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04 Juni 2013

Vegetarische / Vegane Bolognese nach Tim Mälzer

Ich habe Euch ja hier schon erzählt, dass ich mit einer lieben Freundin zusammen gekocht habe (weswegen ich gerne Germenies Next Topmodel verpasst habe ;)) Zusammen kochen ist wirklich herrlich - zumal man dann natürlich auch gleich einen Mitverkoster hat. (wollte erst Mitesser schreiben - hörte sich in dem Zusammenhang aber irgendwie unpassend an...)




Jedenfalls gab es eine vegetarische Bolognese. Eigentlich sogar vegan, wenn man nur den Parmesan weglässt. Als Nicht-Vegetarierin muss ich sagen, die schmeckt schon wirklich täuschend echt. Der Einzige Unterschied ist, dass die krümelig fleischge Hackfleischkonsistenz fehlt. Naja, aber die fehlte mir auch nicht wirklich, unter uns gesagt. Die bröselige Hackfleischkonsistenz hätte man vielleicht hinbekommen, wenn man die Pilze wie im Rezept angegeben 30 Minuten lang im Ofen getrocknet hätte... die Mühe haben wir uns aber nicht gemacht und waren auch nicht traurig drum.Den Vegetariern unter Euch wird es ohnehin lieber sein, dass hier nichts an die Konsistenz von Hack erinnert, gell?

Fleischesser vermissen hier nichts - herrlich aromatisch und frisch schmeckt sie. Für Vegetarier auch ganz toll - schmeckt halt einfach lecker. Schmeckt auch nicht einfach nur wie eine Tomatensauce, sondern durch die Zusammenstellung des Gemüses und Kräuter irgendwie interessanter. 

Besonders gefällt mir auch, dass das Rezept ohne Fleisch-Ersatzprodukte auskommt - die mag ich nämlich eher nicht. Würde ich sofort wieder so kochen.




Das Rezept stammt ursprünglich von Tim Mälzer und ich habe es hier entdeckt. Hier das Rezept mit unseren Abwandlungen:


500 g gemischte Pilze (wir nahmen nur Chamignons)
2 Möhren
2 Stangen Staudensellerie
1 Gemüsezwiebel
4 El Olivenöl
2 Knoblauchzehen
2 Lorbeerblätter
1 Zweig Rosmarin
4 Stiele Thymian
1 El Tomatenmark
2 Dosen geschälte Tomaten (à 425 g EW)
Salz
Pfeffer
Zucker
1 Tl edelsüßes Paprikapulver
400 g Spaghetti
100 g geriebener ital. Hartkäse (z. B. Parmigiano reggiano)

Pilze putzen und möglichst fein würfeln. Möhren schälen, Staudensellerie putzen und Zwiebel schälen, alles ebenfalls fein würfeln. Öl in einem weiten Topf erhitzen, Pilze zugeben und bei starker Hitze hellbraun rösten. Zwiebeln und Gemüse zugeben und 4 Min. bei mittlerer Hitze mitbraten. Knoblauch in dünne Scheiben schneiden und zugeben. Lorbeerblätter zugeben. Rosmarinnadeln und Thymian sehr fein hacken und untermischen. Tomatenmark unterrühren. Tomaten zugeben und grob zerstoßen. 400 ml Wasser zugeben, mit Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker und Paprikapulver würzen. Aufkochen und bei mittlerer Hitze 25 Min. schmoren. Spaghetti in reichlich kochendem Salzwasser bissfest garen, abgießen, abtropfen lassen und in einer großen Schüssel mit der Sauce mischen. Mit geriebenem Käse bestreut servieren.


24 November 2012

Gnocchi à la Panna

Heute gibt’s mal wieder so ein Gericht, das man auch  noch fix und foxi nach einem anstrengenden Tag so gerade eben hinbekommt. Gnocchi – die gehen ja irgendwie sowieso immer, oder?

Panna (Sahne) verrät es schon, hier werden keine Kalorien gezählt -  es wird einfach nur hemmungslos geschlemmt. Soulfood trifft es ziemlich gut. Schnell gemacht und so superlecker, dass man bedenkenlos dem guten Italiener um die Ecke Konkurrenz machen könnte.

