noch im Verlauf des Buches "im Portät" genauer vorgestellt, sodass man sich nicht nur Appetit holen, sondern gleich noch ein wenig Fachwissen anhäufen kann. Zum Glück gibt es zu allen Gerichten auch mindestens ein Foto, dann erkennt man das entsprechende Gemüse beim nächsten Marktbesuch auch gleich und muss sich nicht als Gemüse-Unwissender outen.

Zu den Bildern sei auch gleich noch gesagt, dass es zu manchen Rezepten sogar eine Schritt-für-Schritt-Bebilderung gibt - besonders für Kochneulinge ist das natürlich nie verkehrt.

Die Rezepte:

Wer mir eine Petersilienwurzel schmackhaft machen will, der muss sich schon was einfallen lassen. Da kann man nicht einfach mit 0-8-15-Rezepten daherkommen und sagen: "mmmh, lecker Wurzeln essen". Zumindest würde mich das jetzt nicht überzeugen. Cornelia Schinharl schafft es aber zum Glück, die Gemüsesorten in so raffinierte Rezepte einzubinden, dass Wintergemüse nicht nur vielseitig ist, sondern sich auch noch hervorragend in die zeitgemäße Küche einbauen lässt. Da findet Ihr dann zum Beispiel eine indische Linsensuppe mit Rotkohl und Cranberrys, einen Pastinaken-Möhren-Auflauf mit Nüssen oder ein Kürbisbrot mit Apfel-Senf-Butter.

Der Selbstversuch: 

Nachgekocht habe ich aus dem Buch bisher den Rosenkohl in Currysahne. Und bevor ihr jetzt gleich schreit "iiiih, Rosenkohl", lasst Euch gesagt sein - der ist wirklich total lecker!


Es scheint ja generell zwei Sorten von Menschen zu geben. Die einen, die Rosenkohl mögen und die anderen (vermutlich sogar die Mehrheit), die Rosenkohl hassen. Nachdem ich Rosenkohl eigentlich immer gehasst habe, gehöre ich neuerdings, genauer gesagt seit dem letzten Winter, zu den Rosenkohl-Liebhabern. Es kommt ganz einfach darauf an, wie man ihn zubereitet.

In einer Mehlschwitze macht mich Rosenkohl nämlich ehrlicherweise auch nicht an. So gar nicht. Aber letztes Jahr habe ich herausgefunden, dass er in Currysauce ganz prima schmeckt. Also wirklich richtig, richtig prima. Keine Bitterkeit, kein penetranter Kohlgeschmack.

Rosenkohl in Currysahne

600 g Rosenkohl
1 Stange Lauch
1 Stück Ingwer (4cm)
1 Tl Currypulver
200 ml Gemüsebrühe
1/2 Bund Petersilie
100 g Sahne
1 Tl Zitronensaft
Salz

Den Rosenkohl putzen und dir Röschen je nach Größe halbieren oder vierteln. Den Lauch putzen und in feine Ringe schneiden. Den Ingwer schälen und fein hacken.

Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und den Rosenkohl, Lauch und Ingwer darin unter Rühren andünsten. Mit Currypulver bestäuben und kurz anschwitzen. Mit Brühe angießen und zugedeckt bei schwacher bis mittlerer Hitze ca. 10 Minuten bissfest andünsten (ich mag den Rosenkohl gerne was weicher, daher waren es bei mir 15 Minuten).

Die Petersilie wachen, trocken schütteln und fein hacken. Mit der Sahne unter den Rosenkohl mischen und einmal aufkochen lassen. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken und servieren. 
Mein Fazit:

Wie oben schon vorweg genommen fand ich den Rosenkohl nach diesem Rezept extrem lecker. Er hat mir sogar so gut geschmeckt, dass ich die Reste kalt direkt aus dem Kühlschrank gegessen habe. Meine Mutter fand das relativ abartig. Natürlich müsst Ihr den Rosenkohl nicht kalt essen. Ich erwähne es lediglich, um zu verdeutlichen, WIE überaus gut er mir geschmeckt hat.

Gedacht war der Rosenkohl im Buch übrigens als Beilage zu Huhn, Schweinefleisch oder Pellkartoffeln. Ich habe ihn jedoch auch gerne pur bzw. am nächsten Tag mit etwas Reis gemischt gegessen.

