Ihr habt den absoluten Backtrend bestimmt auch schon entdeckt: Macarons. Das hübsche französische Baisergebäck aus Eischnee und Mandelmehl, gefüllt mit einer leckeren Creme, ist derzeit in aller Munde. Es gibt sie in unzähligen Variationen.
Schnell
stand für mich fest: Die will ich mal ausprobieren!
„Mal eben
ausprobieren“ ist bei Macarons allerdings nicht drin. Die Herstellung erfordert
doch den ein oder anderen Kniff, den ich mir ohne Hilfe nicht zugetraut hätte.
Deswegen
möchte ich Euch heute ein tolles Buch vorstellen, der den Einstieg in die
Macarons-Bäckerei erleichtert. Außerdem zeige ich Euch gleich meine ersten
Macarons.
Macarons - Originalrezepte, die sicher gelingen - mit Tipps und Tricks vom Pâtissier.
12, 90 Euro
Kurzbeschreibung:
„Macarons sind heute auf der ganzen Welt
als unwiderstehliche Klassiker der französischen Konditorskunst bekannt und
beliebt. Das raffinierte Konfekt aus Mandeln, Zucker und Eiweiss, ist zarte
Verführung pur: Es ist zugleich weich und knusprig, luftig-leicht und mit zart
schmelzender Creme gefüllt, und es lässt sich mit neuen Aromen fast endlos
variieren.
Dieses Buch vermittelt die unentbehrlichen Grundlagen und verrät alle Geheimnisse, Tipps und Tricks, damit das delikate Backwerk sicher gelingt: Es stellt die Grundzutaten und alle notwendigen Utensilien vor, beschreibt das Vorgehen anschaulich und leicht verständlich und erklärt auch, was aus welchem Grund misslingen kann. Neun Macaron-Grundrezepte erklären die Zubereitung Schritt für Schritt. Mit kreativen Vorschlägen für abwechslungsreiche Dekorationen, Rezeptvariationen und vielen Tipps und Tricks vom Pâtissier.“
Dieses Buch vermittelt die unentbehrlichen Grundlagen und verrät alle Geheimnisse, Tipps und Tricks, damit das delikate Backwerk sicher gelingt: Es stellt die Grundzutaten und alle notwendigen Utensilien vor, beschreibt das Vorgehen anschaulich und leicht verständlich und erklärt auch, was aus welchem Grund misslingen kann. Neun Macaron-Grundrezepte erklären die Zubereitung Schritt für Schritt. Mit kreativen Vorschlägen für abwechslungsreiche Dekorationen, Rezeptvariationen und vielen Tipps und Tricks vom Pâtissier.“
Inhalt und Gestaltung:
Wir haben es
hier mit einem dünnen, kleinen Büchlein zu tun, das die Basics der
Macarons-Herstellung vermitteln soll. Food-Styling steht hier nicht im Fokus
- es geht hier mehr um Funktionalität. Auf 120 Seiten finden wir 60 Farbfotos.
Eingeteilt
ist das Buch in drei Kapitel: die Grundlagen, Basisrezepte und zuletzt
verschiedene, zum Teil auch ausgefallenere Varianten des feinen Gebäcks.
Das erste (große)
Kapitel zu den Grundlagen war für mich als absoluten Anfänger von größter
Wichtigkeit. Hier findet man alle notwendigen Beschreibungen zu Zutaten, Utensilien
und Techniken. Zucker ist nicht gleich Zucker, Mandeln sind nicht gleich
Mandeln. Schnell merkt man, dass hier der Weg das Ziel ist, denn Macarons sind
kleine Diven. Bevor man also loslegt, sollte man sich dieses Kapitel unbedingt zu
Gemüte führen, damit das Endergebnis auch halbwegs stimmt. Für mich war dieses
Kapitel übrigens der Hauptgrund, warum ich das Buch eigentlich haben wollte.
Jedes
Rezept, jede Zutat und jedes Utensil ist bebildert. Gerade die richtige
Konsistenz des divisilen Gebäcks zu erreichen ist eine Kunst. Auch hierzu gibt
es zahlreiche Fotos, sowohl zum Wunschergebnis, als auch zu „Negativbeispielen“,
sodass man gleich schauen kann, woran es gelegen hat, wenn die eigenen Macarons
irgendwie verkehrt aussehen. Für mich ein großer Pluspunkt.
Rezepte:
Es werden
verschiedene Schalen und Cremefüllungen angeboten, die man nun nach dem „Mix&Match“
Verfahren nach Herzenslust kombinieren kann. Hier kann man also kreativ werden,
das gefällt mir sehr gut. Von Natur, Schoko, Kaffee bis hin zu diversen Nusssorten ist sicher für jeden was
Passendes dabei.
Man sollte
sich darüber im Klaren sein, dass dieses Buch verhältnismäßig wenige Rezepte
enthält, da sich rund 1/3 des Buches mit dem Grundlagenwissen beschäftigt. Das
finde ich in diesem Falle aber gerade besonders gut, besonders wenn man noch
keine oder wenige Erfahrungen mit dem Gebäck hat.
Das
Besondere an den im Buch vorgestellten Macarons ist die Tatsache, dass die
meisten Rezepte sich von der herkömmlichen, Französischen Version
unterscheiden. Der Autor verwendet nämlich vorwiegend eine italienische
Meringue, die in der Herstellung etwas kniffliger ist, weil der Zucker erst zu
Sirup verflüssigt werden muss und danach in einem dünnen Strahl zum Eiweiß
gegeben werden muss. Hier lag für mich das erste „Problem“, da ein Thermometer
benötigt wird, um die Temperatur des Sirups zu messen. Weil ich keines besitze,
musste ich hier schätzen – was bei einem solch empfindlichen Gebäck wohl kaum gut sein kann. Mehr könnt ihr
aber nun in meinem Selbstversuch erfahren.
