12 August 2015

Tortilla - Pizza mit Mais

Als Student war ich irgendwie verblendet. Da bildete ich mir doch tatsächlich ein, dass es auch nach einem anstrengenden Arbeitstag noch möglich ist, stets etwas Leckeres, Gesundes und Frisches zu kochen. Ähm....ja. Das war wohl nix. 

Herausgerissen aus dem kleinen Mikrokosmos Universität (der mit der realen Welt leider eher weniger zu tun hat) und angekommen im Arbeitsleben, muss ich nun doch das Fazit ziehen: PUH, ist das schwer! Alles unter einen Hut zu bekommen, zeitig aufstehen, arbeiten (freie Zeiteinteilung adé), müde nach Hause kommen, den Haushalt mittelmäßig gut erledigen und dann noch kochen? Pffft. 


So kam es dann, wie es kommen musste: in der ersten Zeit meines beruflichen Daseins habe ich ziemlich viel Müll gegessen. Weil es eben schnell gehen sollte. Wusstet ihr, dass es sogar Kartoffelpüree im 5-Minuten-Terrinen-Plastikbecher gibt? Ich jetzt schon. Und darauf bin ich nicht stolz.

Als Fan der einfachen Küche (der ich ja immer schon war!) war ich daher noch mehr als sonst bemüht, wirklich schnelle Rezepte zu finden! RASENDSCHNELLE Rezepte, die man GANZ WIRKLICH auch neben dem Job noch wuppen kann. 

Darunter fällt definitiv auch diese Pizza: einfach einen fertigen Tortilla-Fladen mit Tomatensauce bestreichen, Gemüse und Käse nach Wahl belegen und ab in den Ofen bei 200°C für ca. 10 Minuten. Super schnell, super lecker!


Dank Rezepten wie diesen, habe ich eine halbwegs frische und gesunde Ernährung nun wieder im Griff! Aufwendigere Rezepte müssen dann eben auf ruhigere Tage warten - die es zum Glück ja auch noch gibt.

Wie ist das bei Euch? Kocht ihr wirklich jeden Tag frisch? Wie schafft ihr das? Einfache Rezepte oder eine gute Organisation? Oder beides? Welche Gerichte gibt es bei Euch, wenn ihr keine Lust und Zeit zum Kochen habt?


07 August 2015

{Buchvorstellung } Vegan Oriental



Da ich mich sowohl für die orientalische, als auch für die vegane Küche interessiere, wollte ich mir den Titel Vegan Oriental* (neunzehn-Verlag) unbedingt genauer ansehen! Hier mein Eindruck vom Buch!

Womit haben wir es eigentlich zu tun?

Die Autorin des Buches, Parvin Razavi, ist Österreicherin mit persischen Wurzeln. Seit 2010 schreibt Sie den Food-Blog thx4cooking, seit 2011 ist Sie Redakteurin bei BIORAMA (ein Magazin für nachhaltigen Lebensstil) und kocht in regelmäßigen Abständen in der ORF Sendung "heute konkret". Ihr Hauptaugenmerk liegt auf einer nachhaltigen und bewussten Ernährung, ökologische und biologische Zutaten sind ihr genauso wichtig wie ein bedachter Umgang mit Ressourcen. Mit Vegan Oriental hat Sie nun ihr erstes Kochbuch herausgebracht!




Zunächst ein paar wenige Sätze zur Optik! Ich finde das farbenfrohe und lebendige Cover einfach traumhaft schön! Weitere Illustrationen (von Henriette Artz) ziehen sich durch das ganze Buch und verleihen ihm einen ganz besonderen Charme. Definitiv super schön anzusehen! Die Fotos zu den Rezepten sind alle sehr einfach und schlicht gehalten. Das mag ich eigentlich, ich finde jedoch, dass man aus manchen Fotos mehr hätte rausholen können - einige wirken etwas trist und farblos (oder bei schlechtem Licht geknipst?) - leider nicht so strahlend und bunt wie die tollen Illustrationen.

Aber Optik ist nicht alles - viel wichtiger ist natürlich der Inhalt!

Der Aufbau des Buches richtet sich nach den verschiedenen Regionen, aus denen die Rezepte stammen. Die Reise durch den Orient startet im Iran, geht weiter nach Armenien, Syrien, Libanon, Jordanien, Ägypten und Marokko, um schließlich mit der Türkei abzuschließen. Zu jeder Region findet man dann Rezepte für Mezze, Hauptgerichte, Beilagen und Desserts. Zwischen den Rezepten gibt es außerdem wissenswerte Infos zu landestypischen Zutaten (Feigen, Mangold usw.).



Bei der Auswahl der Rezepte hat die Autorin darauf geachtet, dass keine industriell hergestellten Lebensmittel verwendet werden und dass Fleisch nicht durch Ersatzprodukte ersetzt werden. Für beides bekommt Sie von mir einen Daumen hoch! Eine Ausnahme, was Ersatzprodukte angeht, macht Razavi für Sojajoghurt - denn Joghurt ist aus der orientalischen Küche nun wirklich nicht wegzudenken.

Was mir außerdem sehr gut gefällt sind die sehr übersichtlich gehaltenen Zutatenlisten - genau wie ich scheint die Autorin ebenfalls ein Freund der unkomplizierten und schnellen Küche zu sein! Besonders bei "exotischen" Rezepten wie hier weiß ich es zu schätzen, wenn ich nicht erst 1000 verschiedene unbekannte Dinge einkaufen muss, bevor es mit dem Kochen losgehen kann. Nur ein paar orientalische Gewürze (Cumin, Kreuzkümmel...) sollte man sich vielleicht doch anschaffen, um orientalische Aromen an die Gerichte zu zaubern. Die Rezepte sind alle klar strukturiert und einfach beschrieben - auch für Anfänger durchaus geeignet!

