05 Dezember 2012

Hähnchengeschnetzeltes mit roten Zwiebeln und Gorgonzola-Rahmsauce

Ich mache jetzt neuerdings einen Wochenplan fürs Essen. Zum einen mache ich das, weil es das Einkaufen wesentlich erleichtern soll, ich Reste optimaler einplanen und verwerten möchte und um endlich mal die ganzen „Will ich unbedingt ausprobieren – Rezepte tatsächlich auch mal ausprobieren!
In der Theorie ganz hervorragend. Bei mir sieht es aber eher so aus, dass ich erstmal stundenlang über den Plan nachdenke – immer wieder hin und her schiebe und Ewigkeiten brauche, bis er mir gefällt. Dann kreuzen ständig neue Rezepte und Ideen spontan meinen Weg und so wird der Plan gefühlte 100 mal wieder angepasst und umgeschrieben. Am Ende mache ich dann irgendwie doch meistens das, worauf ich spontan Lust habe.
Letzte Woche war ich dann endlich  mal überaus zufrieden mit meinem Plan – und dann so was: Ich hatte nach der Uni eine dreiviertel Stunde eingeplant um die Dinge fürs Wochenende einzukaufen, die ich mir (dank des tollen Plans) kochen wollte.
Dann hatte aber erst meine Bahn (Danke, Bahn!!!) so viel Verspätung, dass ich für den Einkauf gerade mal 10 Minütchen inkl. Anstehen an der Kasse hatte.
In der Zeit konnte ich unmöglich alles für´s Wochenende kaufen -  nicht mal die Sachen für das, was eigentlich zum Abendessen geplant war hätte ich in der kurzen Zeit zusammensuchen können.
Ich musste also ratzfatz umplanen und erinnerte mich an eine Zutatenkombi, die ich schon ganz lange mal ausprobieren wollte. Also schnell ein Paket Gorgonzola, rote Zwiebeln und Hähnchenbrustfilets geschnappt und ran an den Herd.
Es war eine knappe Sache, aber ich bin so, so, SO froh, dass ich mich NICHT an meinen tollen Wochenplan gehalten habe. Sonst wäre mir dieser gigantisch köstliche Geschmack nämlich verborgen geblieben.
Ich hätte am liebsten in der Sauce gebadet -  so lecker war sie.
Laaaange Rede, kurzer Sinn - hier nun das Rezept:
Für 2 Personen:
2 Hähnchenbrustfilets (etwa 400 g)
2 rote Zwiebeln
1 El Ahornsirup
75 ml Weißwein
200 ml Sahne
75 g Gorgonzola
Salz, Pfeffer
Die Zwiebeln in dünne Ringe schneiden.
Die Filets waschen, trockentopfen und mundgerecht würfeln. Mit Salz und Pfeffer würzen und in etwas Öl von beiden Seiten anbraten bis es gar ist. Herausnehmen.
Jetzt die zwiebel 10 Minuten lang braten, bis sie schön weich sind. Die Temperatur etwas erhöhen, den Ahornsirup zugießen und kurz leicht karamellisieren lassen.
Mit Weißwein und Sahne ablöschen. 4 Minuten köcheln lassen, dann  das Fleisch  und  den Gorgonzola einrühren und diesen schmelzen lassen.
Ich habe das Geschnetzelte mit Kartöffelchen serviert ;-)

04 Dezember 2012

Mini Glühwein - Schnitten









Heute habe ich – ganz vorbildlich vorweihnachtlich – wieder eine winterliche Leckerei für Euch.

Obendrein ist dieser Beitrag auch noch das 4. Türchen von einem wunderbaren        Blogger-Adventskalender. Begonnen hat alles am 1.12. hier. Jeden Tag öffnet nun ein anderer Blogger ein Türchen für Euch. Gestern gab´s dieses Türchen und morgen wird es dann hier das 5. Törchen geben. Ich bin die Nummer 4, also ist das nun mein Törchen :)

Nun aber zurück zum Thema – Essen. Es handelt sich hierbei um ein Rezept, um das ich schon seit ein paar Jahren herumschleiche, es aber irgendwie dann - warum auch immer – doch nie in die Tat umgesetzt habe. Das hat sich nun geändert und ihr seid die ersten, denen ich es verrate. Naja fast, mit den Aufessern musste ich es auch schon teilen….