Mein Selbstversuch:
Es ist eigentlich
unmöglich, dieses Buch zu rezensieren, ohne ein Rezept daraus ausprobiert zu
haben. Ich habe es also gewagt und tatsächlich zum 1. Mal Macarons gebacken. Aber
lest selbst:
Ich
entschied mich für ein Basic-Rezept und eineVollmilch-Creme. Soweit, so gut. Ich
legte mir fein säuberlich alles zurecht, es konnte also losgehn.
Wie bis
hierhin schon deutlich geworden ist, die Herstellung Macarons ist nicht ganz
einfach, dazu noch, weil es sich bei meinem ausprobierten Rezept um die etwas
kompliziertere, Italienische Variante handelt. Deshalb nimmt sich der Autor
José Marechal auch unheimlich viel Raum, um alles, jeden einzelnen Schritt,
jede einzelne Zutat genauestens zu erklären. Das kann ich hier natürlich nicht
so wiedergeben – immerhin würde das ein ganzes Buch füllen.
Deshalb
kommt hier auch nur die veknappte Version des Rezeptes aus dem Buch:
ORIGINALREZEPT: Schokolade-Macarons
Für 40 Stück
Zutaten
200 g gemahlene Mandeln
200 g Puderzucker
75 ml Wasser
200 g Raffinadezucker
2×80 g Eiweiß
Lebensmittelfarbe nach Belieben
200 g gemahlene Mandeln
200 g Puderzucker
75 ml Wasser
200 g Raffinadezucker
2×80 g Eiweiß
Lebensmittelfarbe nach Belieben
Zubereitung
1. Gemahlene Mandeln und Puderzucker mischen und sieben.
1. Gemahlene Mandeln und Puderzucker mischen und sieben.
2. Das
Wasser und den Raffinadezucker in einem Topf, ohne zu rühren, zum Kochen
bringende Temperatur des Zuckersirups darf 115°C nicht übersteigen.
3. 80 g
Eiweiß zu Schnee schlagen. Sobald die Temperatur des Zuckerwassers auf 105°
Grad steigt, schnell rühren, dann vom Herd nehmen und in dünnem Strahl unter
Rühren in den Eischnee laufen lassen. Etwa 10 Minuten weiterrühren, bis der
Eischnee etwas abkühlt.
4. Die
Puderzucker-Mandel-Mischung mit den restlichen 80 g flüssigem Eiweiß zu einer
glatten Paste verrühren. Das Vanillemark und nach Belieben die
Lebensmittelfarbe unterrühren.
5. Erst ein
Drittel des Eischnees unter die Paste rühren, bis eine geschmeidige Masse
entsteht, dann den Rest unterheben.
6. Den Teig
in einen Spritzbeutel mit einer Tülle von 8mm Durchmesser füllen. Ein Blech mit
Backpapier belegen. Den Teig mit genügend Abstand in walnussgroßen Klecksen auf
das Backpapier setzen. Von unten leicht auf das Blech klopfen und den Teig bei
Zimmertemperatur 30 Minuten antrocknen lassen.
7. Den Ofen
auf 150 Grad vorheizen. Die Macarons 14 Minuten backen. Nach dem Herausnehmen
das Backpapier vorsichtig auf die angefeuchtete Arbeitsfläche ziehen.
ORIGINALREZEPT: Schokoladenganache
Zutaten
300 g Vollmilchschokolade
200 ml Rahm
50 g Butter
300 g Vollmilchschokolade
200 ml Rahm
50 g Butter
Zubereitung
1. Die Schokolade zerkleinern und in eine Schüssel geben.
1. Die Schokolade zerkleinern und in eine Schüssel geben.
2. In einem
Topf Rahm und Zucker erhitzen und den heißen Rahm über die Schokolade gießen.
Alles gut verrühren, bis die Schokolade geschmolzen ist.
4. Zuletzt die
Butter hinzufügen und zu einer glatten Creme verrühren.
5. Auf
Zimmertemperatur abkühlen lassen, dann eine Stunde (oder besser noch über
Nacht) im Kühlschrank kalt stellen.
Fertigstellung
Auf die Hälfte der Macarons mit einem Spritzbeutel mit einer Tülle von 8 mm
Durchmesser je einen Kleis Füllung geben und die restlichen Macarons
daraufsetzen. Die fertigen Macarons 1 Stunde kühl stellen.
Mit der
Zubereitung bin ich bis auf das fehlende Thermometer ganz gut klargekommen. Sehr
lecker waren meine Macarons, optisch sind sie noch stark verbesserungswürdig. Mir
ist so ziemlich jeder Anfängerfehler passiert, der so bekannt ist – was aber
nicht an dem Buch lag. Zuerst fiel mir der Umgang mit dem Spritzbeutel schwer,
das ist Übrungssache – es wurde zum Ende hin immer besser.
Fazit:
Wer eine
detaillierte Einführung in die Welt der Macarons haben möchte, der ist hier
sehr gut bedient. Mir persönlich hat das Buch auf jeden Fall geholfen.
Es ist ein
gutes Nachschlagewerk für Anfänger und eignet sich auch prima zur Fehlersuche.
Wer aber
schon Erfahrung hat und nach einer großen Rezeptfülle sucht, der schaut sich
besser anderweitig um - so weit bin ich
aber laaaange noch nicht.