Fazit:

Wirklich ein schönes Buch der pflanzlichen orientalischen Küche! Man merkt, dass das Kochbuch mit viel Herz geschrieben und gestaltet wurde und ich blättere immer wieder gerne darin! Solltet ihr Euch mal ansehen! :)



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**Die hier gezeigten Bilder aus dem Buch unterliegen dem Copyright von Henriette Artz (Illustrationen) und Arnold Pöschl (Fotos).


05 August 2015

Super knuspriges Kartoffel - Zucchini - Gemüse aus dem Ofen


Ich bin ein großer Fan von Gemüse aus dem Backofen! Man braucht zwar ein wenig mehr Geduld als beim Braten in der Pfanne, dafür sind die Aromen, die sich beim Backen entwickeln, aber einfach unschlagbar! Ein weiterer Vorteil: während man auf eine Pfanne ständig aufpassen muss, backt das Gemüse im Ofen ganz alleine vor sich hin und man kann derweil andere Dinge erledigen!


Nachdem ich Euch nun mit den Vorteilen von Ofengemüse bezirzen wollte, Hand auf´s Herz: besonders spektakulär ist es dann nun auch wieder nicht....und dafür ein extra Post??

Ja, unbedingt!!! Denn ich habe nun ein Rezept gefunden, nach dem das Gemüse nicht nur gut, sondern HAMMER GEIL und ultra knusprig wird! Das Geheimnis ist neben einer würzigen Marinade aus Öl und Gewürzen ein wenig Paniermehl! Die kleinen Brotkrümel schmiegen sich prima um das Gemüse und lassen es besonders knusprig rösten! Einfach genial, wie so eine kleine Änderung aus normalem Ofengemüse eine kleine Sensation macht! Unbedingt mal ausprobieren!!!


Super knuspriges Kartoffel - Zucchini - Gemüse aus dem Ofen

2 Zucchini, mittlere Größe
4 Kartoffeln, mittlere Größe
1 rote Paprika
1 rote Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
5 El Öl
5 El Paniermehl
Salz, Pfeffer, Paprikapulver

Den Ofen auf 200°C vorheizen.

Zucchini, Paprika, und Kartoffeln in grobe, mundgerechte Stücke, die Zwiebel ein wenig kleiner, würfeln. Den Knoblauch fein hacken.

Alles miteinander in einer Schüssel vermengen und würzen. Auf ein Backblech geben und ca. 1 Stunde goldbraun backen, dabei gelegentlich mit einem Löffel durchrühren, um das Gemüse ein wenig zu wenden.


02 August 2015

Pudding - Kirsch - Streuselkuchen



Food-Blogger-Probleme: Wenn man an einem Sonntagnachmittag in der Küche steht und versucht, normalen Kristallzucker im Mörser zu Puderzucker zu zermalmen (was nicht besonders gut geht...), weil man vergessen hat, letzteren einzukaufen (obwohl er auf der Liste stand!!)....dann muss man schon ganz schön verzweifelt sein. Aber Streuselkuchen sieht mit Puderzucker oben drauf einfach viel besser aus, als ohne. Man tut was man kann! 




Letztendlich ist es aber egal, ob ihr den Kuchen mit oder ohne Puderzucker verputzt - er schmeckt in jedem Fall super, cremig, kirschig und lecker!! Die Pudding-Masse ist auch eine schnelle Alternative, wenn man keinen aufwendigen Käsekuchen machen möchte. Für einen Käsekuchen braucht man meistens mehr Zutaten (Quark, Eier usw.) und er braucht auch länger, um nach dem Backen fest zu werden. Einen Pudding-Kuchen hat man hingegen ganz schnell zusammengerührt und wenn er aus dem Ofen kommt, muss er nicht so furchtbar lange abkühlen. (Wobei ich das Abkühlen eh meistens nicht abwarten kann - ich liebe lauwarmen Kuchen!!!) 

Genießt den Sonntag und lasst es Euch schmecken!!




Pudding - Kirsch - Streuselkuchen

Für Boden und Streusel:

300 g Mehl
100 g Zucker
10 g (oder 1 gehäufter Tl) Vanillezucker
1 Ei
150 g Butter, zimmerwarm

Für die Füllung:

400 ml Milch
1 Päckchen Puddingpulver, Vanillegeschmack
40 g Zucker
1 Glas Sauerkirschen, gut abgetropft
evtl. Puderzucker

Eine 26-er Springform einfetten, den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Mehl, Zucker, Vanillezucker, Ei und Butter in eine Schüssel geben und zu einem krümeligen Teig verarbeiten (das mache ich Anfangs mit einem Kochlöffel und dann mit den Händen). 

Die Hälfte der Streusel auf dem Boden der Springform verteilen und fest andrücken, sodass ein durchgehender Boden entsteht.

Aus 400 ml Milch, Puddingpulver und Zucker nach Packungsanleitung einen Pudding zubereiten. Den Pudding gleichmäßig auf dem Boden verstreichen. Die gut abgetropften Kirschen darauf verteilen. Zuletzt die übrigen Streusel über den Kuchen bröseln.

Bei 180°C ca. 45 Minuten backen.

Mit Puderzucker bestreut servieren.

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