Glühwein gehört ja irgendwie genauso zum Weihnachtsmarkt wie gebrannte Mandeln. Aber im Gegensatz zu denen macht mich Glühwein jetzt nicht so wirklich an – zumindest nicht zum Trinken (Kakao mit Schüsschen erwärmt mein Herz schon eher…).

Alkohol (Rum, Sherry, Wein!! usw.) zum Kochen und Backen finde ich aber wiederum ganz vortrefflich.


Bei den Schnitten handelt es sich um ein Zwischending von Kuchen und Plätzchen. Nicht so knusprig wie Plätzchen, nicht so weich wie Kuchen. Trotzdem herrlich weihnachtlich würzig und geschmackvoll.






Für 1 Blech braucht Ihr:

250 g weiche Butter

125 g Zucker

1 Pck. Vanillezucker

4 Eier

250 g Mehl

2 Tl Backpulver

150 g Schokolade

125 ml Glühwein


Für die Glasur: 100 g Puderzucker, 1 El Rum, etwas Glühwein

Butter, Zucker, Vanillezucker und Eier schaumig rühren. Wein und fein gehackte Schokolade unterrühren, dann Mehl und Backpulver gut unterrühren. Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen (ca. 32x39 cm).

Bei 175°C Ober/Unterhitze (Umluft 160°C) ca. 20-25 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Aus Puderzucker, 1 El braunem Rum und etwas Glühwein eine dicke Glasur anrühren und auf den Teig streichen. Wenn die Glasur ganz trocken ist kleine (mundgerechte) Schnitten schneiden.







03 Dezember 2012

Bookshelf: Leila Lindholm - Noch ein Stück


Copyright: At Verlag

Da mein Bookshelf mit nur 2 Büchern drauf natürlich noch etwas trostlos aussieht, bekommt es heute nochmal kulinarischen Zuwachs.

Anlass für diesen Beitrag ist das Buch Noch ein Stück: Kuchen, Brownies, Waffeln, Eis, Brot, Pizza und Pasta* von Leila Lindholm, das im        AT Verlag erschienen ist. Weitere Bücher von Leila sind Kochen mit Leila, Backen mit Leila und Hello Cupcake!.

Bei Noch ein Stück sprachen mich im Vorfeld alleine schon Titel und Cover sehr an. Noch ein Stück, noch ne Portion – oder lieber gleich 2-  das spricht mir manchmal aus der Seele wenn es um gutes Essen geht. Wenn es schmeckt, warum nicht gleich mal Nachschlag verlangen?
Damit ihr Euch nun etwas unter dem Buch vorstellen könnt, hier nun meine Eindrücke.

Kurzbeschreibung:


Dieses Buch ist der zweite Teil der populären Backbibel »Backen mit Leila«. Er fügt sich nahtlos an den Vorgänger an und zeigt in rund 200 Rezepten für jede Jahreszeit und jeden Anlass, wie sich spezielle Brote, Pizza, Kuchen, Torten, Brownies und andere süsse Köstlichkeiten und - als Konzession an eine ihrer Lieblingsspeisen - auch Pasta ganz einfach selbst herstellen lassen. Die liebevoll gestalteten Kapitel tragen fantasievolle Namen wie »Say Cheesecake«, »Brownies and Blondies« oder »I scream icecream«. Auch hier präsentiert Leila wiederum viele Grundrezepte, die durch andere Zutaten in immer wieder neue Varianten verwandelt werden. Dazu verrät sie viele Tipps und Kniffe rund um das Backen sowohl für erfahrene »Backhasen« wie auch für Back-Neulinge.