So - und ich wollte es ja eigentlich nicht erwähnen, aber heute geht´s für mich endlich ins Kino –> Breaking Dawn. Und wie verbringt ihr das Wochenende so?
 
 
 

Für 2 Personen braucht Ihr:
500 g Gnocchi aus dem Kühlregal
1 Zwiebel
5 Scheiben roher Schinken
100 ml Sahne
100 ml Milch
1 Zehe Knoblauch
75 g geriebenen Parmesan
Gehackte Petersilie
Salz, Pfeffer
Die Gnocchi in kochendem Salzwasser ca. 2 Minuten ziehen lassen, dann abschütten.
Zwiebel und Schinken würfeln. Die Zwiebel in etwas Öl glasig dünsten, Schinken hinzugeben und mit anbraten. Knoblauch dazu pressen. Mit Sahne und Milch ablöschen. 50 g Parmesan in die Sauce rühren und schmelzen lassen. Würzen. Gnocchi in die Pfanne geben und mit der Sauce verrühren. Petersilie unterrühren und mit geriebenem Parmesan bestreut servieren.
 
 

26 August 2012

Pizza Pizza

Die „perfekte“ Pizza ist ja eine Wissenschaft für sich. Auch ich habe sie noch nicht gefunden. Immernoch probiere ich neue Teigrezepte und Backmethoden aus. Dennoch bin ich inzwischen recht zufrieden und möchte euch heute ein paar meiner Tipps verraten. Ich erhebe nicht den Anspruch, die perfekte Pizza gefunden zu haben. Daher bin ich auch dankbar für Eure Tipps und Erfahrungen.

Einen Pizzaofen oder Stein besitze ich nicht. Ich arbeite also nur mit einfachen Mitteln, die in jeder Küche vorhanden sind.

Bisher bin ich mit dem Teigrezept von Jamie Oliver recht zufrieden – zumindest als Grundlage, die ich manchmal etwas variiere. Hier habe ich es mal kurz zusammengefasst:




Pizzateig nach Jamie Oliver



800g Weizenmehl 405 oder 550
200g Hartweizengrieß 
1 gestrichener El Salz
2 Päckchen Trockehefe oder 1 Päckchen frische Hefe
1 EL brauner Zucker
650 ml lauwarmes Wasser
2-3 El Olivenöl

Aus den Zutaten stellt man einen schönen Hefeteig her und lässt diesen etwa eine Stunde ruhen! 

Ergibt etwa 6 Pizzen mit 25cm. Belegen und bei höchster Temperatur backen.




So – nun zu diesem Rezept. Zunächst einmal ist der Hartweizengrieß sehr wichtig. Ich ersetze manchmal bis zur Hälfte der Mehlmenge dadurch.

Ich verwende außerdem immer frische Hefe. Dafür jedoch nicht so viel. 7-10 g reichen auf 500 g Mehl locker aus – finde ich.

Jetzt kommt das Timing. Ja - eine Stunde gehen lassen reicht. Das beste Ergebnis erziele ich aber, wemm ich den Teig 3-4 Tage lang im Kühlschrank gehen lasse. Dann entwickelt er ein sehr feines – fast schon leicht sauerteigiges Aroma. Ich weiß, dass der Pizzateig in einigen Pizzerien aus logistischen Gründen auch zum Teil so lange im Voraus gemacht wird – vielleicht schmeckt es für mich deshalb so authentisch. 

Die Backofentemperatur ist auch sehr wichtig. Ein normaler Ofen heizt ja ohnehin nicht so hoch wie ein Pizzaofen – daher unbedingt die höchste Temperatur nehmen, die der Ofen hergibt.

So – und jetzt noch einen Tipp für einen tollen Knusperboden, den ich letztens bei Jamie im TV abgeguckt habe.

Man erhitzt eine Pfanne ohne Öl und den Backofengrill. Den Pizzateig für 1 Pizza rollt man nun so aus, dass er etwas größer ist als die Pfanne. Man setzt ihn nun in die Pfanne - der Teil, der größer ist als die Pfanne bildet nun den Rand. Jetzt bekommt der Teig ordentlich Unterhitze – mehr als im herkömmlichen Ofen – und wird schön knusprig von unten. Nachdem der Teig in der Pfanne liegt gibt man Pizzasauce und Lieblings Belag auf die Pizza. Jetzt ab und zu mal unter die Pizza schauen – wenn sie von unten schön braun und knusprig aussieht, die Pizza mitsamt Pfanne in den Ofen geben und unter dem Grill kurz backen, bis auch der Belag gut aussieht.