Herbst, Winter, Gemüse! ist ein schönes, saisonales Kochbuch für alle, die sich auch in der kalten Jahreszeit mal quer durch das Gemüseregal futtern möchten. Ob man die Gemüsesorten schon kennt oder sie erst kennen lernen möchte spielt dabei keine Rolle - die Rezepte sind so originell, dass man bestimmt noch Varianten findet, die man noch nicht kennt.

Als GU-Fan wurde ich auch diesmal nicht enttäuscht - die doppelt und dreifach getesteten Rezepte halten einfach, was sie versprechen. Ich kann das Buch bedenkenlos empfehlen.

Auf einen Blick: 

Cornelia Schinharl
160 Seiten, mit ca. 150 Farbfotos
Format: 18,5 x 24,2 cm, Hardcover
14,99 € (D) / 15,50 € (A) / 21,90 CHF (SFr.)
ISBN: 978-3-8338-3438-7


Mein Timing für die Rezension ist übrigens ziemlich gut (ich klopfe mir im Geiste selbst auf die Schulter), denn in dieser Woche findet jetzt schon zum 2. Mal die "Jeden Tag ein Buch" Aktion statt, die von Arthurs Tochter ins Leben gerufen wurde. 

Mehr dazu könnt ihr hier  bei Astrid nachlesen! 


25 September 2013

Vollkorn Chocolate Chip Cookies aus Frisch und Leicht von Donna Hay

Manchmal gibt es so Tage, da denkt man sich "ach, eigentlich sollte ich wirklich mal gesünder essen!". Kennt Ihr das auch? Auf meinem Blog seht ihr natürlich lange nicht alles, was ich so esse, aber trotzdem. Dass ich nicht gerade ein großer Salat-Esser bin, das zeichnet sich nun doch ein wenig ab ;). 

Mit besten Vorsätzen habe ich mir nun das Buch "Frisch und leicht" von Donna Hay aus dem AT-Verlag angeschaut und möchte es Euch heute auch gern vorstellen - Ich liebe Donna Hay nämlich schon eine Weile wegen Ihrer tollen Rezepte. Natürlich habe ich auch was aus Ihrem neuen Buch nachgekocht. Und jetzt kommt's: Meine Wahl fiel natürlich auf die Chocolate Chip Cookies. Eines der wenigen Rezepte im Buch, das weder besonders leicht ist, noch eine einzige frische Zutat beinhaltet. Ach doch, das Ei war sehr frisch.
Aber ich schäme mich jetzt einfach mal nicht dafür, dass ich gleich an den ganzen tollen wirklich leichten und gesunden Rezepten vorbei zu den Desserts geblättert habe. Immerhin sind die Cookies wirklich vollwertig und viel gesünder (bestimmt) als normale CCC's (meine neue Abkürzung für Chocolate Chip Cookies..!). Die wirklich leichten Gerichte aus dem Buch probiere ich bestimmt auch mal aus demnächst ;).

Außerdem stehe ich nicht alleine da. Sandra von from Snuggs kitchen hat sich vom unheimlich leckeren Schokoladenkuchen aus dem Buch verführen lassen. So geht das eben manchmal :) ! 
Kurzbeschreibung:

"Donna Hay ist entschieden kein Fan von Diäten. Stattdessen plädiert sie in ihrem neuesten Buch für eine ausgewogene, leichte und gesunde Küche, die aber dennoch voller Aromen ist und auch Raum für Genuss und die eine oder andere kleine Schwäche lässt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Gemüse, wenig und gesunden Kohlenhydraten, vorzugsweise in Form von (Vollkorn-)Getreide, sowie Eiweiß. Das Buch präsentiert über 180 Rezepte, die frische Produkte mit Zutaten aus dem Vorratsschrank kombinieren gespickt mit persönlichen Tipps und Tricks, wie man die Gerichte leichter machen kann. Vom Frühstück über den schnellen Mittagslunch bis zum unkomplizierten Abendessen und zu verführerischen Desserts, die natürlich nicht fehlen dürfen, bietet jedes Kapitel wahre »Power Foods«, die uns Tag für Tag die Energie geben, die wir im Alltag brauchen. Alle Rezepte im unverwechselbaren, typischen Donna-Hay- Stil: Geschmackskombinationen mit dem gewissen Etwas, die mit minimalem Aufwand raffi nierte Gerichte ergeben, zuverlässig, schnell und unkompliziert."