Dieses neuste Buch von Leila Lindholm besticht wiederum durch die hohe Qualität der Fotografie und die liebevolle Gestaltung. Das Buch hat das Potenzial, das Lieblingsback- und -kochbuch vieler zu werden.“

  Copyright: AT Verlag
Inhalt und Gestaltung des Buches:

Kuchen, Brownies, Waffeln, Eis, Brot, Pizza und Pasta, so lautet der Untertitel des Buches. Nach etwa diesen Themen ist auch der Inhalt strukturiert und sortiert.

Die einzelnen Themen gefallen mir sehr gut, denn das sind auch tatsächlich so ziemlich genau die Dinge, von denen ich persönlich immer „noch ein Stück“ will.

Ich hatte ja schon gesagt, dass das Cover ein Grund für mich war, mir das Buch genauer anzuschauen. Darauf zu sehen ist Leila selbst, eine gebürtige Schwedin mit marokkanischen Wurzeln, die in Schweden eine beliebte und erfolgreiche Fernsehköchin ist. Sie selbst und Ihre Kochbücher heimsten in der Vergangenheit schon zahlreiche Preise ein.

Aber nicht nur auf dem Cover bekommen wir ein „Stück“ von Leila zu sehen. Im gesamten Buch findet man zahlreiche Fotos von Ihr und Ihren Lieben. Man bekommt fast den Eindruck man blättere in einem Familienalbum.

Ländlich und nostalgisch muten die Bilder an, einfach sympathisch und schön. Da sieht man zum Beispiel ein (Leilas?) Fahrrad vor einem kleinen Käseladen, Leila wie sie bei einem netten Beisammensein mit Freunden einen urigen alten Holzofen mit selbst gebackenen Pizzen bestückt, ein liebevoll hergerichtetes Picknick auf der Ladefläche eines Pick-Ups oder aber Leila beim Pasta kneten in einer heimeligen Landhausküche.

Bilder, strotzend vor ländlichem Flair, findet man groß und sehr zahlreich in diesem Buch.  Insgesamt gibt es auf 200 rezepte 160 Bilder. Es findet sich somit zwar nicht die große Masse an Rezepten, die die Dicke des Buches vielleicht vermuten lässt, aber dafür wird auch jedes Gericht sehr ästhetisch ansprechend präsentiert und sorgfältig.

Es gleicht wirklich keine Seite der anderen und die umwerfend schöne Gestaltung führte dazu, dass ich das Buch zunächst gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Copyright: ATVerlag
Die Rezepte:

Kuchen, Brownies, Waffeln, Eis, Brot, Pizza und Pasta – wer sich daran gerne satt isst, der ist mit diesen Rezepten gut beraten.

Beim genaueren Hinsehen beeindruckte mich dann auch gleich die internationale Vielfalt der Rezepte. Italienische Pizza, belgische Waffeln, amerikanische Brownies und französisches Brot sind nur ein paar Eckpunkte der kulinarischen Reise, die der Leser mit diesem Buch antreten kann.

Was ich auch ganz toll finde ist, dass zu einigen Rezeptideen neben dem Grundrezept gleich viele verschiedene Varianten angeboten werden. So gibt es zum Beispiel im Pizza-Kapitel insgesamt 12 herzhafte und 5 süße Varianten oder Ricotta-Pfannkuchen auf sieben Arten. Das Buch geht hier also wesentlich tiefer ins „Eingemachte“, als es sich die meisten Koch- und Backbücher wagen. Oftmals muss man sich beim Buchkauf entweder für Grundrezepte oder für ausgefallenere Kreationen entscheiden -  das ist hier nicht der Fall, denn hier wird gleich das komplette Paket geliefert.

Die Rezepte entsprechen dem ländlichen Layout: rustikal und bodenständig, ohne viel Chichi. Man kann sich also mal eben schnell auf ein hübsches Landgut träumen und sich vorstellen, dass eben diese Leckereien hier schon seit Generationen so auf den Tisch kommen. Verstaubt sind die Rezepte deshalb aber noch lange nicht – vielmehr zeitlos und gelegentlich auf pfiffige Weise neu interpretiert.