Habt ihr keine Ofenfeste Pfanne, kann man die Pizza auch vor dem Ofenbesuch auf ein Pizzablech o.Ä. gleiten lassen.






Noch ein letztes Wort zur Sauce. Wenn ich mal keine Zeit habe, eine zu kochen, mache ich Folgendes:



1 Tomate

1 Handvoll Basilikum

Salz, Pfeffer

1 Zehe Knobi

2 El Tomatenmark



Jetzt einfach alles in ein hohes Gefäß geben und pürieren. Die Sauce schmeckt herrlich frisch – auf Pizza oder Pasta.



Joa, das erst mal von mir zum Thema Pizza. Und was macht ihr so?

20 Juni 2012

Pizza mit Ricotta, karamellisierten Zwiebeln und Schinken

Ich dachte ja immer, dass gerade der lecker verlaufene Käse eine Pizza erst perfekt macht. Diese Variante hat mir gezeigt, dass es auch anders geht. Der Ricotta verläuft zwar nicht, dennoch ist er herrlich cremig und ergibt zusammen mit den saftigen, karamellisierten Zwiebeln einen tollen Geschmack.

Eine leckere, etwas unkonventionelle Pizza-Variante.

Pizza mit Ricotta, karamellisierten Zwiebeln und Schinken

Ihr braucht für 2 Personen:

Pizzateig für ein Blech


Für die Sauce: (ihr könnt auch eine andere Pizzasauce nehmen)

200 g Kirschtomaten
2 El Tomatenmark
1 Zehe Knoblauch
Salz, Pfeffer, ein paar Kräuter

Für den Belag:

3 größere Zwiebeln

2 El brauner Zucker

250 g Ricotta

100 g roher Schinken



(evtl. 1 Kugel Mozzarella)


Kirschtomaten, Tomatenmark, Kräuter und Knoblauch einfach kurz mit einem Pürierstab pürieren und abschmecken.

Die Zwiebeln schälen und in dünne Ringe schneiden In etwas Öl so lange dünsten, bis sie eine leicht braune Farbe haben. Den Zucker zugeben und leicht karamellisieren lassen.

Zuerst die Tomatensauce auf dem Teig verteilen, dann die Zwiebeln und den Schinken darüber geben.

Von dem Ricotta mit 2 Teelöffeln Nocken abstechen und auf der Pizza verteilen.

Tipp: Wer den verlaufenen Käse jedoch gar nicht missen möchte, der kann diesen jetzt auch noch auf der Pizza verteilen ;-)

Die Pizza bei höchstmöglicher Ofentemperatur etwa 10-12 Minuten backen.

17 Juni 2012

Roquefort Flan an Tomatenschaum


Metro - Kochherausforderung: Die Vorspeise





Nach der Vorschau meines gesamten Menüs der Metro Kochherausforderung, präsentiere ich euch hier zunächst die Vorspeise.

Nachdem ich gedanklich lange an einer Tomatensuppe mit Roquefort – Nocken hing, entschied ich mich schließlich doch noch einmal um und bin im Nachhinein auch sehr froh darüber.


Flan ist eine gestockte Masse aus Eiern und Milch. 
Ich weiß nicht, ob es auf den Bildern so gut rüber kommt, aber der Flan war einfach nur ein Traum. Ich könnte mir gut vorstellen, ihn statt in Muffinförmchen auch einmal in einer normalen Kuchenform zu backen. Er würde sich statt Teil eines Menüs so auch prima als schnelles und leckeres Abendessen machen.


Hauptdarsteller aus dem Metro - Warenkorb sind bei der Vorspeise Der Roquefort und die Pachino Tomaten.

Roquefort ist ein pikanter Blauschimmelkäse. Er schmeckt ganz wunderbar und als echter Käse-Fan habe ich mich sehr darüber gefreut, ihn in meinem Korb zu finden.