Inhalt und Gestaltung:

Wie schon angekündigt geht es Donna Hay darum, Ihren LeserInnen die gesunde Küche schmackhaft zu machen - ohne Diät! Ich habe die Bücher der Autorin in den USA kennengelernt. Dort ist sie für Ihre einfachen, cleveren Rezepte richtig bekannt.

Inhaltlich unterteilt sich das Buch in die folgenden Kapitel:

- Frühstück
- Lunch und Salate
- Schnelle Gerichte
- Gerichte nach Maß
- Snacks und Beilagen
- Desserts und süßes
- Basics

Es ist also quasi für jede Lebenslage etwas dabei. 

Der großformatige Bildband ist sehr übersichtlich und klar gestaltet - ohne viel Schnick-Schnack. Ein weißer Hintergrund - ein appetitanregendes, großes Foto. Mehr braucht es bei Donna Hay nicht, um einem den Mund wässrig zu machen. Zu jedem Rezept gibt es ein schönes, wirklich appetitanregendes Foto.

Am Ende des Buches findet man einen ausführlichen Glossar zu den verwendeten Produkten und ein übersichtliches Rezeptverzeichnis. 

Rezepte:

Die meisten Rezepte beinhalten viel Gemüse und Vollwertprodukte. Da gibt es zum Beispiel ein Eiweiß-Omelett mit grünem Spargel, Tomaten und Feta, ein Zitronen-Backhuhn mit Ziegenkäse, Tofu aus dem Wok mit Chili, Pfeffer und Basilikum oder Glasierte Rote-Beete. 

Besonders praktisch finde ich, dass bei manchen Rezepten ein Grundrezept mit 6 verschiedenen Variationsmöglichkeiten gibt. Da gibt es dann zum Beispiel 6 verschiedene Arten Hummus, Frühstücks-Muffins oder Pizza. 

Die Zutatenlisten sind relativ kurz gehalten und auch der Arbeitsaufwand ist bei den meisten Gerichten eher gering - also durchaus für jeden Tag geeignet. Die meisten der Zutaten sind leicht zu beschaffen, was für mich auch immer wichtig ist. 
Der Selbstversuch:
Wie oben schon angekündigt habe ich die Chocolate Chip Cookies ausprobiert. Hier das Rezept:

300 g Vollkornmehl
125 ml Speiseöl (ich nahm Sonnenblume
125 ml Ahornsirup
100 g Zucker
1 Ei
1 Tl Backpulver
45 g Haferflocken
125 g Chocolate Chips 

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Knethaken eines Rührgerätes zu einem feuchten Teig verarbeiten. Mit den Händen Kugeln formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen - die Kugeln flach drücken. Keine Angst, sie laufen beim Backen nicht mehr auseinander.

Bei 180°C Umluft ca. 12-15 Minuten backen, bis die Rändern goldbraun sind.

Fazit:

Die Cookies waren natürlich anders als die herkömmliche - aber leider auch ungesündere - Version. Dennoch waren sie sehr lecker. Ich habe sie beim Lernen gegessen - da brauche ich immer Nervennahrung. Durch das Vollkornmehl sättigen die Kekse außerdem sehr schnell, man isst also  automatisch nicht so Viele. Gut für mich, ich bin nämlich sonst ein Meister im Viele-Kekse-Verdrücken.

Das Buch gefällt mir wegen der wirklich kreativen Gerichte sehr gut. Mich fasziniert der Ideenreichtum von Frau Hay immer wieder. Vor allen Dingen findet man im Buch auch etwas, wenn man nicht stundenlang in der Küche stehen will. Wirklich rundherum gelungen.

Wer sich näher über das Buch informieren möchte, kann hier einen Blick in's Innere erhaschen!

ISBN: 978-3-03800-767-8 
Einband: Broschur mit Klappe 
Umfang: 208 Seiten 
Gewicht: 1216 g 
Format: 24.6 cm x 29.7 cm 
Über 128 Farbfotos 
Preis: 24,90


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