Für die Rezepte braucht man nicht Unmengen an Zutaten, sondern kann sich für ein gutes Ergebnis auf wenige ausgewählte Zutaten von guter Qualität beschränken. Die Zubereitungsweisen sind gut beschrieben und bei „komplizierteren“ Rezepten wie zur hausgemachten Pasta auch schrittweise bebildert.  Auch als Anfänger steigt man hier also leicht durch.

Das Buch enthält zusammengefasst also genau die Rezepte, die ich auch vom Titel her auch erwartet hätte – da bleiben eigentlich keine Wünsche offen. Die internationale Bandbreite und die vielen Variationen eines Rezeptes haben meine Erwartungen übertroffen -  das habe ich so noch in keinem Buch zu diesen Themen finden können.



ISBN: 978-3-03800-584-1
Einband: Gebunden mit Schutzumschlag
Umfang: 224 Seiten
Gewicht: 915 g
Format: 19 cm x 24 cm
Lieferbar in 3-5 Arbeitstagen
24,90 EUR





Copyright: AT Verlag 
Fazit:

Auch wenn man den Vorgänger Backen mit Leila nicht besitzt, ist Noch ein Stück in meinen Augen dann eine lohnenswerte Anschaffung, wenn man bodenständige aber kreative Rezepte zu den Themen Kuchen, Brownies, Waffeln, Eis, Brot, Pizza und Pasta sucht. Wenn man den Vorgänger schon im Regal stehen hat, ist Noch ein Stück eine tolle Erweiterung.

Auch die „Schmökerer“, die sich gerne mit dem Buch einkuscheln und einfach erst mal visuell schlemmen möchten, kommen hier voll auf ihre Kosten.

In meinen Augen für Anfänger und routinierte Vielbäcker gleichermaßen schön!


* Affiliate-Link


01 Dezember 2012

Gebrannte Mandeln - Weihnachtsmarkt-Flair für zu Hause


 
Was für ein wundervoller 1.  Dezember! Die Vorweihnachtszeit begrüßte mich heute Morgen mit strahlendem Sonnenschein und Eiskristallen auf allen Gräsern und Blättern. Kalt aber herzlich, sozusagen.

Neben Plätzchenbäckerei, diversen Basteleien und Geschenke für die Lieben suchen stehen jetzt natürlich auch Weihnachtsmärkte auf dem Programm.

Es ist wohl nicht schwer zu erraten, was mir an Weihnachtsmärkten besonders gut gefällt -  natürlich das Essen ;-) Ein großer Favorit schon seit ich ganz klein bin sind gebrannte Mandeln. In eine Papiertüte mit Herzchen drauf sind eingemümmelt, gerne auch noch warm und herrlich duftend.
 

 
 
Warum gebrannte Mandeln eigentlich nicht mal selber machen? Zumal man in manchen Regionen doch tatsächlich bis zu 3.50 Euro pro 100g bezahlen soll. Ihr werdet erstaunt sein, wie einfach und flott sie gemacht sind. Das Ergebnis ist einfach weltklasse!
 



Ihr braucht:
200 g ganze Mandeln (mit Schale geht auch prima!!)
200 g Zucker
100 ml Wasser
1 Päckchen Vanillezucker (oder richtige Vanille)
1 gehäufter Tl Zimt
Etwas Butter
Wasser, Zucker, Vanillezucker und Zimt in einem Topf aufkochen. Mandeln zugeben und unter Rühren ein paar Minuten kochen bis der Zucker trocken wird. Weiterrühren bis er sich wieder etwas schmilzt und die Mandeln schön glänzen.
Ein Backblech mit etwas Butter einfetten und die Mandeln draufschütten. Ein wenig zerteilen und erkalten lassen.
***
Für alle die sich vielleicht fragen, wie sie ihren Topf wieder sauber bekommen wegen dem Karamell -  Einfach die Herdplatte anlassen, sobald die Mandeln raus sind, Topf wieder aufsetzen, etwas Wasser rein, aufkochen und den evtl. klebenden Zucker loskochen. Dann aussschütten und normal reinigen.
 

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