Außerdem habe ich noch die Pachino Tomaten aus dem Warenkorb für die Vorspeise verwendet. Diese verdanken ihren Namen ihrem Herkunftsort Pachino, die in der Region Sizilien (Italien) liegt. Verglichen mit so manch anderen Sorten waren sie wirklich sehr schön aromatisch.



Roquefort Flan an Tomatenschaum

Reicht für etwa 12 kleine Flans

Roquefort Flan:


150 g Roquefort

2 Eier

60 g roher Schinken

50 g Mehl

250 ml Milch

Salz, Pfeffer



Fett (z.B. Pistazienkernöl) zum Einfetten der Förmchen

Käse und Schinken würfeln und mit den übrigen Zutaten verrühren. Die Mulden eines Muffinblechs einfetten und zu 2/3 mit dem Teig füllen.

Bei 180° im vorgeheizten Ofen etwa 35-40 Minuten backen. 10 Minuten in der Form ruhen lassen, dann vorsichtig mit einem Messer die Ränder lösen.

Für eine vegetarische Variante könnte man den Schinken einfach weglassen oder z.B. durch gewürfelte Paprika ersetzen.

Übrig gebliebene kann man auch gut kalt für Unterwegs mitnehmen.


Für den Tomatenschaum:


200 g Kirschtomaten

50 g Butter, eiskalt

Salz, Pfeffer



Die Kirschtomaten mit einem Pürierstab in einem hohen Gefäß pürieren. Durch ein Sieb passieren und die Flüssigkeit in einem kleinen Topf  einmal aufkochen lassen. Jetzt die Eiskalte Butter hinzugeben und sofort mit dem Pürierstab aufschäumen.


Zusammen mit einem kleinen Roquefort Flan anrichten.



Der Flan schmeckt warm oder kalt – ich persönlich finde, dass sich lauwarm - kalt die Aromen sogar noch ein klein wenig besser entfalten.


11 Juni 2012

Ricotta Gnocchi mit Kirschtomaten und Pesto


Erwischt – auch ich habe das herrliche Rezept für die 15- Minuten Ricotta Gnocchi gestohlen, das im Original von hier stammt. Inzwischen ist es im Internet und auch auf diversen Blogs regelmäßig zu lesen - Es ist aber auch einfach der Knaller !


Dazu gab es bei mir diesmal hausgemachtes Basilikum-Pesto und lauwarme, geschmolzene Kirschtomaten. Natürlich sind sie aber wie jede Art von Pasta total wandelbar was Saucen usw. angeht.



Die Ricotta Gnocchi im Originalrezept werden mit nur ganz wenig Mehl gemacht, damit der Teig schön fluffig ist. Ich habe das Rezept nun schon öfters gemacht und festgestellt, dass ich lieber etwas mehr Mehl nehme. Der Teig lässt sich dann viel leichter händeln und die Gnocchi sind von der Konsistenz her trotzdem fluffig und einfach genau richtig für mich.





Hier also meine ganz leicht abgewandelte Version.



Ricotta Gnocchi mit Kirschtomaten und Pesto


Für 2 Portionen:
oder eine mit viiiel Hunger ;)

250 g Ricotta

30 g Parmesan

1 Eigelb

Ca. 80-100g Mehl (im Original 50-75g)

Salz



Ricotta, Parmesan, etwas Salz und das Eigelb verrühren. So viel Mehl hinzugeben, dass der Teig gerade nicht mehr klebt und man ihn mit den Händen weiterverarbeiten kann. Das können etwa 50-100 g sein.


Den Teig zu 2 etwa 2cm dicken Rollen formen und mit einem Messer kleine Gnocchi abschneiden.


In siedendes Salzwasser geben und kurz kochen. Wenn sie oben schwimmen sind sie schon gar. Vorsichtig aus dem Wasser nehmen und mit kaltem Wasser abschrecken.

(Werden sie sofort in die Pfanne gegeben, müssen sie nicht abgeschreckt werden)


250 g Kirschtomaten
1 El Pesto nach Wahl



Die Kirschtomaten in einer heißen Pfanne etwa 5 Minuten dünsten. Etwa 1 El Pesto nach Wahl hinzugeben, dann die Gnocchi in dieser Mischung schwenken und kurz warm werden lassen.


Abschmecken und genießen.


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